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Adornos Erben

Später, Jörg (19.06.2024)
Produktinformationen "Adornos Erben"
  • Suhrkamp
  • Später, Jörg
  • 978-3-518-43177-1
  • 19.06.2024
  • Hardcover
  • 760 Seiten
  • 150 x 46 x 220 (B/T/H)
  • 871
  • deutsch
  • 1
  • 7 %
  • Verstehen
  • Auseinandersetzen
  • Buch gebunden
  • Hardcover
  • 100 Jahre Institut für SozialforschungGeschichte eines wirkmächtigen DenkraumsZur politisch-kulturellen Physiognomie der Bundesrepublik zwischen Nachkrieg und Wiedervereinigung

Adornos Erben schreibt die Geschichte der Kritischen Theorie neu: als große, vielstimmige Erzählung aus der alten Bundesrepublik – einem Land, das zwanzig Jahre mit Adorno existierte und zwanzig Jahre ohne ihn.

Im Oktober 1949 kehrte Theodor W. Adorno aus dem amerikanischen Exil in seine Geburtsstadt zurück, um wieder an einer deutschen Universität zu lehren. Frankfurt lag in Trümmern, die Nazis hatten nur die Kleider gewechselt, aber die Studierenden kamen in Scharen. Bald war der Philosoph wöchentlich im Radio zu hören und zum Stichwortgeber und »Erzieher« der jungen Bundesrepublik geworden. Als Adorno 1969 starb, waren das Institut für Sozialforschung und sein Direktor bundesweit bekannt. Die Frankfurter Schule befand sich auf dem Zenit ihrer öffentlichen Wirkung.

Dieser Denkraum und seine Metamorphosen zwischen Nachkrieg und Wiedervereinigung sind das Thema dieses Buches, zwölf Mitarbeiter Adornos seine Protagonisten. Nach dem Tod des »Meisters« zerstreuten sie sich von der Stadt am Main nach Gießen, Lüneburg oder Starnberg. Jörg Später folgt ihren Wegen und schildert, wie sie in Wissenschaft, Politik und den neuen sozialen Bewegungen Adornos Erbe annahmen und veränderten.

Adornos Erben:
Regina Becker-Schmidt, Gerhard Brandt, Ludwig von Friedeburg, Karl Heinz Haag, Jürgen Habermas, Elisabeth Lenk, Oskar Negt, Helge Pross, Alfred Schmidt, Herbert Schnädelbach, Hermann Schweppenhäuser, Rolf Tiedemann

Rezensionen „Adornos Erben"

»Man kann dem Buch, diesem großen Wurf, nur so viele Leser und Leserinnen wie nur irgend möglich wünschen.«
der Freitag (Markus Steinmayr)

»Jörg Später legt mit Adornos Erben ein fabelhaftes Buch über die Geschichte der Frankfurter Schule vor.«
Frankfurter Rundschau (Michael Hesse)

»[Ein] informatives, gelehrtes, umfangreiches und dennoch höchst kurzweiliges Buch ...«
Frankfurter Allgemeine Zeitung (Wolfgang Matz)

»... ein materialreiches Panorama, dessen zentrale Motive die Zerstreuung und die Verwerfungen einer Tradition sind.«
wochentaz (Robert Zwang)

»Mit Sympathie und einem unglaublichen Sprachwitz, mit Detailversessenheit und stetem Blick auf das große Ziel der Theorie der Gesellschaft, führt Später die Zwölf als Anarchisten, Empiristen, Konservative, Marxisten, Synthetiker vor.«
Süddeutsche Zeitung (Thomas Meyer)

»Eine intellektuelle Geschichte der Bundesrepublik, die sich wie ein Roman liest. Umwerfend.«
WELT AM SONNTAG (Jakob Hayner)

»Jörg Später rekonstruiert akribisch Adornos Bedeutung für die demokratische Erneuerung und die Lebenswege seiner Schüler.«
Deutschlandfunk (Michael Opitz)

»Jörg Später hat der Geschichte von Adornos Erben nachgespürt – und damit auch eine Geschichte der Wissenschaft und der neuen sozialen Bewegungen in der Bundesrepublik geschrieben.«
taz FUTURZWEI (Tania Martini)

»[Das] Buch ist faktenreich, vorzüglich recherchiert, theoriehaltig und dennoch wunderbar lesbar geschrieben. Es wird auf unabsehbare Zeit ›das‹ Standardwerk über die Geschichte der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule in den zwei Dekaden nach dem Tod von Adorno sein.«
Neue Politische Literatur (Tania Martini)

»[Ein] lesenswertes wie gut lesbares Buch ...«
literaturkritik.de (Karl-Josef Müller)

»Als Adorno 1969 starb, hinterließ er ein weit verzweigtes Netz von treuen Anhängern. ... In seiner brillant geschriebenen Studie geht Jörg Später diesem Netz mit großer Genauigkeit nach.«
SWR (Leander Scholz)

Biografie – Später, Jörg

Autorenbild
Später, Jörg
Jörg Später, geboren 1966, ist promovierter Historiker und freier Autor. An der Universität Freiburg ist er mit der Forschungsgruppe Zeitgeschichte assoziiert. Sein Buch über Siegfried Kracauer stand 2017 auf der Shortlist des Preises der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Sachbuch/Essayistik.
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