Alle meine Geister
Timm, Uwe (07.09.2023)Alle meine Geister · Timm, Uwe
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Verlag: Kiepenheuer & Witsch
Autor: Timm, Uwe
ISBN: 978-3-462-00549-3
Produktform: Hardcover
Veröffentlichung: 07.09.2023
- Verlag: Kiepenheuer & Witsch
- Autor: Timm, Uwe
- ISBN: 978-3-462-00549-3
- Veröffentlichung: 07.09.2023
- Produktform: Hardcover
- Umfang: 288 Seiten
- Maße: 133 x 27 x 209 (B/T/H)
- Gewicht: 411
- Sprache: deutsch
- Auflage: 4. Auflage
- MwSt: 7 %
- Lesemotiv: Entspannen
- Produktart: Buch gebunden
- Produktform: Hardcover
Pelze, Jazz und Poesie: Uwe Timms Lehrjahre
- Dieses Buch reiht sich ein in Uwe Timms große autofiktionale Werke »Der Freund und der Fremde« und »Am Beispiel meines Bruders«.»Ein das Leben entscheidendes Buch muss uns zufallen, geschenkt werden, meist als Empfehlung und sehr selten, aber auch das geschieht hin und wieder, schenkt es sich selbst.«Wir stellen Ihnen gern ein Plakat zur Verfügung.
In seinem neuen Buch erzählt Uwe Timm von seinen Lehrjahren als Kürschner im Hamburg der Fünfzigerjahre. Von kuriosen Erlebnissen im Beruf und der Welt der Mode, von besonderen Freundschaften und den Büchern, die sein Leben verändert haben.
Hamburg 1955 – der noch 14-jährige Uwe wird von seinem Vater, dem Inhaber eines Pelzgeschäfts, in die Kürschnerlehre gegeben. Im Takt der Stechuhren lernt der junge Mann die kreative Präzision, die das heute fast ausgestorbene Handwerk erfordert, schult den Blick für das Material, die Kundinnen, die Tücken und Geheimnisse dieser Kunst. Er lauscht den Geschichten der Kollegen, schließt Freundschaften, bekommt Bücher empfohlen, entdeckt die Stadt und den Jazz. Der Lehrling, der vom Schreiben träumt, liest heimlich im Sortierzimmer Salinger und Camus, begleitet den »roten Erik« auf die Reeperbahn, erkundet mit dem Kollegen Johnny-Look, reichlich schüchtern noch, die Liebe, wird von Meister Kruse politisch initiiert und streitet sich nun umso intensiver mit dem Vater über die NS-Zeit.
Inzwischen ist auf dem Pelzmarkt ein Preiskampf ausgebrochen, das Kürschnergeschäft der Familie floriert nicht mehr, und als der Vater plötzlich an einem Herzinfarkt stirbt, muss der 18-Jährige ein völlig überschuldetes Geschäft sanieren. Die harte Arbeit und die großen Sorgen bringen ihn nicht ab von der Vorstellung eines ganz anderen Lebens.
Ein großartiges Buch der Erinnerungen und des Aufbruchs, präzise und poetisch. Ein sprechendes Zeitbild, ein Initiationsroman der Liebe, des Lesens, des Arbeitens und Träumens.
Rezensionen „Alle meine Geister"
»Uwe Timm ist ein Spezialist für autobiographische Bücher, die von den Rändern aus operieren, um langsam zum Zentrum vorzudringen [...] Uwe Timms Buch „Alle meine Geister" [ist die] Selbsterfindung eines lesenden Kürschners...ein offenes, atmendes Buch für alle, die vom Lesen nicht lassen können.«FAZ Podcast (Paul Ingendaay)
»Uwe Timms grandioses Lebensbuch … zeigt eine besondere Perspektive auf die deutsche Geschichte...Timm schreibt, wie er schreibt, weil er lesend lebt und immer gelebt hat. Das eine funktioniert nicht ohne das andere.«
Süddeutsche Zeitung (Holger Gertz)
»Timms Lebenserinnerungen fließen und stocken, sie sind in kein allzu dramaturgisches Korsett geformt, und genau das macht sie so berührend.«
Welt am Sonntag (Marc Reichwein)
»Alle meine Geister ist eine virtuose Erinnerungsmontage und ein maßgeschneidertes Lesevergnügen.«
Die Zeit (Florian Eichel)
»Das ist kein Alterswerk, sondern das Erinnern eines ewig Jungen. So gegenwärtig, so neugierig, so gierig nach dieser wunderbar verstörenden Erfahrung namens Leben, wie wir das von den besten Werken Uwe Timms kennen.«
Der Spiegel (Christian Buß)
»Ein Roman für uns alle, die auch in dieser Zeit und in diesem Land gelebt haben. Einer der besten deutschen Romane des Jahres 2023.«
WDR 4 Bücher (Elke Heidenreich)
»Uwe Timms ›Alle meine Geister‹ ist teils wehmütig und teils erfrischend, aber vor allem ein sehr schönes Buch, das die Gegenwart auf wunderbare Weise aufhebt.«
taz (Helmut Böttiger)
»Ein anrührendes Coming-of-Age Buch... In "Alle meine Geister" erweist sich Timm als gewissenhafter Autobiograf und Erforscher zeitgeschichtlicher Mentalitäten.«
Der Spiegel (Wolfgang Höbel)
»Eines seiner großartigsten Bücher … Timm erzeugt eine fast magische Atmosphäre.«
NDR Kultur Das Gespräch (Katrin Krämer)
»Ein fabelhaftes Buch«
FAZ (Tilman Spreckelsen)
»Es ist ein persönliches Buch, das sehr unprätentiös und leicht davon erzählt, wie viel Ausdauer, Kraft und Mut es erfordert, seine Ziele zu erreichen trotz vielfältiger Hindernisse.«
WDR 5 (Michael Reinartz)
Biografie – Timm, Uwe
Uwe Timm, geboren 1940 in Hamburg, lebt in München. Sein Werk erscheint seit 1984 bei Kiepenheuer & Witsch in Köln, u. a.: »Heißer Sommer« (1974), »Morenga« (1978), »Kerbels Flucht« (1980), »Der Schlangenbaum« (1986), »Kopfjäger« (1991), »Die Entdeckung der Currywurst« (1993), »Rot« (2001), »Am Beispiel meines Bruders« (2003), »Der Freund und der Fremde« (2005), »Halbschatten« (2008), »Von Anfang und Ende. Über die Lesbarkeit der Welt« (2009), »Montaignes Turm« (2015), »Ikarien« (2017), »Der Verrückte in den Dünen« (2020), »Alle meine Geister« (2023).
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