Auf den Gleisen
Machel, Inga (30.01.2024)Auf den Gleisen · Machel, Inga
Roman | Nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2024
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- Verlag: Rowohlt
- Autor: Machel, Inga
- ISBN: 978-3-498-00342-5
- Veröffentlichung: 30.01.2024
- Produktform: Hardcover
- Umfang: 160 Seiten
- Maße: 131 x 18 x 210 (B/T/H)
- Gewicht: 264
- Sprache: deutsch
- Auflage: 2. Auflage
- MwSt: 7 %
- Lesemotiv: Entspannen
- Produktart: Buch gebunden
- Produktform: Hardcover
Wie liebt man jemanden, der nicht da ist? 
- Ein unter die Haut gehendes Romandebüt zwischen Märchen und Neorealismus, zwischen Peter Handke: Wunschloses Unglück und Christiane F.: Wir Kinder vom Bahnhof ZooEine beeindruckende neue Stimme in der deutschsprachigen Literatur
«Ein so reifes, umwerfendes Debüt gab es lange nicht mehr.» Andreas Wirthensohn, WDR Lesestoff
Ein Sohn verliert seinen Vater, dann sich selbst - und findet beides wieder auf den Straßen Berlins. Radikal und voller Schönheit erzählt Inga Machel in ihrem ersten Roman vom tiefen Verlangen nach Nähe und Beziehung, vom Scheitern, von Schmerz, Wut und Trauer und von der Suche nach einem Weg ins Leben.
Vor zehn Jahren verlor Mario, damals Mitte zwanzig, seinen Vater. Ein einzelner Winterstiefel lag auf den Gleisen einer ICE-Strecke, mehr blieb nicht von ihm. Seit fünf Jahren kämpft Mario bereits selbst ums Überleben, als er in einer Zufallsbegegnung mitten in Berlin seinen Vater zu erkennen glaubt. Er nennt den Mann P. und wird von nun an dessen stiller, täglicher Begleiter. P., der heroinabhängig am Rand der Gesellschaft seinen ganz eigenen Lebenskampf austrägt, wird für Mario zum Stellvertreter, um das Trauma der gescheiterten Beziehung zum Vater, die Erinnerungen an die Kindheit in der brandenburgischen Provinz und das Fehlen von bedingungsloser Liebe und Sicherheit endlich verarbeiten zu können. Satz für Satz entwickelt sich ein beinahe märchenartiges Kammerspiel, in dem Raum und Zeit, Vergangenheit und Zukunft, Rationalität und Gefühle ineinanderfließen bei dem Versuch, dem sinnlos Erscheinenden einen Sinn abzutrotzen.
Inga Machel ist ein sprachmächtiges, kluges Debüt gelungen über eine kaum in Worte zu fassende Trauer und über die Frage, wie ein Mensch leben will und was er braucht, um es zu können.
«Eine Topographie des Traumas und der Trauer. Ein tiefes, ein bewegendes Buch.» Dirk von Lowtzow
Rezensionen „Auf den Gleisen"
„Auf den Gleisen“ ist ein sicher gebautes, sehr gut gearbeitetes Buch. Nicht angestrengt oder übermäßig originell, sondern: elegant, fließend, wie aus dem Lehrbuch. Die Möglichkeiten des deutschen Satzbaus werden ausgespannt wie die Flügel, die Vater und Sohn nicht mehr haben.Frankfurter Rundschau (Judith von Sternburg)
Inga Machel beweist hier ein großes Gespür dafür, wie sie einen in diesen aufblitzenden und in sich überaus sorgfältig gebauten Szenen immer wieder mitnehmen kann. (...) Wenn man durch ist mit dem Buch, fühlt man sich wie nach einer langen Reise durch eine Nacht.
taz (Dirk Knipphals)
Ein Roman über Suizid und Alkoholismus hätte leicht ins Reißerische oder Kitschige abdriften können. "Auf den Gleisen" tut das nicht. Weil hier psychische Erkrankung und Sucht keine krassen Ausnahmen sind, sondern zum Leben gehören.
Die Zeit (Anna Vollmer)
Inga Machel hat die sprachlichen Mittel, um diese Komplexität literarisch zu gestalten, nie gerät sie in Kitsch- oder Pathosfallen. (...) und auch als Leser dieses erstaunlichen, wenn gleich enorm düsteren Debütromans wird man mit ein wenig Hoffnung aus dieser Geschichte entlassen
Der Tagesspiegel (Gerrit Bartels)
Hier läuft buchstäblich ein Mensch die Wege seiner zahlreichen Traumatisierungen ab, und das wirkt darum psychologisch so stimmig, weil es literarisch so gut gemacht ist.
Deutschlandfunk "Büchermarkt" (Christoph Schröder)
Sehr souverän erzählt; ein beeindruckendes Buch.
Berliner Zeitung (Christoph Schröder)
"Auf den Gleisen" ist ein todtrauriges Buch, in dem am Ende, ganz ohne Drama und zugleich mit großer Eindringlichkeit, dann doch das Leben triumphiert. Ein so reifes, umwerfendes Debüt gab es lange nicht mehr.
WDR Westart Lesestoff (Andreas Wirthensohn)
Auf den Gleisen fahren wir Lesenden und Reisenden direkt in eine Topographie des Traumas und der Trauer. Wir können nicht mehr aussteigen, wir haben schon auf den ersten Seiten zu viel über uns erfahren. Ein tiefes, ein bewegendes Buch.
Dirk von Lowtzow (Andreas Wirthensohn)
Biografie – Machel, Inga
Inga Machel, geboren 1986, lebt in Berlin. Sie studierte Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim, war freiberuflich als Rundfunkautorin und Lektorin tätig und ist außerdem Heilpraktikerin für Psychotherapie. Ihre Erzählung Lieber A. wurde mit dem New German Fiction Prize ausgezeichnet und erschien bei Matthes & Seitz als E-Book sowie als Dear A. in der Übersetzung von Donal McLaughlin bei Readux Books. Auf Tegel Media veröffentlichte sie die Story Being with Paul. Ihr Debütroman Auf den Gleisen stand kurz nach Erscheinen im Februar 2024 bereits auf der SWR-Bestenliste und war für den Preis der Leipziger Buchmesse 2024 nominiert.
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