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Das Loch

Oyamada, Hiroko (18.06.2024)
Produktinformationen "Das Loch"
  • Rowohlt
  • Oyamada, Hiroko
  • Bierich, Nora
  • 978-3-498-00486-6
  • 18.06.2024
  • Hardcover
  • 128 Seiten
  • 129 x 16 x 209 (B/T/H)
  • 250
  • deutsch
  • Ana
  • jpn
  • 3. Auflage
  • 7 %
  • Entspannen
  • Eintauchen
  • Buch gebunden
  • Hardcover
  • Ausgezeichnet mit dem wichtigsten Literaturpreis Japans, dem Akutagawa-Preis, und bereits in mehrere Sprachen übersetzt

Mit feinem Gespür für das Verstörende in einer sich auf rätselhafte Weise verändernden Welt erzählt Hiroko Oyamada vom Leben einer jungen Frau, die von der Stadt aufs Land zieht und zwischen Arbeit und Familie nach ihrem eigenen Leben sucht.

«Hiroko Oyamada fördert den Schrecken des vorhersehbaren Wandels zutage – die Unvermeidlichkeit unseres Seins und unserer Bestimmung.»  The New York Times

Ausgezeichnet mit dem Akutagawa Prize, dem wichtigsten Literaturpreis Japans

Ein junges Paar zieht von der Großstadt aufs Land. Asa folgt ihrem Mann, der von seiner Firma versetzt wird, ihren eigenen Job gibt sie auf. Warum tut sie das? Sie ist nicht schwanger, Kinder sind nicht geplant, sie könnte pendeln. Und ausgerechnet das Heimatdorf ihres Mannes, das Haus neben den Schwiegereltern, bietet sich als neue Bleibe an. Während ihr Mann fast rund um die Uhr arbeitet, versucht Asa, sich an ihr neues Leben als Hausfrau zu gewöhnen.

Es ist heiß in diesem Sommer, Unmengen lärmender Zikaden rücken ihr regelrecht auf den Leib, und der einzige Fluss in der Gegend wirkt vor lauter Müll «wie aus Gelatine gemacht». Als Asa sich eines Tages bei unerträglichen Temperaturen auf den Weg in den Nachbarort macht, fällt sie in ein Loch, das scheinbar nur für sie gegraben wurde. Von da an wird Asa immer tiefer in eine unheimliche, eigenmächtige Landschaft gezogen – bis sie ihrer Wahrnehmung nicht mehr traut.

«Hiroko Oyamadas Romane bewegen sich im Grenzland zwischen Realität und Fantastik, in einer unheimlichen Landschaft. Doch woher kommt der Schrecken in diesen hell erleuchteten, temperaturregulierten Welten? Aus der Natur oder besser gesagt dem, was so tut, als wäre es Natur.» The New York Review of Books

Rezensionen „Das Loch"

"Vierundsiebzig" von Ronya Othmann über die IS-Massaker an den Jesiden steht auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises, kein Wunder: Das Buch zählt inhaltlich und literarisch zu den stärksten des Jahres.
Die Presse

Hiroko Oyamadas Öko-Horror-Roman „Das Loch“ ist einzigartig - eine der originellsten und verstörendsten Romanhandlungen der letzten Jahre.
der Freitag (Jana Volkmann)

Dass Oyamada ihre in leuchtenden Farben komponierten Bilder und Rätselhaftigkeiten so sachlich vorträgt wie Vorgänge in einer Amtsstube, macht den phantastischen Roman beunruhigend real.
Badische Zeitung (Jana Volkmann)

Die Größe dieses Romans liegt gerade in seiner Uneindeutigkeit. (...) Oymada weiß eindeutig um den Wert des Geheimnisses.
Deutschlandfunk Kultur "Lesart" (Maximilian Mengeringhaus)

In ihrem beeindruckenden Roman "Das Loch" eröffnet Hiroko Oyamada ihrer Protagonistin den Zugang zur Welt der Geister, Tierwesen und Verstorbenen, die das irdische Leben für die Hauptfigur Asa erst erträglich machen. Denn man ist, was man sieht.
NDR Kultur (Claudia Cosmo)

"Ein verstörender, kluger Roman, raffiniert gemacht und von ultimativer Konsequenz."
carpegusta-literatur.de (Claudia Cosmo)

"Ein Meisterstück der Unheimlichkeit, magischer Realismus aus Japan."
Die Zeit (David Hugendick)

"Hiroko Oyamada hält perfekt die Balance, um die Atmosphäre zwischen Realität und Fantasmagorie irritierend, aber nicht zu gruselig wabern zu lassen."
Münchner Merkur (Simone Dattenberger)

Meisterwerk mit Hausfrau - Hiroko Oyamada bewegt in ihrem hyperrealen Text „Das Loch“ Tiere und Kinderfiguren durch eine kaleidoskopartige Kulisse. Japanische Literatur vom Besten.
literaturkritik.de (Lisette Gebhardt)

"Ein ganz ruhiges Buch, ein Buch, in dem die Stille eine fesselnde Kraft verströmt, in dem Gerüche aus der Natur eine ganz starke Rolle spielen, aber auch Räucherstäbchen, und der 'sanfte Geruch alter Frauen und Männer'."
Buchkultur (Konrad Holzer)

Biografie – Oyamada, Hiroko

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Oyamada, Hiroko

Hiroko Oyamada wurde 1983 in Hiroshima geboren, wo sie heute noch mit ihrer Familie lebt. Nach ihrem Studium der Japanischen Literatur arbeitete sie in wechselnden Jobs, unter anderem bei einem Autohersteller. Diese Erfahrung diente ihr als Inspiration für ihren Debütroman Kōjō (2013; deutsch: Die Fabrik), für den sie zahlreiche Preise erhielt und der nun erstmals auf Deutsch vorliegt. Für ihren zweiten Roman Ana (2014; 2024 auf deutsch: Das Loch) erhielt sie den Akutagawa-Preis, die wichtigste literarische Auszeichnung in Japan. Ihre Werke wurden bereits in mehrere Sprachen übersetzt. 2025 erschienen in Japan zwei neue Bücher von ihr, darunter ein Familienroman über die Erinnerungen an die Zeit der Atombombenabwürfe und des Pazifischen Kriegs.

Nora Bierich, geboren 1958, hat Philosophie und Japanologie in Berlin und Tokyo studiert. Aus dem Japanischen übersetzte sie u. a. Werke von Kenzaburō Ōe, Yukio Mishima und diverse Graphic Novels. 2019 erhielt sie den japanischen Noma Award for the Translation of Japanese Literature

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