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Das Schwarz an den Händen meines Vaters

Schätte, Lena (12.03.2025)
Produktinformationen "Das Schwarz an den Händen meines Vaters"
  • S. FISCHER
  • Schätte, Lena
  • 978-3-10-397657-1
  • 12.03.2025
  • Hardcover
  • 192 Seiten
  • 129 x 17 x 209 (B/T/H)
  • 269
  • deutsch
  • 6. Auflage
  • 7 %
  • Entspannen
  • Buch gebunden
  • Hardcover

»Die Wucht des sich behutsam entfaltenden Textes trifft unmittelbar.« Aus der Begründung zur Verleihung des W.-G.-Sebald-Preises

  • Über die Liebe zu einem schwierigen Vater und den Weg ins Leben

»Motte« wird die Ich-Erzählerin von ihrem Vater genannt. Der Vater ist Arbeiter, Spieler, Trinker. Eigentlich hat Motte sogar zwei Väter: den einen, der schnell rennen kann, beim Spielen alle Verstecke kennt und sich auf alle Fragen eine Antwort ausdenkt. Und den anderen, der von der Werkshalle ins Büro versetzt wird, damit er sich nicht volltrunken die Hand absägt. Und das mit dem Alkohol, sagt die Mutter, war eigentlich bei allen Männern in der Familie so.
Auch Motte trinkt längst mehr, als ihr gut tut. Schon als Kind hat sie beim Schützenfest Kellnerin gespielt und die Reste getrunken, bis ihr warm wurde. Jetzt, als junge Frau, schläft sie manchmal im Hausflur, weil sie mit dem Schlüssel nicht mehr das Schloss trifft. Ihr Freund stützt sie, aber der kann meistens selbst nicht mehr richtig stehen. Nur ihr Bruder, der Erzieher geworden ist, schaut jeden Tag nach ihr. Als bei ihrem Vater Krebs im Endstadium diagnostiziert wird, sucht Motte nach einem Weg, sich zu verabschieden – vom Vater und vom Alkohol.
»Das Schwarz an den Händen meines Vaters« von Lena Schätte ist ein bewegender Roman über das Aufwachsen in einer Familie, die in den sogenannten einfachen Verhältnissen lebt und die zugleich, wenn es darauf ankommt, zusammenhält. Es ist ein harter, zarter Roman über die Liebe zu einem schwierigen Vater und den Weg ins Leben. 

»Die Wucht des sich behutsam entfaltenden Textes trifft unmittelbar.« Aus der Begründung zur Verleihung des W.-G.-Sebald-Preises

Rezensionen „Das Schwarz an den Händen meines Vaters"

[...] ein Dorfroman, ein Familienroman, ein Suchtroman. [...] voller Empathie und Liebe, der uns zeigt, es ist eben nicht jedes Leben golden. [...] Ein ganz, ganz großartiges Buch.
WDR 4 Buchtipp (Elke Heidenreich)

[...] ganz und gar erstaunliche Schriftstellerin [...], deren Sprache so direkt, dicht und zärtlich ist, wie man das nur sehr selten zu lesen bekommt [...].
Süddeutsche Zeitung (Bernhard Heckler)

[...] hart, direkt und doch zugleich zärtlich. [...] eine besondere erzählerische Kraft
Börsenblatt (Florian Illies)

[...] Schätte gelingt Eindrückliches: Ihr Buch ist einfühlsam und präzise, tieftraurig und doch nie pathetisch. Ein Roman, der nahegeht, ohne kitschig zu werden.
Junge Welt (Angelo Algieri)

In wenigen Sätzen, vor allem auch im Unerzählten, spannt sich die Komplexität des Lebens auf.
Frankfurter Allgemeine Zeitung (Anna Vollmer)

[...] hat mich sehr beeindruckt, dieses Buch.
SRF Literaturclub (Elke Heidenreich)

So alkoholisiert und perspektivlos auch durch die Gegend gewankt wird, so nüchtern geschrieben und herausragend beobachtet ist dieser tolle Text.
Kulturnews (Carsten Schrader)

Man merkt, dass hier eine Schriftstellerin am Werk ist, die ihr Handwerk von Grund auf gelernt hat.
Altenaer Kreisblatt (Maike Förster)

[...] echte Literatur, prall gefüllt mit Leben [...]. Ein Sog entsteht, die Geschicht von Motte [...] ist so zwingend, so eindringlich, so wahrhaftig
Altenaer Kreisblatt (Maike Förster)

Unter der lässigen, lakonischen Sprache brodelt es. Manche Sätze treffen wie aus dem Nichts.
Der Standard (Leonie Pürmayr)

Ein Buch, das in diesem Frühjahr eigentlich in aller Munde hätte sein können. Lest es jetzt im Sommer, ihr werdet es nicht bereuen!
Podcast rababumm (Timothy Paul Sonderhüsken)

[...] eine bewegende Auseinandersetzung mit dem Trinken, Selbstakzeptanz, Fürsorge und Abschied.
Missy Magazine (Katrin Börsch)

[...] Schätte schreibt knapp und sachlich – und so verdichtet, dass jeder Satz sitzt [...], es ist stets alles gleichzeitig da: Wut und Trauer, Zärtlichkeit und Liebe.
Kölner Stadt-Anzeiger (Annika Kern)

[...] ein nüchternes Protokoll über volltrunkene Tage, [...] ein unsentimentales Stück über die Härten des Lebens, zugleich als bildhafte Schau weiblicher Resilienz [...].
Deutschlandfunk – Büchermarkt (Jan Drees)

[...] von einer bemerkenswerten literarischen Kraft. [...] Lena Schätte [...] spricht uns alle an.
WDR Westart (Maximilian Burk)

[...] ungekünstelt und klar [...]: Die Stärke ihres Textes liegt in der Ambivalenz.
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (Tobias Rüther)

[...] eine differenzierte und bewegende Auseinandersetzung mit Alkoholismus. Lena Schätte laviert stilsicher um Sentimentalität und Pathos herum.
WDR Westart (Moritz Holler)

Biografie – Schätte, Lena

S
Schätte, Lena
Lena Schätte, geboren 1993 in Lüdenscheid, debütierte 2014 mit dem Roman »Ruhrpottliebe«. In den Folgejahren arbeitete sie als Psychiatriekrankenschwester im Ruhrgebiet, bis sie 2020 ein Studium des Literarischen Schreibens am Deutschen Literaturinstitut Leipzig aufnahm. Heute betreut sie suchtkranke Menschen in Lüdenscheid – und schreibt. Für einen Ausschnitt aus dem Roman »Das Schwarz an den Händen meines Vaters« wurde Lena Schätte mit dem W.-G.-Sebald-Literaturpreis 2024 ausgezeichnet.
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