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Der Anfang vom Ende

Aldanow, Mark (13.06.2023)
Produktinformationen "Der Anfang vom Ende"
  • Rowohlt
  • Aldanow, Mark
  • Weihe, Andreas
  • 978-3-498-00335-7
  • 13.06.2023
  • Hardcover
  • 688 Seiten
  • 143 x 39 x 218 (B/T/H)
  • 781
  • deutsch
  • Начало конца
  • rus
  • 4. Auflage
  • 7 %
  • Eintauchen
  • Buch gebunden
  • Hardcover

Die Vergangenheit ist gegenwärtig – ein Meisterwerk der Weltliteratur erscheint endlich auf Deutsch.

  • Dreizehn Mal für den Nobelpreis nominiert und neben Iwan Bunin, Vladimir Nabokov und Gaito Gasdanow einer der bedeutendsten russischen Exilautoren des 20. Jahrhunderts1943 ein Bestseller in den USA, ein Millionenerfolg im postsowjetischen Russland der 1990er-Jahre«Ohne Zweifel einer der besten sozialpolitischen Romane, die in den letzten Jahren in Europa geschrieben wurden.» Edmund Wilson 1943 in The New Yorker

Mark Aldanow erzählt in diesem großen Gesellschaftsporträt mit Ironie und Scharfsinn von einem Epochenbruch, wie wir ihn fast hundert Jahre später wieder erleben.

Hauptschauplatz ist das Paris Ende der 1930er Jahre, der «Anfang vom Ende» des alten Europa liegt in der Luft. Die Geschichte beginnt in einem Zug von Moskau Richtung Berlin. Ein sowjetischer Botschafter befindet sich auf dem Weg in den Westen, um eingefrorene diplomatische Beziehungen wieder aufzunehmen. In seiner Begleitung befinden sich u. a. ein alter Militär, ein Berufsrevolutionär, der mit sich und seiner kommunistischen Vergangenheit zu hadern beginnt, sowie eine linientreue Botschaftssekretärin mit schriftstellerischen Ambitionen. In Paris kämpft derweil ein berühmter französischer Autor mit dem Stoff für seinen neuen Roman, während sein junger Sekretär einen Mord wie aus einem Dostojewski-Roman plant.

Die unterschiedlichsten Schicksale treffen aufeinander in diesem kunstvoll komponierten Roman, in dem die drängenden Fragen jener Jahre verhandelt werden: Macht und Ohnmacht der Demokratie, die geistige Verwandtschaft von Kommunismus und Faschismus, der Zusammenhang von Nationalismus und Diktatur, die Bedeutung von Kunst, der Verfall humanistischer Werte. 

Nach Aldanows Flucht in die USA  erschien der Roman 1943 zunächst in englischer Übersetzung. Ausgezeichnet als «Book of the Month» in der NYT Book Review wurde er auf Anhieb ein Bestseller und stieß auf ein begeistertes Echo bei Kritikern und Lesern. Mark Aldanow war dreizehn Mal für den Nobelpreis nominiert, darunter sechs Mal von Iwan Bunin.

«Was Aldanows Buch heute so aktuell macht, ist dieses Gefühl der absoluten moralischen Katastrophe, die über Russland hereingebrochen ist, das Gefühl des ‹Anfangs vom Ende›.» Sergej Lebedew 


Rezensionen „Der Anfang vom Ende"

"Der Anfang vom Ende" ist ein großes und unerwartetes Meisterwerk, in dem man sich über Tage festliest. Ich kenne keinen alten Roman, der so gegenwärtig ist.
Die Zeit (Adam Soboczynski)

Der literarisch beglückende Roman, der wunderbar die Spaltung von Innen und Aussen und die Fragmentierung des Weltbildes stilistisch wiedergibt, erlaubt auch eine politische Lektüre - die Mechanismen der stalinistischen Diktatur kann man im repressiven Putin-Regime wiedererkennen.
Basler Zeitung (Adam Soboczynski)

Es ist ein Buch, das fragen lässt, warum man es nicht vorher vermisst hat, so sehr bannt es seine Leser mit eindrücklichen Figuren, engagierten Diskussionen und überraschendem Witz. (...) Auch durch die heutigen unruhigen Zeiten sollte sich der scharfe Blick des Mark Aldanow auf Diktatoren mit Allmachtsanspruch und die Deformation der Seelen durch Angst als guter Begleiter erweisen.
Berliner Zeitung (Geissler Cornelia)

Der Roman "Der Anfang vom Ende", der nun in der subtilen Übersetzung von Andreas Weihe auf Deutsch vorliegt, kann als Diagnose der Erkrankung Europas an totalitären Ideologien gelesen werden. (...) Kunstvoll verbindet Aldanow in diesem Roman die Schicksale seiner Figuren (..)
Neue Zürcher Zeitung (Ulrich M. Schmid)

Eine ebenso fesselnde wie aktuelle Lektüre, weil sie im Vorfeld des Zweiten Weltkriegs die Verflechtungen von Europas Demokratien mit dem totalitären Sowjetrussland schildert und dabei ein frappierend heutiges Lebengefühl einfängt.
Frankfurter Allgemeine Zeitung (Kerstin Holm)

Zwischen Moskau und Paris: Mark Aldanows Abgesang auf das alte Europa ist ein meisterhaft erzähltes Gesellschaftsporträt der 1930er Jahre.
aachener-zeitung.de (Harald Loch)

Ein Meisterwerk, das man jedem Literaturfreund nachdrücklich empfehlen möchte.
Tages-Anzeiger (Martin Ebel)

Ein Buch, so heiß, aufregend und gefährlich, wie ein vernünftiger und echter Sommer sein soll.
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (Peter ; Anna Körte ; Prizkau)

Mehr als eine Entdeckung – eine Wucht. Einfach bewundernswert die Souveränität, mit der Aldanow die verschiedenen Handlungsstränge verwebt, wie er aus wechselnder Binnensicht seine Protagonisten versuchen lässt, sich verwirrt und verzweifelt, klaräugig und resigniert in einer Welt zu positionieren, die unaufhaltsam zerfällt.
WDR Westart Lesestoff (Peter ; Anna Körte ; Prizkau)

"Der Anfang vom Ende" benennt mit großer Klarheit die Antriebe der Kriegsparteien, den totalitären Charakter nicht nur Nazi-Deutschlands, sondern auch der UdSSR. Die Parallelen zur Situation im Russland der Gegenwart sind dabei kaum zu übersehen; sie machen die Lektüre doppelt aufregend.
Süddeutsche Zeitung (Ulrich Rüdenauer)

"Der Anfang vom Ende" gibt den politischen Umbrüchen, Ängsten und Katastrophen des 20. Jahrhunderts ein zeitloses menschliches Antlitz. Genau das macht ihn auch heute noch aktuell.
Deutschlandfunk "Büchermarkt" (Cornelius Wüllenkemper)

Biografie – Aldanow, Mark

A
Aldanow, Mark
Mark Aldanow (1886 – 1957), geboren in Kiew als Mark Alexandrowitsch Landau, entstammte einer jüdischen Industriellenfamilie. Von Beruf Chemiker, veröffentlichte er bereits 1915 erste literarische Arbeiten. 1919 emigrierte er nach Paris, 1940, kurz vor der deutschen Besetzung, floh er in die USA, kehrte 1947 nach Frankreich zurück und lebte bis zu seinem Tod in Nizza. Aldanow arbeitete als Redakteur für russische Exilzeitschriften und schrieb in der Emigration 14 Romane, zahlreiche Erzählungen und Essays sowie ein Drama. Der vorliegende Roman erschien erstmals 1943 in New York in englischer Übersetzung und unter dem Titel "The Fifth Seal", die erste volllständige Ausgabe in russischer Sprache erschien erst 1995, nachdem Aldanow über sieben Jahrzehnte hinweg in Russland als literarische persona non grata galt. Heute zählt er neben Iwan Bunin und Wladimir Nabokov zu den wichtigsten russischen Exilschriftstellern des 20. Jahrhunderts
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