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Der neue Chef

Luhmann, Niklas (09.03.2016)
Produktinformationen "Der neue Chef"
  • Suhrkamp
  • Luhmann, Niklas
  • 978-3-518-58682-2
  • 09.03.2016
  • Hardcover
  • 120 Seiten
  • 104 x 13 x 155 (B/T/H)
  • 137
  • deutsch
  • 2
  • 7 %
  • Auseinandersetzen
  • Verstehen
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  • Optimieren
  • Buch gebunden
  • Hardcover
  • Mehr als 20.000 verkaufte Exemplare von Liebe. Eine Übung
Jede Organisation, und sei sie noch so behäbig, erfährt eine gewisse Erschütterung durch die Nachricht, dass ein neuer Chef oder eine neue Chefin ins Haus steht. Flurgespräche häufen sich, mit Wissensvorsprüngen wird gepunktet, Ungewissheit liegt in der Luft. Aber auch nach vollzogenem Wechsel gibt es Probleme, etwa wenn der, der »von oben« überwachen soll, »von unten« angelernt werden muss. Kurzum: Die Beziehung zwischen Vorgesetzten und Untergebenen ist kompliziert. Niklas Luhmann hat sie unter die soziologische Lupe genommen und zeigt, wodurch sie strapaziert wird: durch Kommunikationsschwierigkeiten und Selbstdarstellungsinteressen, Rollenfindungsprobleme und Wertvorstellungsdissonanzen. Der Schatten des Vorgängers kann lang, der Einfluss innerbetrieblicher Cliquen schwer zu durchbrechen sein. Und über allem schwebt die Frage: Wer hat die Macht? Es ist, soviel ist sicher, nicht per se der Chef – vorausgesetzt, so Luhmann, die Untergebenen beherrschen die Kunst, ihren Vorgesetzten zu lenken. »Unterwachung« ist sein Stichwort und Takt das wichtigste Mittel zum Zweck. Aber Vorsicht: Wer es darin zur Meisterschaft bringt, der wird nicht selten – der neue Chef.

Rezensionen „Der neue Chef"

»Die Texte sind allerdings von glasklarer Brillanz. Jeder Angestellte und jeder Chef wird sich in ihnen wiederfinden, ob es um die Konflikte zwischen den Cliquen des neuen und des alten Chefs geht ... oder um das Wechselspiel von Kommunikation, Kooperation und Konflikt.«
DIE ZEIT (Alexander Cammann)

»Luhmanns ebenso klare wie witzige Analysen versprechen nicht, den Lesern alle Sorgen gegenüber Chefs, Mitarbeitern und Kollegen zu nehmen. Aber er möchte sie so weit bringen, aus ihnen die richtigen Schlüsse zu ziehen.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung (Alexander Cammann)

» ... trockende wie witzige Aufsätze.«
Süddeutsche Zeitung (Johan Schloemann)

»Keine ganz leichte, aber brillante Kost!«
NZZ am Sonntag (Kathrin Meier-Rust)

»Ein guter Rat zugleich für Chef wie Nicht-Chefs.«
Neue Zürcher Zeitung (Joachim Güntner)

»Diese drei Texte sind hochaktuell«
DIE WELT (Hannah Lühmann)

»Ein gutes Gegengewicht zum Mainstream der psychologisierenden Führungsliteratur. Der leider etwas aus der Mode gekommene soziologische Blick zeigt, warum viel gut gemeinte HR in die Irre läuft – weil sie die Eigenlogik der Systeme verkennt.«
Management-Journal (Wolfgang Hanfstein)

»So rückt die kleine Schrtift auf wunderschöne Weise in den Blickpunkt, was in Organisationen erneut/ immer noch/ immer wieder ausgeblendet wird: die Gefühle«
changeX (Winfried Kretschmer)

»Auf eine sehr subtil intelligente Art und Weise macht Luhmann deutlich, was sich unterhalb der Oberfläche von Organisationen vollzieht, wenn ein neuer Chef die Bühne seiner neuen Wirkungsstätte betritt.«
Klosternachrichten (Justinus Pech)

Biografie – Luhmann, Niklas

L
Luhmann, Niklas

Niklas Luhmann wurde am 8. Dezember 1927 als Sohn eines Brauereibesitzers in Lüneburg geboren und starb am 6. November 1998 in Oerlinghausen bei Bielefeld. Im Alter von 17 Jahren wurde er als Luftwaffenhelfer eingezogen und war 1945 in amerikanischer Kriegsgefangenschaft. Von 1946 bis 1949 studierte er Rechtswissenschaften in Freiburg und absolvierte seine Referendarausbildung. 1952 begann er mit dem Aufbau seiner berühmten Zettelkästen. Von 1954 bis1962 war er Verwaltungsbeamter in Lüneburg, zunächst am Oberverwaltungsgericht Lüneburg, danach als Landtagsreferent im niedersächsischen Kultusministerium. 1960 heiratete er Ursula von Walter. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor. Seine Ehefrau verstarb 1977. Luhmann erhielt 1960/1961 ein Fortbildungs-Stipendium für die Harvard-Universität. Dort kam er in Kontakt mit Talcott Parsons und dessen strukturfunktionaler Systemtheorie. 1964 veröffentlichte er sein erstes Buch Funktionen und Folgen formaler Organisation. 1965 wird Luhmann von Helmut Schelsky als Abteilungsleiter an die Sozialforschungsstelle Dortmund geholt. 1966 wurden Funktionen und Folgen formaler Organisation sowie Recht und Automation in der öffentlichen Verwaltung als Dissertation und Habilitation an der Universität Münster angenommen. Von 1968 bis 1993 lehrte er als Professor für Soziologie an der Universität Bielefeld. 1997 erschien sein Hauptwerk, das Resultat dreißigjähriger Forschung: Die Gesellschaft der Gesellschaft.


Jürgen Kaube, geboren 1962, ist Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Für seine publizistische Arbeit wurde er 2012 mit dem Swift-Preis für Wirtschaftssatire und 2015 mit dem Ludwig-Börne-Preis ausgezeichnet.

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