Die Wüste und ihr Samen
Barón Biza, Jorge (20.08.2025)Die Wüste und ihr Samen · Barón Biza, Jorge
Roman | »Ein Meisterwerk, Kult, Vergleiche mit Joyce und Proust keine Seltenheit« Enrique Vila-Matas
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- Verlag: Suhrkamp
- Autor: Barón Biza, Jorge
- Übersetzer: Wegner, Frank
- ISBN: 978-3-518-22506-6
- Bestellnummer: BS 1506
- Veröffentlichung: 20.08.2025
- Produktform: Hardcover
- Umfang: 268 Seiten
- Maße: 144 x 28 x 220 (B/T/H)
- Gewicht: 440
- Reihe: Bibliothek Suhrkamp (1506)
- Sprache: deutsch
- Originaltitel: El desierto y su semilla
- Originalsprache: spa
- Auflage: 1
- MwSt: 7 %
- Lesemotiv: Auseinandersetzen
- Nebenlesemotive: Entspannen
- Produktart: Buch gebunden
- Produktform: Hardcover
- Moderner Klassiker, argentinisches Kultbuch, SchocklektüreErscheint in 12 Ländern
Kurz bevor er Selbstmord beging, verwandelte Jorge Barón Biza die Katastrophe im Zentrum seines Lebens in ein literarisches Meisterwerk. In Die Wüste und ihr Samen beschwört er einen radikalen Formverlust, findet einen einzigartigen Ausdruck, eine Sprache zwischen Ruin und Sehnsucht. Dieser Roman führt in eine Sphäre, in der Linien, Konturen, Grenzen keinen Halt mehr geben und vom Menschsein nichts bleibt als ein Schwindel.
Beim Unterschreiben der Scheidungspapiere schüttet der Vater der Mutter Säure ins Gesicht. Der gemeinsame Sohn ist anwesend, es ist der Sommer 1964, Argentinien steht politisch kurz vor dem Kollaps, und er beginnt zu erzählen. Von den hilflosen Versuchen der ersten Minuten, den Schaden zu begrenzen, von der seltsamen Erleichterung, als er erfährt, dass sich der Vater eine Kugel in den Kopf geschossen hat, von der Reise an der Seite der Mutter nach Mailand zu einem Spezialisten, von seiner ganz persönlichen Höllenfahrt durch Bars und Bordelle. Und eben immer, immer, immer wieder vom Gesicht der Mutter, dieser sonderbaren Masse Fleisch, die auseinander, ineinander, übereinander läuft und in den sonderbarsten Farben leuchtet.
Rezensionen „Die Wüste und ihr Samen"
»Mit seinem Roman hat [Jorge Barón Biza] ein Vermächtnis hinterlassen, dessen unheimliche und leuchtende Farben man nicht mehr vergisst.«Frankfurter Allgemeine Zeitung (Matthias Weichelt)
»Biza hinterlässt einen Roman, der eine vollendete Verständnislosigkeit über das Gefüge der Welt in ein elegantes, großes Kunstwerk sublimiert.«
Süddeutsche Zeitung Online (Matthias Weichelt)
»Jorge Barón Biza musste mitansehen, wie die Ehe seiner Eltern in einer Gewalttat endete. Aus der Tragödie machte er Weltliteratur.«
Süddeutsche Zeitung (Felix Stephan)
»[D]ie Lektüre diese[s] schonungslosen und aufwühlenden Werke[s] [ist fast ein] notwendige[r] Akt der Kühnheit.«
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (Hernán D. Caro)
»[Ein Text], in dem sich Leben und Kunst auf das Eindringlichste überlagern.«
Berliner Morgenpost (Valerie Bäuerlein)
»So zutiefst traurig dieses Buch sein mag, es ist dennoch ein beeindruckendes, sprachlich hoch konzentriertes Werk.«
Deutschlandfunk (Enno Stahl)
»Ein einzigartiger, kraftvoller Roman, der familiäre Tragödie in eine universelle Reflexion über Körper, Trauma und Identität verwandelt.«
La Stampa (Enno Stahl)
»Ein Meisterwerk der argentinischen Literatur, eine sublime Explosion, geboren aus einer unvorhersehbaren Kunst.«
El País (Enno Stahl)
»Der Roman brennt sich ins Gedächtnis ein, emotional und körperlich erschütternd und wunderschön zugleich.«
Le Monde des Livres (Enno Stahl)
»Ein radikales Wunderwerk, das vom Überleben erzählt: Jorge Barón Biza schreibt mit messerscharfer Klarheit über Schmerz, Schuld und Versöhnung.«
The New Yorker (Enno Stahl)
»Ein stilles, gewaltiges Buch, das lange nachwirkt: über eine zerstörte Familie, ein zerstörtes Land, eine zerstörte Welt.«
Página/12 (Enno Stahl)
»Berührend, brutal, mit chirurgischer Präzision schreibt Barón Biza über eine Lebenswunde, die niemals heilt.«
De Volkskrant (Enno Stahl)
»Wie literarisch eigentlich Unerträgliches erzählt werden kann, ist so ein Wunder. «
blauschwarzberlin (Maria-Christina Piwowarski)
Biografie – Barón Biza, Jorge
Jorge Barón Biza schrieb auf der Klappe seines 1998 im Selbstverlag erschienenen Buches: »1942 wurde ich geboren, ausgebildet in Gymnasien, Kneipen, Redaktionen, Irrenhäusern und Museen in Buenos Aires, Freiburg im Üechtland, Rosario, Villa María, La Falda, Montevideo, Mailand und New York. Ich las Mann, übersetzte Proust, lebte dreißig Jahre von meiner Arbeit als Korrektor, Ghostwriter, Journalist (von Psychatrieheftchen bis Zeitschriften des Hochfeuilletons) und als Kunstkritiker.« 2001 beging Barón Biza im argentinischen Córdoba Selbstmord.
Frank Wegner ist Lektor und Programmleiter für Internationale Literatur und die Bibliothek Suhrkamp im Suhrkamp Verlag und übersetzt Belletristik aus dem Englischen, Französischen und Spanischen. Zuletzt erschienen: Jorge Barón Bizas Die Wüste und ihr Samen, aus dem Spanischen von Frank Wegner, 2025; Warum Lesen. Mindestens 24 Gründe, hg. mit Katharina Raabe, 2020; Verdammter Süden. Das andere Amerika, aus dem Spanischen und Englischen übersetzt von Frank Wegner, hg. mit Carmen Pinilla, 2014.
Alan Pauls ist Autor, Kritiker und Journalist. Er war Professor für Literaturtheorie, Chefredakteur der Zeitschrift Página/30 und hat u.a. die in viele Sprachen übersetzten Romane Die Vergangenheit, Geschichte der Tränen, Geschichte der Haare sowie Geschichte des Geldes veröffentlicht. Er gilt als einer der bedeutendsten argentinischen Gegenwartsschriftsteller.
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