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Produktinformationen "Diva"
  • Klett-Cotta
  • Vinken, Barbara
  • 978-3-608-98456-9
  • 18.03.2023
  • Hardcover
  • 432 Seiten
  • 138 x 220 (B/H)
  • 588
  • deutsch
  • 2. Druckaufl., 2023
  • 7 %
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  • Buch gebunden
  • Hardcover
  • Ein neuer feministischer Blick auf die Oper

Von der Königin der Nacht bis Lulu

Raffiniert und originell sprengt die Oper jedes Genderkorsett. Wie keinem anderen Genre außer der Mode ist es der Oper gegeben, Geschlechtsrollen zu ent-naturalisieren, kunstvoll als Rollen und nicht als Natur aufscheinen zu lassen.  Ebenso pansexuell wie nicht binär, ist in der Oper alles im Fluss. Sie ist ein hochpolitisches, subversivses Genre, das die angeblich »natürlichste« aller Oppositionen zersetzt: die von Männern und Frauen.

Gerade jetzt, wo »Gender-fluidity«, »Pansexualität« und »non-binary« in aller Munde sind, ist die Oper angesagt wie lange nicht. Der Kult, der in der Oper gefeiert wird, ist ganz sicher nicht der Triumph einer patriarchalen Gesellschaft im Frauenopfer. Beherrscht wird die Bühne von souveränen Frauen, die große Liebende sind. Mit dieser Liebeskraft, der stärksten aller Kräfte, stellen sie alles in den Schatten. Durch die Stimme der Diva, in der die Liebe triumphiert, wird der patriarchale Männerbund übertönt. Weder mit dem Triumph des Männlichen, noch dem des Patriarchalischen sieht es auf der Opernbühne wirklich gut aus; fast kann man sagen, dass Männlichkeit in der Oper ein Schimpfwort ist. Travestie und Transvestie hebeln männliche Herrschaftsansprüche im Zeichen des Weiblichen und geschlechtlich Unbestimmten aus. Eine überraschend aktuelle, andere Geschichte der Moderne.

Rezensionen „Diva"

»Sie [Barbara Vinken] liest die Texte frech und genau, bohrt sich feministisch in ihnen fest, fördert Wunderliches und Verwunderndes begeisternd zutreffend zu Tage. Wer die hagiographisch harmlose Stillhalteprosa in Opernführern und Programmheften kennt und darunter leidet, wird bei diesem intellektuell brillanten, wohltuend mit Bildung gespickten und furios inspirierten Buch vor Begeisterung jubeln.« Reinhard Brembeck, Süddeutsche Zeitung, 17. April 2023
Süddeutsche Zeitung (Reinhard Brembeck)

»Frisch, raffiniert, originell erzählt die Professorin für Allgemeine Literaturwissenschaft und Romanische Philologie […] eine Operngeschichte von der ›Königin der Nacht‹ bis ›Lulu‹ und zeigt, dass die Oper schon früh eine Gegenwelt zur männerdominierten Wirklichkeit geschaffen hat.« Friederike Westerhaus, NDR Kultur à la carte, 10. April 2023
NDR Kultur à la carte (Friederike Westerhaus)

»Das Kapitel über die ›Zauberflöte‹ ist sprachlich eines der stärksten im Buch ›Diva‹. Allein die Frische, die Direktheit mit der Barbara Vinken diese schrägste und wahrscheinlich beliebteste aller Opern anpackt, macht das Buch lesenswert. […] Diese und noch viele weitere freche, fantasievolle Lesarten von Opern machen die Opernverführerin "Diva" von Barbara Vinken zu einem unterhaltsamen, drallen Buch« Sylvia Schreiber, BR Klassik, 22. März 2023
BR Klassik (Sylvia Schreiber)

»Ein inspirierender Band, mit dessen Hilfe es sich lohnt, Klassiker an den Opernhäusern neu zu betrachten.« Ansgar Skoda, der Freitag, 07. Januar 2024
der Freitag (Ansgar Skoda)

»Das ist tatsächlich eines der elegantesten geschriebenen, bestgeschriebenen Bücher, die ich seit langem gelesen habe.“ Gert Scobel, 3Sat, 27. April 2023
3sat Kulturzeit (Gert Scobel)

Barbara Vinkens Buch »Diva – eine etwas andere Opernverführerin«, versteht sich als feministisches Opernbuch und die Gattung Oper selbst als ein Labor für die Auslotung für Geschlechterfragen. […] In der Summe überaus anregende[s] und inspirierende[s] Buch[]. Regina Müller, MDR Opernmagazin, 18. März 2023
mdr (Regine Müller)

Biografie – Vinken, Barbara

V
Vinken, Barbara

Barbara Vinken ist Professorin für Allgemeine  Literaturwissenschaft und Romanische Philologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und unterrichtete zuletzt in New York, Paris und Chicago. Sie schreibt für »DIE ZEIT«, »NZZ« und »CICERO« und ist häufig im Fernsehen zu Gast. 2013 wurde ihr Buch »Angezogen« für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert.

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