Ein Sommer in Niendorf
 (14.06.2022)

22,00 €*

Produktnummer: 9783498002923
Verlag: Rowohlt
Author: Strunk, Heinz
ISBN: 978-3-498-00292-3
Erscheinungsdatum: 14.06.2022
Produktinformationen "Ein Sommer in Niendorf"
  • Rowohlt
  • Strunk, Heinz
  • 978-3-498-00292-3
  • 14.06.2022
  • 133 x 24 x 209 (B/T/H)
  • 357
  • mit Schutzumschlag
  • deutsch
  • 2. Auflage
  • 240 Seiten
  • 7 %

  • "Mir stand beim Lesen oft der Mund offen, und jetzt, wo ich fertig bin, steht er mir immer noch offen. Das ist wie ein Mythos der Alten Griechen, in die Moderne gebeamt (und nach Niendorf)." Ulrich Matthes

    Das neue Buch von Heinz Strunk erzählt eine Art norddeutsches «Tod in Venedig», nur sind die Verlockungen weniger feiner Art als seinerzeit beim Kollegen aus Lübeck. Ein bürgerlicher Held, ein Jurist und Schriftsteller namens Roth, begibt sich für eine längere Auszeit nach Niendorf: Er will ein wichtiges Buch schreiben, eine Abrechnung mit seiner Familie. Am mit Bedacht gewählten Ort – im kleinbürgerlichen Ostseebad wird er seinesgleichen nicht so leicht über den Weg laufen – gerät er aber bald in die Fänge eines trotz seiner penetranten Banalität dämonischen Geists: ein Strandkorbverleiher, der Mann ist außerdem Besitzer des örtlichen Spirituosengeschäfts. Aus Befremden und Belästigtsein wird nach und nach Zufallsgemeinschaft und irgendwann Notwendigkeit. Als Dritte stößt die Freundin des Schnapshändlers hinzu, in jeder Hinsicht eine Nicht-Traumfrau – eigentlich. Und am Ende dieser Sommergeschichte ist Roth seiner alten Welt komplett abhandengekommen, ist er ein ganz anderer …


    Biographie - Strunk, Heinz

    Der Schriftsteller, Musiker und Schauspieler Heinz Strunk wurde 1962 in Hamburg geboren. Seit seinem ersten Roman «Fleisch ist mein Gemüse» hat er elf weitere Bücher veröffentlicht. «Der goldene Handschuh» stand monatelang auf der Bestsellerliste; die Verfilmung durch Fatih Akin lief im Wettbewerb der Berlinale. 2016 wurde der Autor mit dem Wilhelm-Raabe-Preis geehrt. Sein Roman «Es ist immer so schön mit dir» war für den Deutschen Buchpreis 2021 nominiert.


    Rezensionen "Ein Sommer in Niendorf"

    Strunk lässt seine Figur auf Art des Hauses vor sich selbst kapitulieren. Das ist ebenso erschütternd wie komisch ... Selten hat er so pointiert erzählt.
    Hamburger Abendblatt (Thomas Andre)

    Dieser Zauberberg liegt am flachen Strand der Ostsee: Heinz Strunks Roman "Ein Sommer in Niendorf" wagt sich ans Vorbild Thomas Mann - und gewinnt.
    Frankfurter Allgemeine Zeitung (Edo Reents)

    Seine Kunst besteht darin, die verkommensten und trostlosesten Milieus realistisch nachzuzeichnen, ohne sich über sie zu erheben oder sie zu parodieren... Die Pointe liegt darin, dass das, was äußerlich den Eindruck einer sozialen Abstiegsgeschichte
    macht, nicht zur Katastrophe, sondern zur Befreiung führt.

    Süddeutsche Zeitung (Erika Thomalla)

    "Tragödie einer Entwürdigung" hat Thomas Mann seinen "Tod in Venedig" genannt, als Schopenhauer- und Nietzsche-Kenner wohl wissend, dass tief drinnen im Menschen ein Drang nach Selbstaufgabe rumort und täglich in Schach gehalten werden will. In Strunks grandios düsterer, todesnaher Sommergeschichte findet diese Tragödie zwar ein anderes Ende, dennoch alles andere als ein glückliches.
    Welt am Sonntag (Richard Kämmerlings)

    Empathie oder gar Mitleid mit Roth, dem Helden, will beim Leser nicht so recht aufkommen .... Das spricht aber nicht unbedingt gegen diesen Roman, der eine ganz eigene, großartige Dynamik entwickelt und der von einem großen Sinn für das Groteske und Komische lebt. Am Ende hält Strunk eine wirklich überraschende - und sogar recht versöhnliche - Pointe bereit.
    SWR 2 "Lesenswert" (Anja Höfer)

    Strunk ist ein zugleich komischer und berührender Roman geglückt.
    Radio Bremen Zwei (Tobias Wenzel)

    Sein Humor ist oft brachial, aber Strunk ist dennoch mehr als ein Spaßmacher auf Kosten anderer. Denn – und das macht seine Bücher so besonders – immer schimmert bei ihm in der bilderreichen Beschreibung des Schadhaften auch etwas Liebevolles durch. Als wolle er dem Leser zuraunen: Du bist nicht allein. Sind wir nicht alle irgendwie baufällig?
    Stern (Kester Schlenz)

    Heinz Strunk hat mit seinem neuen Roman eine Erzählung voller Überraschungen geschaffen. ...Wer einmal zu lesen begonnen hat, kann das Buch nur noch schwer weglegen.
    Hannoversche Allgemeine Zeitung (Thea Schmidt)

    Fans der Prosa des mit dem Wilhelm-Raabe-Literaturpreis 2016 (für „Der goldene Handschuh“) und der Goldenen Kamera 2018 (für „Jürgen – heute wird gelebt“) ausgezeichneten Allround-Künstlers dürften zufrieden sein.
    Hamburger Morgenpost (Ulrike Cordes)

    Die Sehnsucht nach Glück oder einem Leben mit weniger Ballast - bei Strunk wirken die großen Fragen leichter als bei anderen Autoren. Nicht etwa, weil Strunk oberflächlich wäre, sondern weil er das Existenzielle durch Komik auffängt.
    NDR Kultur "Neue Bücher" (Tobias Wenzel)

    Ab damit ins Urlaubsgepäck!
    Profil (Wolfgang Paterno)

    Der Alleskönner Heinz Strunk schält seit Jahren die Komik aus der Tragik heraus. In seinem neuen Roman aber scheint ganz am Ende ein Gefühl auf, das neu ist im Strunk-Kosmos: Glück.
    Der Spiegel (Tobias Becker)

    Mit "Ein Sommer in Niendorf" legt er seinen neunten und sehr gelungenen Roman vor ... Am Ende ist diese düstere Sommertragödie wieder einmal die Geschichte eines Scheiterns, eines persönlichen Scheiterns, das für den Protagonisten eine Rettung bedeutet. So positiv, ja milde, war Strunk selten.
    Die Welt (Britta Schmeis)

    Hauptlesemotive: Leichtlesen
    Nebenlesemotive: Entspannen
    Produktart: Buch gebunden
    Produktform: Hardcover

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