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Jenseits der Staatsräson

Eder, Jacob (04.05.2026)
Produktinformationen "Jenseits der Staatsräson"
  • Droemer
  • Eder, Jacob
  • 978-3-426-21767-2
  • 04.05.2026
  • Hardcover
  • 304 Seiten
  • 132 x 29 x 210 (B/T/H)
  • 379
  • deutsch
  • 1. Auflage
  • 7 %
  • Auseinandersetzen
  • Buch gebunden
  • Hardcover

Über acht Jahrzehnte nach Kriegsende: Aufruf für eine neue Erinnerungskultur

  • KAUFIMPULS: »Ich möchte informiert über Antisemitismus und Israel mitdiskutieren.«

Wie der »Holocaust-Erinnerungsweltmeister« im Kampf gegen Antisemitismus versagt

Nach den Terroranschlägen der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 trat in Deutschland an vielen Stellen Antisemitismus in Wort und Tat offen zutage. Das schockierte, und doch war es wenig überraschend. Denn seit Jahren nehmen antisemitische Einstellungen zu, während zugleich das Wissen über die Zeit des Nationalsozialismus und den Holocaust abnimmt.

Wie konnte es so weit kommen? Deutschland, so der Historiker und Experte für Erinnerungs-Kulturen Jacob Eder, hat es sich in seiner Rolle als »Holocaust-Erinnerungsweltmeister« viel zu bequem gemacht. Dabei wurde ignoriert, wie sich die Gesellschaft mit dem größeren individuellen biografischen Abstand zum Holocaust in den letzten Jahren demografisch und kulturell verändert hat. Zwar ist die Erinnerung an den Holocaust institutionell fest verankert. Aber Gedenktage allein helfen nicht gegen Geschichtsvergessenheit und Revisionismus.

Jacob Eders These: Nur wenn die deutsche Erinnerungspolitik sich von den starren Ritualen verabschiedet und anerkennt, dass Debatten über Antisemitismus auch im internationalen Kontext geführt werden müssen, kann das Land der Verpflichtung des »Nie wieder« auch in Zukunft gerecht werden.

Rezensionen „Jenseits der Staatsräson"

"Klug seziert der Autor die gegenwärtigen deutschen Auseinandersetzungen"
Süddeutsche Zeitung (René Schlott)

"Ein wichtiges Buch zur Krise des deutschen 'Nie wieder'."
tachles (CH) (René Schlott)

Biografie – Eder, Jacob

E
Eder, Jacob

Prof. Dr. Jacob Eder ist Zeithistoriker und lehrt Geschichte an der Barenboim-Said Akademie in Berlin. Er wurde mit einer mehrfach ausgezeichneten Arbeit über das Verhältnis von bundesrepublikanischer und US-amerikanischer Holocaust-Erinnerung an der University of Pennsylvania promoviert, die 2020 unter dem Titel »Holocaust-Angst« in Deutschland erschien.

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