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Jenseits von Kohle und Stahl

Raphael, Lutz (17.02.2021)
Produktinformationen "Jenseits von Kohle und Stahl"

In den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde Westeuropa von einem beispiellosen Strukturwandel erfasst: Die Fabriken der alten Industrien verschwanden und vormals boomende Städte gerieten in die Krise. Was aber ist aus dem stolzen Industriebürger geworden? Welche Ideen und Ideologien begleiteten den Wandel? Am Beispiel der Industriearbeit in Großbritannien, Frankreich und der Bundesrepublik erzählt Lutz Raphael die außerordentlich vielschichtige und spannende Geschichte der westeuropäischen Deindustrialisierung, die bis heute fortwirkt – als Vorgeschichte unserer postindustriellen Gegenwart. Dieses vieldiskutierte Buch hilft, sie zu verstehen.

Biografie – Raphael, Lutz

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Raphael, Lutz

Lutz Raphael, geboren 1955, ist Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Trier, Gastprofessuren führten ihn u. a. nach Oxford und Paris. Er ist Mitglied sowohl der Mainzer Akademie der Wissenschaft und Literatur als auch der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. 2013 erhielt er den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Rezensionen „Jenseits von Kohle und Stahl"

»Die Spuren der Arbeiterkämpfe in den 1970er und 1980er Jahren führten schließlich direkt zu den politischen Protestbewegungen und rechtspopulistischen Mobilisierungen im Westeuropa von heute, bekundet Raphael die Relevanz seines Themas. Nicht zuletzt diese Tatsache macht seine historische Studie auch für den Spätkapitalismus so relevant.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung (Jenny Hestermann)

»Raphael ... beschreibt diese Geschichte mit großer Überzeugungskraft und beweist so, dass der Job des Historikers nicht allein darin besteht, in der Vergangenheit Vorboten dessen zu entdecken, was später passiert, sondern ebenso auf Entwicklungen zu verweisen, die nicht fortgeführt werden – verlassene Gleise zu betrachten.«
DER SPIEGEL (Nils Minkmar)

»Raphael selbst gibt eine Übung in Nüchternheit vor, die zeitdiagnostische Klingeltöne (›Neoliberalismus‹) erfreulich leise hält ... Gäbe es noch eine intellektuell wache Sozialdemokratie, dies müsste ihr Buch sein.«
Süddeutsche Zeitung (Gustav Seibt)

»Raphael hat, gestützt auf einen ganzen Forschungsapparat, einen interessanten, fantasievollen Forschungsansatz verfolgt: Er hat nicht bloß, wie für Sozialhistoriker üblich, Datenbanken ausgewertet ... er hat sich an Nah- und Fernsichten versucht, indem er einzelne Lebensläufe ebenso darstellte wie die Entwicklungen in Ländern, beispielhaften Regionen oder sogar einzelnen Unternehmen ... «
Der Tagesspiegel (Werner von Bebber)

»Sein Buch ist eine Gesellschaftsgeschichte der Industriearbeit – packend, kenntnisreich, klug.«
DIE ZEIT (Werner von Bebber)

»Raphael trägt Fakten und Zahlen zusammen. Er liefert Einblicke in die Lebensrealität der Betroffenen. Und er verbindet den Niedergang der Arbeiterkultur mit neuen politischen Kräfteverhältnissen.«
Neue Zürcher Zeitung (Werner von Bebber)

»Methodisch und theoretisch hellwach und überaus transparent führt der Historiker durch drei Jahrzehnte westeuropäischer Gesellschaftsgeschichte.«
SWR (Roman Kaiser-Mühlecker)

»Überzeugende Darstellungen.«
ak - analyse & kritik (Nelli Tugel)

»...ungeheuer lesenswert.«
Zeitschrift Marxistische Ernennung (Janis Ehling)

»Souverän verarbeitet [Lutz Raphael] Erkenntnisse vieler Wissenschaften mit einer Materialfülle als Untergrund zu Lesbarkeit mit Aha-Effekt.«
Geographische Rundschau (Henning Aubel)

Weitere Ausgaben:
Hauptlesemotive: Verstehen
Nebenlesemotive: Auseinandersetzen
Produktart: Taschenbuch
Produktform: Taschenbuch

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