Michaela Kohlhaas
Geißler, Heike (19.05.2026)Michaela Kohlhaas · Geißler, Heike
Roman | Eine tollkühne Überschreibung der berühmten Novelle von Heinrich von Kleist
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- Verlag: Suhrkamp
- Autor: Geißler, Heike
- ISBN: 978-3-518-43280-8
- Veröffentlichung: 19.05.2026
- Produktform: Hardcover
- Umfang: 253 Seiten
- Maße: 130 x 26 x 210 (B/T/H)
- Gewicht: 382
- Sprache: deutsch
- Auflage: 2
- MwSt: 7 %
- Lesemotiv: Auseinandersetzen
- Nebenlesemotive: Entspannen
- Produktart: Buch gebunden
- Produktform: Hardcover
»Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder.« So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem Unrecht blutige Vergeltung übt. Sein Rachefeldzug ist noch zweihundert Jahre später Vorbild und Handlungsanweisung für Michaela Kohlhaas, eine stellvertretende Friedhofsverwalterin. Befeuert von erfahrener Willkür und Ohnmacht, wird sie zur Aufsässigen. Doch wo Michael Kohlhaas mordet und brandschatzt, agiert sie vorrangig mit Worten: mit Zuspitzung, Übertreibung, Sabotage und Show. Einer vermeintlichen Hexe gleich, zieht sie fluchend und Verwünschungen aussprechend durchs Land. Und muss feststellen: Es ist von Nachteil, eine Frau zu sein. Es ist von Nachteil, sich zu wehren. Doch selbst wenn alle Welt sie für wahnsinnig erklärt – sie geht »mit wehenden Fahnen« ihrem Ende entgegen, auf ein gutes Ende hoffend, und doch ahnend: Ein solches Ende wird es vielleicht nicht geben.
Heike Geißlers Michaela Kohlhaas ist eine tollkühne Überschreibung der berühmten Novelle von Heinrich von Kleist. Ihre Michaela ist eine Schimpfende, eine Stinkende, eine Zärtliche. Eine große Liebende, die nicht bloß Verbesserung will – sie verlangt Wiedergutmachung und Sühne. Und eine gänzlich andere Einrichtung der Welt.
Rezensionen „Michaela Kohlhaas"
»Das ist nicht nur als Gegenfolie zu Kleists Novelle, sondern als Gegenwartsdiagnose hochinteressant und lesenswer.«WELT AM SONNTAG (Jakob Hayner)
»... Heike Geißler schreibt die rasanteste, lebendigste Widerstandsprosa der deutschen Gegenwartsliteratur.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung (Steffen Martus)
»›Michaela Kohlhaas‹ ist großes Theater. Eine Revolution in Gedanken, der die Sprache auf sanften Füßen folgt. Man muss diesen Roman lesen, nicht nur weil er eine aberwitzige Geschichte hat, sondern weil seine Sätze der Hauptfigur überaus zart auf den Leib gestickt sind.«
Neue Zürcher Zeitung (Paul Jandl)
»Geißlers eigene Wortgewandtheit, ihr Sinn für starke Bilder, ihre klare Sicht auf unlösbares Übel tun sich damit zusammen zu einem Stück großer Literatur.«
Frankfurter Rundschau (Judith von Sternburg)
»Geißlers Sprache lebt in ihrer Direktheit von Wortwitz sowie dialektischer Spannung ... [Ein] großartiger Roman ...«
wochentaz (Nina Mueller)
»Ein radikales Buchgegen jeden Anpassungsdruck.«
Schweiz am Wochenende (Hansruedi Kugler)
»Es sind Sprachbilder voller Kraft und Witz, die Heike Geißlers Ich-Erzählerin schreibt und Michaela Kohlhaas denkt. Und [es geht um] nichts weniger als sprachliche Befreiungsschläge, weil hier die Welt aus neuen und überraschenden Blickwinkeln betrachtet wird.«
ORF (Wolfgang Popp)
»[Ein] faszinierendes Buch ...«
Hamburger Abendblatt (Wolfgang Popp)
»Der Roman der deutschen Autorin ist großartig, weil Geißler kein konkretes Unrecht benennt, das Michaela Kohlhaas angetan worden ist.«
Kleine Zeitung (Martin Gasser)
»Der Roman ist das Aufflackern einer Figur, die sich dem bedingungslosen Protest verschrieben hat, und ein Plädoyer dafür, dass wir die Welt nicht so hinnehmen müssen, wie sie ist.«
Hamburger Morgenpost (Martin Gasser)
»In einer ihrer Dichte und Schlüssigkeit wegen schönen Sprache wandelt Heike Geißler den Stoff zu einer auch skurrilen Performance. Das Schicksal der Kohlhaas ist folgerichtig und dabei unwahrscheinlich, beklemmend und zugleich belebend.«
Leipziger Volkszeitug (Janina Fleischer)
»Geschrieben [ist das Buch] in einem souveränen Duktus... [Insgesamt ergibt sich] eine flirrend oszillierende Spannung zwischen Pathos und Alltag, die überhaupt erst den eigentümlichen Charakter des Kohlhaas'schen Widerstands orchestriert.«
Deutschlandfunk (Enno Stahl)
»Eine Revitalisierung des Kleist-Klassikers für unsere heutige Zeit!«
NDR (Enno Stahl)
»Ein sowohl sprachlich als auch inhaltlich lohnendes Gedankenexperiment.«
Kleine Zeitung (Enno Stahl)
»Poetisch und aus einer Distanz heraus gestaltet Heike Geißler mit ironisch-bildhaften Vergleichen und beißendem Humor diese Überschreibung von Heinrich von Kleists Novelle ...«
Buchkultur (Sieglinde Wöhrer)
»Auch bei heutiger Wiederlektüre beeindruckt die flirrende Sprache, die auch dann konkrete Bilder evoziert, wenn nicht so ganz klar ist, was eigentlich geschildert wird.«
Buchkultur (Martin Thomas Pesl)
»Das Ergebnis ist ein Roman, der sich nicht als brav feministische Umschreibung versteht, sondern als tollkühne Neuaneignung eines Mythos - sprachlich eigenwillig, politisch pointiert, komisch und beklemmend zugleich.«
Nextgengamersnet (Martin Thomas Pesl)
»Nicht nur das Portrait einer Frau, sondern auch der Zeit und der Gesellschaft, in der sie lebt.«
literaturportal-bayern.de (Martin Thomas Pesl)
Biografie – Geißler, Heike
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