Niemals eine Atempause
Sartorius, Joachim (06.11.2014)Niemals eine Atempause · Sartorius, Joachim
Handbuch der politischen Poesie im 20. Jahrhundert
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- Verlag: Kiepenheuer & Witsch
- Autor: Sartorius, Joachim
- ISBN: 978-3-462-04691-5
- Veröffentlichung: 06.11.2014
- Produktform: Taschenbuch
- Umfang: 348 Seiten
- Maße: 165 x 243 (B/H)
- Gewicht: 595
- Sprache: deutsch
- Auflage: 1. Auflage
- MwSt: 7 %
- Lesemotiv: Auseinandersetzen
- Produktart: Taschenbuch
- Produktform: Taschenbuch
Eine Weltkarte der Katastrophen und Aufbrüche des 20. Jahrhunderts – und der Antworten, die die Lyriker darauf gaben
- »Pflicht des Dichters ist außer Schreiben ein besonderes, schmerzhaftes Verhältnis zur Welt. Ich denke, dass das auslaufende 20. Jahrhundert eines der schlechtesten in der Geschichte war. Feuer und Rauch des totalen Krieges weißer Menschen schweben über unserem Planeten. Dichtung, wenn sie diesen Namen verdient, sollte eine Schule für Güte, Sühne, Reue und Vergebung sein. Sich über jedes Leid wie ein barmherziger Samariter erbarmen.« Zbigniew HerbertVom Herausgeber des epochalen »Atlas der neuen Poesie«
Dies ist ein von Lyrikern verfasstes Geschichtsbuch des 20. Jahrhunderts. Vergesst nicht den Ersten Weltkrieg, sagen sie uns, die Revolutionen, die Internationalen Brigaden im Spanischen Bürgerkrieg, das Elend von Flucht und Vertreibung, die Befreiungskämpfe in den Kolonien, die kubanische Revolution – das sagen sie uns in ihrer eigenen unverwechselbaren Sprache.Mit seinem »Handbuch der politischen Poesie« entwirft Joachim Sartorius eine Weltkarte der Katastrophen und Aufbrüche, die das vergangene Jahrhundert prägten – vom armenischen Genozid bis zum Vietnamkrieg, von der Belagerung Sarajewos bis zur grünen Utopie. Er präsentiert über 100 Lyriker und Lyrikerinnen aus 50 Ländern. Seine Auswahl ist subjektiv und doch vorherbestimmt von den großen Zäsuren der Geschichte.Gerade in dem von extremen Ideologien heimgesuchten 20. Jahrhundert war das Verhältnis von Politik und Poesie besonders prekär. Es gab Dichter, die Mitläufer waren oder Partei für das Schlimmste ergriffen. In einer »Schreckenskammer« am Ende des Buches versammelt der Herausgeber Gedichte von Despoten und schlechte politische Gedichte. Die Dichter aber, um die es ihm geht, sind unbestechlich und können, besser als andere, die Umbrüche der Geschichte nachzeichnen. Ihre Gedichte stehen im denkbar größten Gegensatz zur Macht.Als Herausgeber führt Joachim Sartorius mit einem ausführlichen Vorwort in diese Sammlung ein und stellt jedem einem politischen Ereignis gewidmeten Kapitel einen Text voran.
Rezensionen „Niemals eine Atempause"
»Mit seinem »Handbuch der politischen Poesie« hat Joachim Sartorius eine Weltkarte aus Gedichten erstellt, die von den Aufbrüchen und Katastrophen erzählen, die unser Leben [...] prägen.«WDR 5 Scala
»[...] es lohnt sich [...] den poetischen Tastbewegungen der Geschichte zu folgen, [...] weil [...] die Geschichte des 20. Jahrhunderts in vielen kleinen Splittern spürbar wird und ihre Klangfächer entfaltet.«
Süddeutsche Zeitung
»[...] eine Literaturgeschichte eigener Art [...], die zwei Qualitäten miteinander verbindet [...]: eine Hinführung zur Poesie, die für jeden verständlich und anregend ist, und ein ambitioniertes lyrisches Programm.«
Der Spiegel
»[...] der Band Niemals eine Atempause zeigt [...]: Politische Poesie kann viel, wo sie im Bachmannschen Sinne zwingend ist.«
FAZ
»Lyrischer Sand im großen Getriebe, hier in einer imponierenden Auswahl zu entdecken.«
Der Freitag
»Sartorius [...] garantiert höchste Qualität: exzellent seine Einführungen zu den Ereignissen und den Dichtern, treffsicher die Werkauswahl.«
Kölnische Rundschau
»Dass Sartorius [...] eine aufregende Anthologie gelungen ist, verdankt sich seiner Entscheidung, [...] die Katastrophen des Jahrhunderts in ihre internationalen Kontexte zu rücken.«
Der Tagesspiegel
»[...] diese Anthologie [...] ist großartig und gehört als stete Lese-Quelle in jede Bibliothek, privat und öffentlich.«
wolfgangschiffer.wordpress.com
» Niemals eine Atempause ist eine großartige Anthologie. Man findet in ihr genug, das einen ein wenig gegen die Politik und die Geschichte immunisiert.«
Die Welt
Biografie – Sartorius, Joachim
Joachim Sartorius, geboren 1946 in Fürth, wuchs in Tunis auf und lebt heute in Berlin und Syrakus. Er ist Lyriker und Übersetzer amerikanischer Dichtung, insbesondere von John Ashbery und Wallace Stevens. Er veröffentlichte neun Gedichtbände, zuletzt »Wohin mit den Augen«, zahlreiche Bücher, die in Zusammenarbeit mit bildenden Künstlern entstanden sind, und die Reiseerzählungen »Die Prinzeninseln« (2009), »Mein Zypern« (2013), »Städte des Ostens« (2015) und »Die Versuchung von Syrakus« (2024). Er ist Herausgeber der Werkausgaben von Malcolm Lowry und William Carlos Williams sowie der Anthologien »Atlas der neuen Poesie« (1995), »Minima Poetica« (1999), »Alexandria Fata Morgana« (2001) und »Niemals eine Atempause. Handbuch der politischen Poesie im 20. Jahrhundert« (2014). Er ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.
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