Oh, ihr Menschenbrüder
Cohen, Albert (08.05.2024)19,00 €
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Produktnummer:
9783862591886
Verlag: ça-ira-Verlag
Autor: Cohen, Albert
ISBN: 978-3-86259-188-6
Veröffentlichung: 08.05.2024
Verlag: ça-ira-Verlag
Autor: Cohen, Albert
ISBN: 978-3-86259-188-6
Veröffentlichung: 08.05.2024
Produktinformationen "Oh, ihr Menschenbrüder"
- Verlag: ça-ira-Verlag
- Autor: Cohen, Albert
- Übersetzer: Meyer, Ahlrich
- ISBN: 978-3-86259-188-6
- Veröffentlichung: 08.05.2024
- Produktform: Hardcover
- Umfang: 124 Seiten
- Maße: 125 x 208 (B/H)
- Gewicht: 210
- Sprache: deutsch
- Auflage: 1
- MwSt: 7 %
Biografie – Cohen, Albert
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Albert Cohen (1895 – 1981) war Schriftsteller und Diplomat mit schweizerischem Pass. Geboren in Korfu, zog er 1900 mit seiner jüdischen Familie nach Marseille, wo er aufwuchs. Von 1915 bis 1919 studierte er in Genf Jura. Cohen engagierte sich in der zionistischen Bewegung und arbeitete während der Zeit des NS für die Jewish Agency in London. Als juristischer Berater des Intergouvernementalen Komitees für Flüchtlinge arbeitete er die Internationale Vereinbarung zum Schutz von Flüchtlingen von 1946 aus, die in die Genfer Flüchtlingskonvention einging. Cohen, in dessen Romanen die für Juden überlebenswichtige Frage der Pässe stets eine große Rolle spielt, bezeichnete dieses 32-seitige Vertragsdokument später als sein »schönstes Buch«. In den 1950er Jahren lehnte er weitere politische Ämter ab, um sich wieder der Literatur widmen zu können.
Cohen zählt zu den großen französischen Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Solal erschien 1930; der Roman Belle du Seigneur (1968), der mit dem Grand prix du roman de l’Académie française ausgezeichnet wurde, gehört längst zur Weltliteratur. Ô vous, frères humains erschien erstmals 1972 und wurde bislang nicht in deutscher Sprache veröffentlicht.
Rezensionen „Oh, ihr Menschenbrüder"
»Ich halte Cohens Buch für eines der wichtigsten politischen Werke des zwanzigsten Jahrhunderts.« / Rénald Luzier (»Luz«), Zeichner von Mohammedkarikaturen bei Charlie Hebdo und Überlebender des Terroranschlags auf die Redaktion 2015»In Deutschland kennt man ihn kaum, in der frankophonen Welt wird er verehrt. Cohens Sprache ist dem deutschen Publikum, welches die Kargheit und die Phantasielosigkeit als authentisch verehrt, anscheinend zu opulent und barock. Ahlrich Meyers werkgetreue Übersetzung trifft den fremden Ton Cohens und lädt dazu ein, sich dem Rhythmus der Klage zu überlassen, die statt Nächstenliebe die Einsicht fordert, dass Juden wie Antisemiten Todgeweihte sind.« / Tjark Kunstreich, jungle world
»Der Zehnjährige muss erfahren, wie die Sprache im Angesicht der Gewalt ohnmächtig bleibt. Was nicht für die gewalttätige Sprache gilt: etwa für die ›mörderische Inschrift‹, die das Kind lehrt, dass das Urteil über es schon gefällt ist. Der alternde Schriftsteller weiß, was aus dem Menetekel an den Wänden von Marseille geworden ist: Der ›alte Tötungswunsch‹ hat sich im Unmaß verwirklicht. Und so macht Cohen sich keine Illusionen, sein Schreiben könnte dem etwas anhaben. Wozu dann dieses Buch? Es ist sein Testament: Totenklage, Anklage, und Appell zugleich. Mit ihm tritt Cohen den Beweis an, dass die Ohnmacht der Sprache nicht das letzte Wort hat. Indem sein Schreiben unterschiedliche sprachliche Register zieht, erzählt, ironisiert, appelliert, anklagt, reflektiert, vor allem aber: durch all das hindurch erinnert, erweist es seine ›schwache messianische Kraft‹.« / Sebastian Tränkle, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Es ist wunderbar, dass dieser Text erschienen ist. Und es ist auch wunderbar, dass Albert Cohens assoziationsreiches, fluides Französisch adäquat ins Deutsche übersetzt worden ist.« / Marko Martin, Deutschlandfunk Kultur
»Wiewohl gleich mehrere von Cohens bekanntesten Werken bereits seit Längerem auf Deutsch vorliegen (wie z.B. Die Schöne des Herrn oder Das Buch meiner Mutter), ereilte sie schon früh der Ruf der Unübersetzbarkeit. Begründen mag man dies mit Cohens schier unerschöpflichem Sprachrepertoire, das dem Schriftsteller und Proust-Übersetzer Michael Kleeberg zufolge von ›Elegie‹ bis ›Kracher‹ reicht. In Ô vous, frères humains ist der sprachliche Radius jedoch enger gesetzt. Hier erklingt eine an die hebräische Bibel erinnernde Klagemelodie, die in immer neuen Variationen durch den gesamten Text mäandert. Virtuos gelingt es Ahlrich Meyer, diese auch für französische Ohren gewöhnungsbedürftigen Töne für das deutsche Lesepublikum zu rearrangieren.« / Melanie Koch-Fröhlich, Literaturportal der Universität Landau
| Hauptlesemotive: | Auseinandersetzen |
|---|---|
| Produktart: | Buch gebunden |
| Produktform: | Hardcover |
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