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Schattennummer

Pynchon, Thomas (14.10.2025)
Produktinformationen "Schattennummer"
  • Rowohlt
  • Pynchon, Thomas
  • Stingl, Nikolaus & Gunsteren, Dirk van
  • 978-3-498-00822-2
  • 14.10.2025
  • 400 Seiten
  • 151 x 34 x 220 (B/T/H)
  • 540
  • deutsch
  • Shadow Ticket
  • englisch
  • 4. Auflage
  • 7 %
  • Entspannen
  • Buch gebunden
  • Hardcover
  • Lindy Hop und Prohibition, Kommunisten und Nazis, die USA und Europa in den 1930ern: ein genialer, abenteuerlicher Roman über eine Welt im Umbruch

Milwaukee, 1932: Amerika steckt in der Großen Depression, die Aufhebung der Prohibition steht kurz bevor, Al Capone sitzt im Knast. Hicks McTaggart, Privatdetektiv, nimmt einen Routinejob an: Er soll die ausgebüxte Erbin eines Käse-Fabrikanten ausfindig machen und nach Hause bringen. Doch unversehens findet er sich auf einem Ozeandampfer wieder und landet schließlich fern jedem Seehafen in Ungarn, wo eine Sprache wie von einem anderen Stern gesprochen wird und es genug Backwaren gibt, um einen Detektiv bis ans Lebensende zu versorgen, aber jede Spur von der flüchtigen Erbin fehlt. Als Hicks sie endlich gefunden hat, steckt er bis zum Hals in Verwicklungen mit Nazis, sowjetischen Agenten, britischen Gegenspionen, Swing-Musikern und Liebhabern paranormaler Praktiken. Der einzige Hoffnungsschimmer am Horizont: Es kündigt sich die große Zeit der Big Bands an, und zufällig ist Hicks ein ziemlich guter Tänzer. Ob das ausreicht, um im Lindy-Hop-Schritt nach Milwaukee und in die normale Welt zurückzukehren, die es vielleicht gar nicht mehr gibt, steht auf einem anderen Blatt.

Rezensionen „Schattennummer"

Ein berührendes und beunruhigendes Buch über fragile Familienbeziehungen und die verblendende Kraft der Erinnerung.
Buchkultur

Der Historiker Sven Beckert untersucht die Genese und Entwicklung des Kapitalismus, und zwar, das ist das Besondere: weltweit. (Sandra Richter, Auswahl «Die Besten der Besten»)
Süddeutsche Zeitung

Das ist die Kunst des Thomas Pynchon: Er beschwört Bilder so schnell vor dem inneren Auge der Leser herauf, und dann das nächste, und dann das nächste, eh sie auch nur Stopp rufen können. Jeder Satz eine Punktlandung, jedes Adjektiv und auch erfundenes Wort ein klingender Treffer.
Berliner Zeitung (Sylvia Staude)

Der geheimnisvolle US-Autor erzählt in seinem hochkomischen, überraschend gefühlvollen Roman von einer Welt, in der Humor und Schrecken, Chaos und Groteske sich die Hand geben.
Deutschlandfunk Kultur "Lesart" (Jan Wilm)

"Schattennummer" ist leichter, seiltänzerischer – der perfekte Einstieg in ein Werk voll Wunder, Komik und Schrecken.
Deutschlandfunk Kultur "Lesart" (Jan Wilm)

Was Thomas Pynchon hier als Alterswerk vorlegt, ist auch ein Kaninchenbau: ein möglicher Eingang, von dem aus man sich in seinem Werk verlieren kann.
taz (Dirk Knipphals)

Mit "Schattennummer" legt der 88-jährige Postmoderne-Pionier Thomas Pynchon noch einmal eine kesse Sohle aufs Parkett.
Falter (Sebastian Fasthuber)

In "Schattennummer" ist alles da, was Pynchons Ästhetik ausmacht: der lässige Ton, die detailreiche Beschwörung von Zeit und Ort, der Hauch von Elegie, der lässige Witz.
republik.ch (Jan Wilm)

Niemand kann auf dem Reflexions-, Erzähl- und Sprachniveau von der Einfachheit dieser hochkomplexen Welt erzählen wie dieser Autor. Mit seiner historisch kostümierten Reise zum Glück des punktgenauen Verschwindens und Erscheinens erfasst Pynchon meisterlich die Signatur unserer Gegenwart.
Deutschlandfunk "Büchermarkt" (Christian Metz)

Pynchon ist ein unübertroffener Meister darin, das Banale mit kulturkritischem Potenzial aufzuladen und zugleich in karnevalesken Albernheiten wieder allen Bedeutungsballast abzuwerfen.
Welt am Sonntag (Richard Kämmerlings)

Pynchon überrascht, schmerzhaft fast, mit einer stilistischen Vielfalt und Originalität, wie sie sich sonst nur bei Vladimir Nabokov findet. Doch die legendäre epische Verschlingung ist in «Schattennummer» einer Rasanz gewichen, bei der sich trotz allem Taumel schließlich jedes Detail zu einem Ganzen fügt.
NZZ am Sonntag (Markus Gasser)

„Schattennummer“, so der Titel, ist so beängstigend wie berauschend, und wie bei allen Pynchon-Romanen muss man auch hier oft laut lachen.
Süddeutsche Zeitung (Jörg Häntzschel)

Das ist die Kunst des Thomas Pynchon: Er beschwört Bilder so schnell vor dem inneren Auge der Leserin herauf, und dann das nächste, und dann das nächste, eh sie auch nur Stopp rufen kann. Jeder Satz eine Punktlandung, jedes Adjektiv und auch erfundene Wort ein klingender Treffer.
Frankfurter Rundschau (Sylvia Staude)

Niemand hat unser Leselebensgefühl so sehr geprägt wie Thomas Pynchon.
Frankfurter Allgemeine Zeitung (Andreas Platthaus)

Schattennummer ist einfach eine reine Lektürefreude. Dieser Roman ist ein tolldreistes Spiel vor düsterer historischer Kulisse am Horizont. An vielen Stellen ist er lustig, absurd, grotesk gar und streckenweise von einer Rasanz, die einem den Atem raubt. Mitunter auch den Verstand.
Die Zeit (Dirk Peitz)

Biografie – Pynchon, Thomas

P
Pynchon, Thomas

Thomas Pynchon wurde 1937 in Long Island geboren. Sein einziger öffentlicher Auftritt fand 1953 an der Oyster Bay High School in Long Island statt. Er studierte Physik und Englisch an der Cornell University, später schrieb er für Boeing technische Handbücher und verschwand. Seither sind seine Bücher (u.a. „Die Enden der Parabel“; „V“; „Gegen den Tag“) die einzigen öffentlichen Spuren seiner Existenz. Pynchon gilt als einer der bedeutendsten englischsprachigen Schriftsteller der Gegenwart. Er lebt in New York.

Nikolaus Stingl, geb. 1952 in Baden-Baden, übersetzte unter anderem William Gaddis, William Gass, Graham Greene, Cormac McCarthy und Thomas Pynchon. Er wurde mit dem Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Übersetzerpreis, dem Literaturpreis der Landeshauptstadt Stuttgart, dem Paul- Celan-Preis und dem Straelener Übersetzerpreis der Kunststiftung NRW ausgezeichnet.

Dirk van Gunsteren, 1953 geboren, übersetzte u.a. Jonathan Safran Foer, Colum McCann, Thomas Pynchon, Philip Roth, T.C. Boyle und Oliver Sacks. 2007 erhielt er den Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Preis.

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