Serpentinen
Ostritsch, Sebastian (27.11.2025)Serpentinen · Ostritsch, Sebastian
Die Gottesbeweise des Thomas von Aquin nach dem Zeitalter der Aufklärung
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- Verlag: Matthes & Seitz Berlin
- Autor: Ostritsch, Sebastian
- ISBN: 978-3-7518-6514-2
- Veröffentlichung: 27.11.2025
- Produktform: mit Klappen
- Umfang: 220 Seiten
- Maße: 110 x 19 x 180 (B/T/H)
- Gewicht: 222
- Reihe: Theologische Brocken (011)
- Sprache: deutsch
- Auflage: 3. Auflage
- MwSt: 7 %
- Lesemotiv: Auseinandersetzen
- Nebenlesemotive: Verstehen
- Produktart: Taschenbuch
- Produktform: Taschenbuch
- »Auch deduktive Argumente haben also mögliche Fehlerquellen. Wenn aber sowohl die Form als auch der Inhalt der Prämissen korrekt sind, zwingt ein Syllogismus dazu, auch seine Schlussfolgerung zu akzeptieren. Für einen Atheisten oder Agnostiker, der an seinen Überzeugungen hängt, ist die Beschäftigung mit den fünf Wegen des Thomas durchaus riskant, muss er doch bereit sein, bei einer Anerkennung der Argumentation seine Meinung zu ändern oder aber sich einer zwingenden Schlussfolgerung zu verschließen. Denn wer bei einem deduktiven Gottesbeweis nicht in der Lage ist, einen formalen Schlussfehler zu identifizieren oder begründete inhaltliche Zweifel bezüglich der Prämissen zu formulieren, müsste auch der Konklusion zustimmen, dass Gott existiert.«
Gottes Existenz eine Sache der Vernunfterkenntnis? Diese Idee dürften die meisten für unverständlich oder gar für blanke Hybris halten. Glaube und Vernunft bilden für den Zeitgenossen, der sich vom Licht der Vernunft erleuchtet wähnt, in der Regel einen unversöhnlichen Gegensatz. Es versteht sich für ihn von selbst, dass er sich bei diesem Widerstreit ganz auf die Seite der Vernunft schlägt. Spätestens seit Kants Kritiken gilt ihm: Was Gott betrifft, könne man sich nicht auf die Vernunft, sondern höchstens auf den Glauben berufen. »Serpentinen« zeigt das Gegenteil. Es beginnt als faszinierende allgemeine Einführung in die überraschende Philosophie und Theologie des heiligen Thomas von Aquin, um sich dann den fünf Wegen zuzuwenden, die Thomas zur Beweisführung der Existenz Gottes entwickelt hat.
Rezensionen „Serpentinen"
»Wenn die Studierendenschaft der HFPH eines gezeigt hat, dann ist es, wie wichtig Engagement und Verantwortung im Bereich akademischer Lehre eigentlich ist.« – Celine Edinger, MerkurMerkur (Celine Edinger)
»Aus diesen Überlegungen hätte eine interessante Diskussion mit einem sicherlich streitbaren Autor entstehen können.« – Clemens Klünemann, Christ in der Gegenwart
Christ in der Gegenwart (Clemens Klünemann)
»Von den Gottesbeweisen von Sebastian Ostritsch bleibt vielleicht am ehesten – neben einer durchaus lohnenden Geschichtsstunde – eine Anregung, sich neue Namen für abstrakte erste Beweger zu überlegen.« – Bert Rebhandl, FAZ
FAZ - Frankfurter Allgemeine Zeitung (Bert Rebhandl)
»Das Einknicken der Hochschulleitung angesichts einiger Protestler bleibt ein leider so typischer wie beschämender Vorgang. Sebastian Ostritsch wird sich gegen den Münchner Bann mit dem Heiligen Thomas trösten, der Härteres überstanden hat.« – Alexander Cammann, Die ZEIT
DIE ZEIT (Alexander Cammann)
»[W]em hilft dieses Theater der Diskursverweigerung?« – Gustav Seibt, SZ
SZ - Süddeutsche Zeitung (Gustav Seibt)
Biografie – Ostritsch, Sebastian
Sebastian Ostritsch lehrt als Privatdozent an der Universität Heidelberg und ist Autor mehrerer philosophischer Studien und Sachbücher. Zuletzt erschienen die intellektuelle Biographie Hegel. Der Weltphilosoph und Let's Play oder Game Over? Eine Ethik des Computerspiels. Ostritsch forscht zu Hegel und dem deutschen Idealismus, zu metaphysischen Grundthemen wie Existenz, Zeit und Ewigkeit, aber auch zur Philosophie und Ethik des Gaming.
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