Versuch über den Pilznarren
 (09.09.2013)

18,95 €*

Produktnummer: 9783518423837
Verlag: Suhrkamp
Author: Handke, Peter
ISBN: 978-3-518-42383-7
Erscheinungsdatum: 09.09.2013
Produktinformationen "Versuch über den Pilznarren"
  • Suhrkamp
  • Handke, Peter
  • 978-3-518-42383-7
  • 09.09.2013
  • 128 x 24 x 205 (B/T/H)
  • 346
  • Leinen
  • deutsch
  • 2
  • 217 Seiten
  • 7 %

  • 2012 nahm Peter Handke mit seinem »Versuch über den Stillen Ort« die Reihe seiner Versuche wieder auf. Nur ein Jahr später beschließt er sie, endgültig, wie der Dichter selbst sagt, mit einem fünften und letzten erzählenden Essay, dem »Versuch über den Pilznarren« – worin die Pilze für den Helden der Geschichte nicht nur Passion, sondern das letzte Abenteuer, das Abenteuer an sich sind.

    Biographie - Handke, Peter

    Peter Handke wird am 6. Dezember 1942 in Griffen (Kärnten) geboren. Die Familie mütterlicherseits gehört zur slowenischen Minderheit in Österreich; der Vater, ein Deutscher, war in Folge des Zweiten Weltkriegs nach Kärnten gekommen. Zwischen 1954 und 1959 besucht Handke das Gymnasium in Tanzenberg (Kärnten) und das dazugehörige Internat. Nach dem Abitur im Jahr 1961 studiert er in Graz Jura. Im März 1966, Peter Handke hat sein Studium vor der letzten und abschließenden Prüfung abgebrochen, erscheint sein erster Roman Die Hornissen. Im selben Jahr 1966 erfolgt die Inszenierung seines inzwischen legendären Theaterstücks Publikumsbeschimpfung in Frankfurt am Main in der Regie von Claus Peymann.

    Seitdem hat er mehr als dreißig Erzählungen und Prosawerke verfaßt, erinnert sei an: Die Angst des Tormanns beim Elfmeter (1970), Wunschloses Unglück (1972), Der kurze Brief zum langen Abschied (1972), Die linkshändige Frau (1976), Das Gewicht der Welt (1977), Langsame Heimkehr (1979), Die Lehre der Sainte-Victoire (1980), Der Chinese des Schmerzes (1983), Die Wiederholung (1986), Versuch über die Müdigkeit (1989), Versuch über die Jukebox (1990), Versuch über den geglückten Tag (1991), Mein Jahr in der Niemandsbucht (1994), Der Bildverlust (2002), Die Morawische Nacht (2008), Der Große Fall (2011), Versuch über den Stillen Ort (2012), Versuch über den Pilznarren (2013). 

    Auf die Publikumsbeschimpfung 1966 folgt 1968, ebenfalls in Frankfurt am Main uraufgeführt, Kaspar. Von hier spannt sich der Bogen weiter über Der Ritt über den Bodensee 1971), Die Unvernünftigen sterben aus (1974), Über die Dörfer (1981), Das Spiel vom Fragen oder Die Reise zum sonoren Land (1990), Die Stunde da wir nichts voneinander wußten (1992), über den Untertagblues (2004) und Bis daß der Tag euch scheidet (2009) über das dramatische Epos Immer noch Sturm (2011) bis zum Sommerdialog Die schönen Tage von Aranjuez (2012) zu Die Unschuldigen, ich und die Unbekannte am Rand der Landstraße (2016).

    Darüber hinaus hat Peter Handke viele Prosawerke und Stücke von Schriftsteller-Kollegen ins Deutsche übertragen: Aus dem Griechischen Stücke von Aischylos, Sophokles und Euripides, aus dem Französischen Emmanuel Bove (unter anderem Meine Freunde), René Char und Francis Ponge, aus dem Amerikanischen Walker Percy.

    Sein Werk wurde mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet. Die Formenvielfalt, die Themenwechsel, die Verwendung unterschiedlichster Gattungen (auch als Lyriker, Essayist, Drehbuchautor und Regisseur ist Peter Handke aufgetreten) erklärte er selbst 2007 mit den Worten: »Ein Künstler ist nur dann ein exemplarischer Mensch, wenn man an seinen Werken erkennen kann, wie das Leben verläuft. Er muß durch drei, vier, zeitweise qualvolle Verwandlungen gehen.«

    2019 wurde Peter Handke mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet.


    Rezensionen "Versuch über den Pilznarren"

    »Man kann sie [die Pilze] nicht sammeln, nicht so jedenfalls, wie es Pilzbücher lehren. Der Versuch über den Pilznarren ist viel eher ein Leitfaden durch Peter Handkes Werk.«
    Andreas Rosenfelder, WELT AM SONNTAG 08.09.2013



    »Wie in allen Versuchen ist auch hier die Sprache der Schauplatz der Abenteuer, in Rede und Gegenrede, im Rhythmus. Der Satzbaukünstler, der sie verfasst hat, ist kein Tüftler und Drechsler, sondern ein Zungenredner, der an manchen Stellen das Myzel-Geflecht aus der die Pilze herausschießen, in seiner Sprache nachbildet.«
    Lothar Müller, Süddeutsche Zeitung 14.09.2013



    »Am besten wird sein, Sie suchen sich ein stilles Fleckchen Erde. Flüstern Sie sich diesen Text vor, leise, langsam! Nur den poetisch Unmusikalischen, auch den Humorlosen, wird dabei entgehen, wie herrlich versponnen und verhuscht er ist, wie komisch, wie zart.«
    Dirk Pilz, Frankfurter Rundschau 08.10.2013



    »Peter Handkes neuer Versuch ist viel mehr als das: eine Erzählung der Suche nach dem Märchenhaften ... Als Gegengift zum universalen ›Giftgeschwätz‹ soll das Märchenhafte ›das Allerwirklichste, das Notwendige‹ an und für sich sein. Wer so schön erzählen kann wie Peter Handke, dem glaubt der Leser das für eine gute Weile.«
    Friedmar Apel, Frankfurter Allgemeine Zeitung 05.10.2013



    »Ein kleines Buch nur, aber ein Muss für jeden Handke-Fan und Pilzliebhaber.«
    FOCUS 07.10.2013



    »Unspektakulärer und schöner hat Peter Handke sich noch nie gespalten.«
    Cord Riechelmann, der Freitag 17.10.2013



    »Wer sich Peter Handkes Versuche so erschließt, wie sein Pilznarr sich bewegt, wird sich einer ›Sache‹ konfrontiert sehen, die ganz und gar etwas Weltbewegendes an oder in sich hat.«
    Hermann Wallmann, WDR 22.10.2013



    »Abermals schreibt er mit so leichter wie sicherer Hand, in der Abgeschiedenheit, mit Bleistift, in bisweilen endlos langen, mäandrierenden, aber gleichwohl vollkommen klaren und anmutigen Sätzen von betörender Musikalität. So kann nur er schreiben, und er wird immer noch kühner.«
    Manfred Papst, NZZ am Sonntag 27.10.2013



    Hauptlesemotive: Entspannen
    Nebenlesemotive: Auseinandersetzen
    Produktart: Buch gebunden
    Produktform: Hardcover

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