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Was genau war früher besser?

Serres, Michel (12.03.2019)
Produktinformationen "Was genau war früher besser?"
  • Suhrkamp
  • Serres, Michel
  • Lorenzer, Stefan
  • 978-3-518-07497-8
  • 12.03.2019
  • Taschenbuch
  • 80 Seiten
  • 134 x 18 x 214 (B/T/H)
  • 117
  • edition suhrkamp
  • deutsch
  • C'était mieux avant
  • fre
  • Deutsche Erstausgabe
  • 7 %
  • Auseinandersetzen
  • Taschenbuch
  • Taschenbuch
  • 170.000 verkaufte Exemplare in FrankreichVom Autor des Bestsellers Erfindet euch neu!

Früher war alles besser, so hören wir fast täglich von unseren Eltern und Großeltern oder von Mitreisenden in der U-Bahn. Früher, da haben sich die Menschen noch miteinander unterhalten, statt auf ihre Handys zu starren. Sie engagierten sich für die Gemeinschaft, statt vereinzelt vor sich hin zu vegetieren, und nebenbei hatte der Sommer noch die perfekte Temperatur.

Michel Serres wuchs vor über achtzig Jahren im ländlichen Südwestfrankreich auf, und er kann uns erzählen, wie es wirklich war: Ja, die Hühner mögen alle frei herumgelaufen sein, und die Schweine wurden noch nicht mit Antibiotika behandelt. Aber Seuchen und Krankheiten waren an der Tagesordnung, bei Tieren wie bei Menschen. Zwar gab es keine Internetpornos, doch manch junges Paar glaubte, die Liebe werde durch den Bauchnabel gemacht. Die Nostalgie für das Vergangene, so ermahnt uns Serres, lässt uns vergessen, was unsere Gegenwart so wertvoll macht.

Rezensionen „Was genau war früher besser?"

»Mit ironischer Brillanz verwirft Serres alle möglichen Vorstellungen einer ›guten alten Zeit‹. Stattdessen lobt er die glückliche Gegenwart und schaut hoffnungsvoll in die Zukunft.«
Neue Zürcher Zeitung (Claudia Mader)

»Die schönsten Passagen sind ... die Erinnerungen von Serres: Anschaulich und knapp schildert er seine Erlebnisse als Matrose oder Internatsschüler – oder wie er als Kind in einer Brotscheibe ein Stück Kautabak des Müllers fand.«
taz. die tageszeitung (Tim Caspar Boehme)

» ... eloquent, unterhaltsam, weise ...«
Süddeutsche Zeitung (Meredith Haaf)

»Michel Serres bekommt einen unwiderstehlichen Wutanfall gegen die Verklärung der Vergangenheit.«
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (Harald Staun)

»Es sind wahnsinnig dichte 80 Seiten geworden, jeder Absatz eine Pointe, seine Polemik macht Spaß. Serres wägt nicht ab, sondern treibt mit französischer colère und scharfem Witz den Lesern die Nostalgie aus.«
DIE ZEIT (Maja Beckers)

»Serres dagegen schafft es, einen darüber zu beschämen, dass man der Welt und ihren Fähigkeiten, sich zu verbessern, immer wieder zu wenig zutraut.«
DIE WELT (Peter Praschl)

»... immer witzig, heiter und von einer sympathischen Lust an der Gegenwart getragen. Was ja bei einem Greis, man darf das so sagen, nicht eben selbstverständlich ist. Ein hervorragender Text, der manche Junge verdammt alt aussehen lässt.«
Wiener Zeitung (Christian Ortner)

»... eine gut lesbare und lesenswerte politische Streitschrift.«
Publik-Forum (Lutz Lemhöfer)

»... klug, witzig und bitterböse«
Hohe Luft (Lutz Lemhöfer)

Biografie – Serres, Michel

S
Serres, Michel

Michel Serres, geboren am 1. September 1930 in Agen, war ein französischer Mathematiker und Philosoph. Er absolvierte die École navale, um eine Laufbahn als Marineoffizier zu beginnen. Ab 1952 besuchte er die École normale supérieure, an der er 1955 seine Agrégation in Philosophie erhielt. Im folgenden Jahr trat er erneut in die Marine ein und fuhr jahrelang zur See. Serres war ab 1969 Professor für Wissenschaftsgeschichte an der Sorbonne und wurde 1984 parallel zum Professor an der Stanford University ernannt. Ab 1990 war er außerdem einer der vierzig »Unsterblichen« der Académie française. 2012 erhielt Serres den »Meister-Eckhart-Preis« der Identity Foundation und der Universität zu Köln. Serres starb am 1. Juni 2019 in Vincennes.

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