»Wir haben uns wirklich an allerhand gewöhnt«
 (11.11.2019)

32,00 €*

Produktnummer: 9783518428863
Verlag: Suhrkamp
Author: Kirsch, Sarah & Wolf, Christa
ISBN: 978-3-518-42886-3
Erscheinungsdatum: 11.11.2019
Produktinformationen "»Wir haben uns wirklich an allerhand gewöhnt«"
  • Suhrkamp
  • Kirsch, Sarah & Wolf, Christa
  • 978-3-518-42886-3
  • 11.11.2019
  • 148 x 32 x 222 (B/T/H)
  • 622
  • deutsch
  • 1
  • 456 Seiten
  • 7 %

  • »Liebe liebe Christa schön daß Du noch hier geblieben bist auf dem beknackten Planeten!«, schreibt Sarah Kirsch im Herbst 1988 an ihre Freundin, die eben eine lebensgefährliche Krankheit überwunden hat. Ein Jahrzehnt zuvor konstatiert Christa Wolf nach einem Treffen in West-Berlin, kurz nach Kirschs Ausreise aus der DDR: »Ich bin froh, daß ich bei Dir war und jetzt ganz ruhig an Dich denken kann.«Zwei Autorinnen von internationalem Rang sind hier fast drei Jahrzehnte lang, von 1962 bis 1990, miteinander im Austausch: über das Schreiben, den Literaturbetrieb im Osten wie im Westen, über die Männer, die Kinder, die Arbeit im Garten und die politischen Systeme, in denen sie leben. Letztere sind es wohl, die diese Freundschaft an ein Ende bringen, nach vielen Jahren des vertrauensvollen Miteinanders.Streng und verspielt, heiter und verzweifelt, schnoddrig und ehrlich – Sarah Kirsch und Christa Wolf beim Schreiben und Leben über die Schulter zu schauen ist ein Geschenk.

    Biographie - Kirsch, Sarah & Wolf, Christa

    Sarah Kirsch, geboren 1935 in Limlingerode/Thüringen, wohnte bis zu ihrer Ausreise 1977 im Osten Berlins. Von 1983 bis zu ihrem Tod 2013 lebte sie als freie Schriftstellerin und Malerin in Tielenhemme/Schleswig-Holstein. Für ihr dichterisches Werk erhielt sie u. a. den Georg-Büchner-Preis, den Jean-Paul-Preis sowie den Johann-Heinrich-Voß-Preis.

    Christa Wolf, geboren 1929 in Landsberg/Warthe (Gorzów Wielkopolski), lebte in Berlin und Woserin, Mecklenburg-Vorpommern. Ihr Werk wurde mit zahlreichen Preisen, darunter dem Georg-Büchner-Preis, dem Thomas-Mann-Preis und dem Uwe-Johnson-Preis, ausgezeichnet. Sie verstarb am 1. Dezember 2011 in Berlin.

    Sabine Wolf ist stellvertretende Direktorin des Archivs der Berliner Akademie der Künste, das Christa Wolfs literarischen Nachlass beherbergt. Sie ist unter anderem Herausgeberin des Bandes Christa Wolf, Man steht sehr bequem zwischen allen Fronten. Briefe 1952-2011.


    Rezensionen "»Wir haben uns wirklich an allerhand gewöhnt«"

    »Dieser Briefwechsel ist ein beeindruckendes Zeugnis und scheint sogar auf etwas Allgemeineres zu verweisen. Beide haben auf ihre Weise Recht, aber ihre intensive, bewegende Freundschaft musste zerbrechen.«
    Helmut Böttiger, Deutschlandfunk Kultur 08.11.2019



    » ... Damit endet im Dezember 1990 der Briefwechsel, der hervorragend kommentiert ist und der nicht nur von einer wachsenden und dann scheiternden Freundschaft erzählt, sondern auch DDR-Literaturgeschichte enthält. Die beiden großen Schriftstellerinnen jedenfalls werden bis zu ihrem Tod nicht mehr zueinanderfinden.«
    Ulrich Rüdenauer, MDR 06.11.2019



    »Wer ob der Allgegenwart des Wende-Themas im Jubiläumsjahr einen Überdruss verspürt, dürfte durch die nicht alltägliche und prominente Perspektive, die dieser Brief-Band bietet, neue Lust an der Beschäftigung mit deutsch-deutscher Geschichte gewinnen.«
    Roland Gutsch, Nordkurier 10.11.2019



    »Ein bewegendes Dokument deutscher Dichtung und deutscher Teilung.«
    Andreas Platthaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung 23.11.2019



    »Noch nie war man so nah an der Poetik und Ästhetik Christa Wolfs wie hier.«
    Helmut Böttiger, Süddeutsche Zeitung 26.11.2019



    »Ein literarisches Ereignis von ganz besonderer Traurigkeit.«
    Anja Maier, taz. die tageszeitung 30.11.2019



    »Die intensive Stärke dieser Briefe liegt nicht zuletzt darin begründet, dass hier wie in einem Brennglas die Tragödie der deutsch-deutschen Teilung gebündelt wird.«
    Volker Strebel, literaturkritik.de 29.11.2019



    »So demonstriert dieser vorbildlich edierte und kommentierte Briefwechsel zweier großer Schriftstellerinnen eine denkwürdige Dynamik: Das Politische, das am Anfang so dominiert und zeitweise gegenüber Familiärem, Intimem, Deskriptivem in die zweite Reihe rückt, wird schließlich zur Sollbruchstelle.«
    Richard Kämmerlings, DIE WELT 07.12.2019



    »Doch ist die Korrespondenz, welche die Jahre zwischen 1962 und 1992 umfasst und nun in einer sorgfältig edierten und sachkundig kommentierten Ausgabe vorliegt, mehr als das vielschichtige Dokument eines privaten Austauschs in drei Jahrzehnten. Die Briefe sind Zeitdokumente aus einer Distanz.«
    Carola Wiemers, Deutschlandfunk 12.01.2020



    »Eine lesenswerte, sehr bewegende Lektion deutsch-deutscher Geschichte.«
    Lausitzer Rundschau 29.02.2020



    Hauptlesemotive: Entdecken
    Nebenlesemotive: Entspannen
    Produktart: Buch gebunden
    Produktform: Hardcover

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