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Zugvögel

Heilbut, Iwan (25.06.2026)
Produktinformationen "Zugvögel"
  • Claassen
  • Heilbut, Iwan
  • 978-3-546-10159-2
  • 25.06.2026
  • Hardcover
  • 656 Seiten
  • 138 x 52 x 219 (B/T/H)
  • 688
  • deutsch
  • 1. Auflage
  • 7 %
  • Eintauchen
  • Entspannen
  • Buch gebunden
  • Hardcover
  • Erzählt mit hoher Authentizität vom Leben im Pariser Exil  

Über die Kraft der Menschlichkeit in dunkelster Zeit 

Paris, 1939. Edvard und Rahel erwarten ein Kind. Nichts wünschen sie sich mehr als das ihr „Knirps“, wie sie ihn liebevoll schon vor der Geburt nennen, in Frieden aufwächst. Ihr Wunsch verhallt in der Welt, in der sie leben. Seit ihrer Flucht aus Nazi-Deutschland haben sie im Pariser Quartier ein neues Zuhause gefunden. Doch die Angst vor dem Krieg zersetzt ihr Viertel. Es herrscht ein Klima des Misstrauens, das junge Paar wird denunziert, und während ihr Sohn zur Welt kommt, wird Edvard interniert und in das Lager "La Macabre" gebracht. Er kann sich befreien, doch ist es für die drei ein weiter und gefährlicher Weg bis nach Lissabon, von wo aus sie auf ein Schiff nach New York gelangen wollen.

Iwan Heilbuts kraftvoller Roman, der bis heute auf Deutsch unveröffentlicht blieb, zeichnet ein erschütterndes Bild von der klaustrophobischen Enge in der französischen Metropole, die einst Rettung versprach und über Nacht zur Hölle wird für diejenigen, die vor den Nazis geflohen sind. Doch Zugvögel ist auch die Geschichte einer unerschütterlichen Hoffnung auf eine Zukunft jenseits des Terrors. Ein Zeugnis der größten Herzenswärme zweier Menschen, die das junge Leben ihres Kindes um jeden Preis schützen wollen.

Biografie – Heilbut, Iwan

Autorenbild
Heilbut, Iwan

Iwan Heilbut wurde 1898 in Hamburg geboren, 1928 erscheint im Horenverlag sein erster Roman Triumph der Frau, der ein literarischer Erfolg wird. 1932 publiziert der Ullstein Verlag den Roman Frühling in Berlin. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wird Heilbut vorübergehend inhaftiert, ihm gelingt die Flucht und er lässt sich in Paris nieder. Mit Beginn des 2. Weltkriegs wird er in Paris ein erstes Mal interniert. Nach seiner Freilassung im August 1940 gelingt es Heilbut sich gemeinsam mit seiner Frau Charlotte und ihrem Sohn nach Marseille durchzuschlagen. Nach der Flucht über die Pyrenäen erreicht er im September 1940 mit seiner Familie Lissabon, von wo aus sie sich in Richtung USA einschiffen lassen. Sein im Exil entstandener Roman Zugvögel/Die Überlebenden erscheint 1943 in stark gekürzter Form. 1950 kehrt Heilbut nach Deutschland zurück, es gelingt ihm wie so vielen nicht, an seine schriftstellerischen Erfolge der Weimarer Zeit anzuknüpfen.

Peter Graf, geboren 1967, leitet den Verlag „Verlag Das Kulturelle Gedächtnis“ und die Verlagsagentur „Walde+Graf“. Ein Schwerpunkt seiner publizistischen Arbeit ist die Suche nach vergessenen Texten, um sie heutigen Leserinnen und Lesern neu zugänglich zu machen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Wiederveröffentlichung deutschsprachiger Exil-Literatur und die Herausgabe von Romanen, Erzählungen und Tagebüchern aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

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