Skip to main content Skip to search Skip to main navigation
📍 Ebertstraße 6, 76137 Karlsruhe | ☎ 0721 38 480 060 | ✉ info@buch-ka.de | 🕐 Opening Hours |

Unbehagen

Product information "Unbehagen"
  • 7 %
  • Hardcover
  • Hardback book
  • Reflect
WARUM MODERNE GESELLSCHAFTEN MIT DER KRISENBEWÄLTIGUNG ÜBERFORDERT SIND

Der Ruf nach mehr Gemeinschaft, Solidarität und Zusammenhalt entspringt unserem sehnlichsten Wunsch, aus einem Guss und womöglich kollektiv handeln zu können. Aber die moderne Gesellschaf t kennt keinen Ort, an dem ihre unterschiedlichen Funktionslogiken nachhaltig aufeinander abgestimmt werden können. In Krisen wird diese systematische Überforderung der Gesellschaft mit sich selbst besonders deutlich. Armin Nassehi zeigt, warum der Versuch einer politischen Bündelung aller Kräfte auf ein gemeinsames Ziel in komplexen Gegenwartsgsellschaften zwangsläufig scheitern muss. Aus dieser notorischen Enttäuschung resultiert ein Unbehagen, das den Blick auf die Gesellschaft von ihrer grundlegenden Selbstüberforderung ablenkt.

Moderne Gesellschaften folgen einerseits stabilen Mustern, sind träge und kaum aus der Ruhe zu bringen. Andererseits erweisen sich ihre Institutionen und Prak- tiken immer wieder als erstaunlich fragil und vulnerabel. In Situationen, die wir Krisen nennen, prallen diese beiden widersprüchlichen Seiten der gesellschaftlichen Moderne besonders heftig aufeinander. Schon die Semantik der Krise suggeriert aber, dass es so etwas wie einen wohlgeordneten Status geben könnte, der sowohl modern als auch nicht-krisenhaft wäre. Doch dieser Vorstellung läuft bereits die innere Differenziertheit der Gesellschaft in ökonomische, politische, wissenschaftliche, rechtliche und familiale Logiken zuwider. Armin Nassehi vertritt in seinem Buch dagegen die These, dass komplexe Gesellschaften sich fortlaufend selbst als krisenhaft erleben, ohne je in eine Form prästabilierter Harmonie zurückzukehren. Er zeigt, wie sowohl die sozialwissenschaftliche Literatur als auch die öffentlichen Debatten der Gegenwart den Blick auf diesen Zusammenhang verstellen, indem sie Gesellschaft ausschließlich in der Sozialdimension, d. h. in illusionären Kollektivbegriffen beschreiben. Demgegenüber stellt Nassehi die Sachdimension gesellschaftlicher Strukturen ins Zentrum seiner theoriegeleiteten Gesellschaftsanalyse. Dadurch gelingt ihm ein kontruktiver Blick auf eine überforderte Gesellschaft, die in ihrem Unbehagen ihre eigene Problemlösungskompetenz zu vergessen droht. Er deutet zugleich an, was man aus unserem Umgang mit der Pandemie und der Klimakrise lernen kann, um uns für künftige Krisensituationen besser zu rüsten ohne übersteigerte Erwartungen zu wecken.

  • Armin Nassehi über die überforderte Gesellschaft
  • Warum unsere Gesellschaft nicht aus einem Guss regiert werden kann
  • Das Unbehagen an der Gesellschaft - Armin Nassehis neue Theorie

0 of 0 reviews

Average rating of 0 out of 5 stars

Leave a review!

Share your experiences with other customers.


Skip product gallery

Ähnliche Bücher entdecken

Das Unbehagen in der Kultur

10.03.2026
Das Patriarchat im Uterus

03.11.2025
Rot-Grün an der Macht

15.07.2013
China to go

25.10.2023
Große Versprechen

20.02.2025
The Coming Wave

18.12.2024
Anmerkungen zum Antisemitismus

20.03.2026
Unser Jahrhundert

18.01.2011
Neu
Der letzte Mensch

03.06.2026
Respekt geht anders

16.10.2020
The Coming Wave

20.03.2025
Utopia

15.10.2018
Zynische Theorien

17.02.2022
Chaos

28.10.2024
Sechs Reden

24.08.2010
Klimawende jetzt

06.02.2025
Corpus Delicti

15.10.2025
Wenn der rechte Rand regiert

11.03.2026
Skip product gallery

Weitere Bücher von Nassehi, Armin

Anmerkungen zum Antisemitismus

20.03.2026
Kritik der großen Geste

11.07.2024
Muster

28.10.2019
Soziologie

20.05.2011