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Die Rosenkaiserin und ihr Kurschatten

Información sobre el producto "Die Rosenkaiserin und ihr Kurschatten"
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  • Libro de bolsillo
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  • Libro de bolsillo
Zeitlebens stand Jakob Couven im Schatten seines großen Vaters Johann Joseph, dem Meister des Aachener Rokokos. Vielleicht war dies der Grund dafür, dass das Verhältnis der Joséphine Bonaparte, Kaiserin der Franzosen, mit dem bürgerlichen Architekten so lange verborgen blieb. Der junge Napoleon war der Witwe Marie Josèphe Rose de Beauharnais, deren Mann während der Revolution unter der Guillotine geendet hatte, in einem literarischen Salon begegnet. Er hatte sich hemmungslos in sie verliebt und sie wenige Wochen später geheiratet. Unter ihrem Kosenamen Joséphine stieg sie zur Märchenkaiserin und Stilikone auf, die die Mode und das mondäne Leben in Europa bestimmte. Wie sein Vater und Großvater hatte Jakob Couven in der Freien Reichsstadt das Amt eines Stadtsekretärs inne. Als Napoleon Bonaparte im Spätsommer 1804 Aachen besuchte, diente er dem Ersten Konsul als Stadtführer. Vorher hatte Couven bereits im Auftrag des Rates seiner Gattin Joséphine, die in Bad Aachen zur Kur weilte, Gesellschaft geleistet. Zwischen der künftigen Kaiserin und ihrem Kurschatten entwickelte sich eine Seelenverwandtschaft. Jakobs ledige Schwester Maria Petronella beobachtete mit wachsendem Argwohn, wie ihr Bruder, ein eingefleischter Junggeselle, sich auf ungewohntes Terrain begab. Nachdem Napoleon »die Liebe seines Lebens« 1809 verstoßen hatte, weil sie ihm keinen Stammhalter schenken konnte, zog Joséphine de Beauharnais sich ins Schloss von Malmaison zurück, um sich der Blumenzucht zu widmen. Doch ihre Korrespondenz mit ihrem rheinischen Kavalier hielt die »Kaiserin ohne Land« weiterhin aufrecht. Von der Romanze wussten nur wenige Eingeweihte. Die heimliche Liaison wurde erst zweihundert Jahre später publik, als die Briefe der Kaiserin in Jakob Couvens Nachlass gefunden wurden. Die Briefe zeugen von einer innigen Beziehung und den widersprüchlichen Gefühlen zweier Menschen, deren Herkunft und Schicksal nicht unterschiedlicher hätten sein können.

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