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Zeitung im Kampf

Información sobre el producto "Zeitung im Kampf"
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Gegründet 1945 von kommunistischen, sozialdemokratischen und katholischen Antifaschisten steigt die FR in den 1960er Jahren zur prägenden linken Tageszeitung in der Bundesrepublik auf. Ihre Geschichten und Recherchen beeinflussen auch die Regierungspolitik. Sie kämpft gegen Aufrüstung und den Vietnamkrieg und für eine neue deutsche Ostpolitik. Im Feuilleton setzt sie Zeichen in der Theaterlandschaft und Filmkritik. Doch die linken Milieus zerfallen in den 1970er- und 80er-Jahren nach und nach. Mit der taz gibt es ein linkes Konkurrenz-Blatt. Zugleich beginnen im Medienmarkt rasante technische Veränderungen, die ganze Berufe aussterben lassen. Zu spät steigt die FR in die sozialen Medien ein. Von 2000 an gerät die Zeitung in eine wirtschaftliche Abstiegsspirale, ist gezwungen, ihr Stammgelände in Frankfurt am Main zu verkaufen. Fünfmal wechselt der Eigentümer, viel öfter die Chefredaktion. Von 1.700 Beschäftigten im Jahre 1985 bleiben bei der Insolvenz im Jahre 2012 nur noch 28 übrig. Nach dem Konkurs kauft ausgerechnet der unmittelbare Konkurrent, die Fazit-Stiftung mit der FAZ, die FR und ermöglicht so ihr Überleben. Trotz immer neuer Sparmaßnahmen gelingt es, ein engagiertes, kapitalismuskritisches Profil der Zeitung zu bewahren. Um dieses kämpft die heute etwa 80-köpfige Redaktion noch immer. Denn nach wie vor sorgen die Text des Blatts bundesweit für Aufmerksamkeit, etwa im Kampf gegen Rechtsterrorismus und erstarkenden Rechtsextremismus. Zugleich verschlechtern sich die Arbeitsbedingungen der Redaktion weiter, die Bezahlung ist inzwischen zum Teil prekär. Auf Proteste 2023 aus der Redaktion reagiert der neue Besitzer, der Ippen-Konzern, zuletzt mit Entlassungen. Claus-Jürgen Göpfert berichtet aus eigenen Erfah­rungen als FR-Redakteur und zuletzt auch Betriebsratsvorsitzender. Außerdem stehen namhafte FR-Kollegen wie Peter Iden und Wolfram Schütte stehen Rede und Antwort. Der Autor stützt sich zudem auf Aussagen zahlreicher Zeitzeugen aus Politik und Kultur wie etwa Jutta Ditfurth, Daniel Cohn-Bendit, ­Rupert von Plottnitz, Andrea Ypsilanti, Karlheinz Braun und Heiner Boehncke.

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