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Informations sur le produit "Die Riemanns"
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Das Leben und Wirken von Heinrich Arminius Riemann wurde zumeist aus der Perspektive von Burschenschaften gewürdigt, was ja aufgrund seines Engagements bei der Gründung der Urburschenschaft in Jena nicht verwunderlich ist. Mir als seinem Urururenkel fällt diese Betrachtung jedoch schwer, da ich persönlich keine Bezugspunkte zu Burschenschaften besitze. Obwohl ein Großteil meines bisherigen Lebensweges mit Universitäten als Student, Doktorand, Assistent und Lehrbeauftragter verbunden war, bin ich doch nie Mitglied in einer Burschenschaft gewesen. Ich stelle mir auch die Frage, ob die von Heinrich Arminius Riemann mitbegründete Urburschenschaft wirklich mit den studentischen Corps im deutschen Kaiserreich oder auch mit heutigen Verbindungen verglichen werden kann. Denn dabei bleiben die frühen Reformaspekte der Urburschenschaft wie Alkoholabstinenz und das Turnen meist unbeachtet. Sehr viel vertrauter empfinde ich die protestantischen Aspekte meines Urururgroßvaters, der in Jena evangelische Theologie studiert und dann in Friedland in Mecklenburg über einen langen Zeitraum die Pfarrstelle an der dortigen Marienkirche bekleidet hat. In der vorliegenden Annäherung an Heinrich Arminius Riemann will ich meine ganz persönlichen Erfahrungen schildern, die ich bei der Beschäftigung mit ihm sammeln konnte. Und für mich anfangs unerwartet, konnte ich Riemanns leidenschaftlichen Forderungen nach Freiheit aus dem 19. Jahrhundert in meine eigenen Vorstellungen und Überlegungen zum Freiheitsbegriff in der Natur oder Schöpfung integrieren. Dies will ich hier im dritten Aufsatz darstellen. Obwohl der dominante Nationalismus, der die Wartburg Rede von Heinrich Arminius Riemann und auch die „Grundsätze und Beschlüsse des 18. Oktober“ durchzieht, schwer für uns heutzutage verdaulich ist, sollen beide Quellen dennoch im Original als historische Zeugnisse wiedergegeben werden. Die liberalen Ideen von Riemann verdienen es nicht, vergessen zu werden. Zukünftige Generationen können sich so ihr eigenes Bild des Wartburg-Redners und Friedländer Pastors machen. Den Abschluss des vorliegenden Büchleins bildet die Würdigung des ältesten Sohnes von Heinrich Arminius, dem Pädagogen und Historiker Hermann Riemann. Mit Friedland in Mecklenburg verbindet ihn seine Jugendzeit, die er hier ab 1828 bis 1841 verbrachte. Am Friedländer Gymnasium legte Hermann seine Reifeprüfung als einer der „ersten und besten Schüler“ ab. Er wirkte vor allem in Greifenberg in Pommern und gestaltete nachhaltig das damalige Friedrich-Wilhelms-Gymnasium in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Einige Aussagen von Hermann Riemann sind sogar für heutige Verhältnisse sehr progressiv, sodass es wirklich lohnend ist, sich auch diesem Riemann zu widmen. Exemplarisch ist hier die Rede von Hermann Riemann zur Entlassung der Abiturienten 1881 im Original wiedergegeben. Besonderer Dank gilt Herrn Sven Steffen, der die Bedeutung von Riemann als Ehrenbürger und historische Persönlichkeit der Stadt Friedland richtig erkannte und deshalb das vorliegende Büchlein verlegte. Meiner Frau Dr. Heike Fesq danke ich für die Durchsicht des Manuskriptes. Martinus Fesq-Martin, im Oktober 2025

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