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Stalin, der Weizen und ich

Informations sur le produit "Stalin, der Weizen und ich"
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Anfang der 1930er Jahre trat unter dem Diktator Stalin in der Sowjetunion eine neue Landwirtschaftspolitik in Kraft - wer sich der Zwangskollektivierung widersetzte, wurde gewaltsam gefügig gemacht, eingesperrt oder getötet. Gezielte Zwangsrequirierungen bei den sogenannten Kulaken (mehr oder weniger wohlhabenden Bauern) lösten in der Ukraine eine schwere Hungersnot aus. Der Bevölkerung war es verboten, das Land zu verlassen, wer es dennoch tat, wurde zurückgeschickt oder wanderte direkt in den Gulag - der Holodomor, Tod durch Hunger, hatte Methode und wurde unter Stalins Regime gezielt als Waffe eingesetzt. All das hat der gebürtige Ukrainer Nikolai Koliada, Jahrgang 1926, als Kind und Jugendlicher am eigenen Leib erfahren. Gemeinsam mit Eltern und Geschwistern, die als Kulaken galten, musste er aus der Ukraine fliehen. Nach einer jahrelangen Odyssee durch die Sowjetunion, teils unter deutscher Besatzung, und einem Umweg über Deutschland, wo die Familie sehr herzlich aufgenommen wurde und das Ende des Zweiten Weltkriegs erlebte, landete sie 1945 schließlich in Frankreich und fand dort eine neue Heimat. Catherine Koleda hat ihren Vater vor seinem Tod interviewt und die unglaublichen, oft erschütternden und dann wieder fast märchenhaft anmutenden Abenteuer der langen Flucht zu Papier gebracht. Dieses sehr persönliche Buch, das auch ein Zeugnis von Nikolai Koliadas Optimismus und Überlebenswillen ist, erschien 2015 in Frankreich bei Éditions Jourdan. 2022 ist die Ukraine aus traurigem Anlass ins Interesse der Weltöffentlichkeit gerückt; die Geschichte scheint sich zu wiederholen. So erschien eine französische Neuauflage bei Éditions Rue de Seine und nun liegt auch erstmals eine deutsche Übersetzung vor. Ein Teil der Einnahmen wird an die Deutsch-Ukrainische Gesellschaft Rhein-Neckar e.V./DUG gespendet.

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