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gestern morgen

Adamczak, Bini (01.10.2011)
Produktinformationen "gestern morgen"
  • edition assemblage
  • Adamczak, Bini
  • 978-3-942885-08-9
  • 01.10.2011
  • 160 Seiten
  • 110 x 180 (B/H)
  • 120
  • deutsch
  • 2., überarbeitete Auflage
  • **Linke, Aktivist:innen und politisch Engagierte** – Menschen, die über rein theoretisches Verständnis hinausgehen wollen und sich aktiv mit den Praktiken und Scheiterungen kommunistischer Bewegungen auseinandersetzen. – Adamczak beschreibt, ihr Buch sei „Kommunismus für Kommunistinnen“, also gerade für jene, die tief in die Geschichte und ihre Folgen eintauchen – und daraus lernen wollen (kritischebildung.de). **Historisch-analytisch Interessierte** – Leser:innen, die das Scheitern der Oktoberrevolution, die Moskauer Prozesse und ihre Bewertungen reflektieren möchten. – Der Text eröffnet eine Art Trauerarbeit über die Unterdrückung historischer Hoffnungen und kommunistischer Visionen (kritisch-lesen.de). . **Theorieaffine Intellektuelle und Wissenschaftler:innen** – Personen mit Interesse an Geschichtstheorie, Marxismus, Memory Studies und politischer Ideengeschichte. – Kritiker:innen bezeichnen es als „intelligentestes und sprachlich eindringlichstes, was die radikale Linke seit Jahren produziert hat“ (kr
  • 7 %
  • Verstehen
  • Auseinandersetzen
  • Taschenbuch
  • Taschenbuch
Die lang erwartete Fortsetzung von Bini Adamczaks „Kommunismus“ nimmt einen unerwarteten Verlauf. Hatte die „kleine Geschichte wie endlich alles anders wird“ den heimlichen Untertitel „Kommunismus für Kinder“, so wird der zweite Teil den unausgesprochenen Namen „Kommunismus für Kommunistinnen“ tragen. Pünktlich zum Jahrestag der russischen Revolution führt die Re-Konstruktion eines kommunistischen Begehrens in die Geschichte des Kommunismus und bürstet diese gegen den Strich: von 1939 bis 1917. Vom Hitler-Stalin Pakt bis zur Oktoberrevolution kreisen die Überlegungen Adamczaks um die Figuren von Partei und Klasse von Verrat und Versprechen, um sie in ihrer Logik, aber vor allem als Erfahrungen zu rekonstruieren. Die Autorin sucht das Trümmerfeld der Geschichte nach den revolutionären Wünschen ab, die darunter begraben liegen. Aber es gibt keinen unbeschadeten Zugriff auf die vergessenen Träume. Der Weg zu den vergangenen Hoffnungen führt über deren Enttäuschung, über das doppelte Scheitern der russischen Revolution, das unbewältigt immer noch anhält. Die bergende Arbeit an der Geschichte ist somit eine Arbeit der Trauer, eine Trauerarbeit, die das Buch einfordert und zugleich performativ vollzieht. Es birgt eine vergangene Zukunft, die Gegenwart hätte sein können und Zukunft sein kann: „gestern morgen“.

Rezensionen „gestern morgen"

"Es zeichnet das Buch gerade aus, jedwede Rhetorik durchzustreichen, mit der die Linke sich gerne davor drückt, der Geschichte ins Weiße im Auge zu blicken"Rezension von Sebastian Kirsch in "Theater der Zeit""Ihr Ziel dabei ist, festzumachen, ob es einen Punkt gibt, an dem die Konterrevolution gesiegt hat. Als solche mag die Autorin jene Kräfte verstanden wissen, die den Weg zu einem totalitären Regime geebnet und die progressiven Elemente vernichtet haben. Ihr Vorhaben ist zugleich Trauerarbeit am Kommunismus wie auch die Suche nach dem, was ihn eigentlich ausmacht, um ihn von neuem aufgreifen zu können."Buchrezension in unique 01/08 "Der Essay ‚Gestern Morgen’ von Bini Adamczak, der zu dem intelligentesten und sprachlich eindringlichsten gehört, was die radikale Linke seit Jahren produziert hat, geht dem Scheitern, dem Traum und den Traumata des roten Oktober auf den Grund, indem, den Faden von hinten aufnehmend, der imaginäre Ur-Sprung des Scheiterns der kommunistischen Emanzipation eruiert wird."Hendrik Wallat: Kommunistische Trauerarbeit. Rezension. rote-ruhr-uni.


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