Bittere Wasser
Pruschmann, Tina (15.11.2022)Bittere Wasser · Pruschmann, Tina
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- Verlag: Rowohlt
- Autor: Pruschmann, Tina
- ISBN: 978-3-498-00315-9
- Veröffentlichung: 15.11.2022
- Produktform: Hardcover
- Umfang: 288 Seiten
- Maße: 133 x 25 x 210 (B/T/H)
- Gewicht: 372
- Sprache: deutsch
- Auflage: 1. Auflage
- MwSt: 7 %
- Lesemotiv: Entspannen
- Nebenlesemotive: Eintauchen
- Produktart: Buch gebunden
- Produktform: Hardcover
Ein weiser Roman, der die Schwere des Lebens ebenso spiegelt wie seine schöne Unvorhersehbarkeit – von einer literarischen Stimme, die es zu entdecken gilt
- Uranbergmänner und Zirkusleute – eine Familie, in der sich deutsche Geschichte spiegelt, gerade weil sie so außergewöhnlich istFür alle Leserinnen und Leser von Annett Gröschner, Katja Lange-Müller und Katja Oskamp
Ida ist ein Zirkuskind, ihre Eltern sind Stars im DDR-Staatszirkus, die Mutter am Trapez, der Vater als Elefantendompteur, es gibt sogar eine Briefmarke mit seinem Bild. Zur Einschulung wird das Mädchen nach Tann ins Erzgebirge verschickt, zur Oma, in deren Kneipe die Männer vom Uranbergwerk ihre Extrazuteilungen versaufen, ehe sie früh an radioaktiver Vergiftung, der Schneeberger Krankheit verrecken.
Nach der Wende wird die Mine geschlossen, der Zirkus an einen westdeutschen Investor verscherbelt. Die Ehe der Eltern scheitert an Stasigeschichten. Idas Vater hockt in seinem Zirkuswohnwagen im Garten der Großmutter und säuft. Sie selbst folgt der Elefantendame Hollerbusch, die an den Zoo von Kyjiw verkauft wurde …
Der Roman einer Familie und der einer Stadt, die immer eine andere war, in einem Land, das es nicht mehr gibt. Tina Pruschmann erzählt davon wirklichkeitssatt und realitätsnah, und doch klingt die Geschichte von den Bergleuten und Zirkusmenschen immer wieder wie ein schönes und düsteres Märchen.
Rezensionen „Bittere Wasser"
Die Fiktion schafft Distanz und gibt mehr Spielraum, sagt Tina Pruschmann, Straßen- und Kneipennamen müssen nicht stimmen. Und doch stimmt im Buch alles bis in die feinfühlig gesetzten Einsprengsel des Dialekts.Sächsische Zeitung (Karin Großmann)
Ein bewegender Familienroman, der den Bogen von den 70ern in der DDR bis weit in die 2000er-Jahre in Sachsen und auch in der Ukraine spannt.... ein gelungener literarischer Balanceakt.
Leipziger Volkszeitung (André Böhmer)
Man staunt, wie ein derart echtes Zeit- und Gesellschaftsporträt eine solche manchmal fast märchenhafte Strahlkraft entwickeln kann.
Stern (Katharina Kluin)
Ein eindringlicher Roman, der in seiner Balance zwischen Gesagtem und Nichtgesagtem auch sprachlich überzeugt.
Deutschlandfunk "Büchermarkt" (Bettina Baltschev)
Das Universelle im Kleinen zu finden ist Tina Pruschmann herausragend gelungen, in einer seltenen Mischung aus Melancholie, Poesie und schlagfertigem Humor. Ein faszinierendes Kaleidoskop aus Bildern des Jahrhunderts ... Ein fabelhaftes Buch.
MDR Kultur (Matthias Schmidt)
Verlust und Trauer bestimmen die Erfahrungen der Menschen in diesem Roman ebenso wie das Glück in den fragilen, schönen Zeiten des Lebens. So ist man gebannt von dem, was Literatur kann: Sitzen an einem mentalen Lagerfeuer und Geschichten erzählen. Nicht mehr und nicht weniger.
NDR Kultur (Annemarie Stoltenberg)
Was willst du wirklich in deinem eigenen Leben? Eigentlich die Grundfrage in Tina Pruschmanns Buch, die ganz emotional wetterleuchtet in vielen eindrücklichen Szenen, in denen sie ihre Helden das blanke, erschütternde, verstörende Leben erfahren lässt.
LVZ Online (Leipziger Volkszeitung Online) (Ralf Julke)
Ein bewegender Familienroman ... ein gelungener literarischer Balanceakt.
Märkische Allgemeine (André Böhmer)
Tina Pruschmann verschränkt in ihrem traumschönen Familienroman verschiedene Generationen und Schicksale miteinander. ... Das Bild der DDR und der Bundesrepublik, das Pruschmann überaus elegant und einfühlsam zeichnet, besitzt trotz aller Fiktion eine tiefe, ganz eigene Wahrheit.
Münchner Merkur (André Böhmer)
"Ein gelungener Familien- und Gesellschaftsroman. Eine Geschichte über die Brüche im Leben, über Verlust und Verletzungen – aber auch über die vielen kleinen, glücklichen Momente."
WDR Westart Lesestoff (Theresa Hübner)
Ein Buch, das man nicht wieder weglegen will.
BARBARA (Theresa Hübner)
"Ein Buch mit einer ganz eindrucksvollen Sprache, mit unerschrocken poetischen Sprachbildern, ein Buch mit ganz vielen Geschichten."
Deutschlandfunk Kultur "Lesart" (Theresa Hübner)
Tina Pruschmann hat, offensichtlich auf Basis breiter Recherchen, einen Erzählkosmos geschaffen, der weit über den Osten hinausreicht.
Saarländischer Rundfunk SR 2 Kulturradio (Moritz Klein)
Biografie – Pruschmann, Tina
Tina Pruschmann, geboren 1975 geboren, lebt in Leipzig. Sie hat Soziologie und Soziale Verhaltenswissenschaft studiert. Der Versuch, einen ordentlichen Beruf zu ergreifen, führte sie in Juravorlesungen, an eine Förderschule, in eine psychiatrische Klinik und in das Lehrerzimmer einer Berufsfachschule. 2017 erschien ihr Debütroman Lostage im Residenz Verlag. Es folgten 2019 der Foto-Interview-Band gottgewollt (mit Marco Warmuth, Fotografie) erschienen im Mitteldeutschen Verlag und 2022 der Roman Bittere Wasser, für den sie 2025 den Lessing-Förderpreis des Landes Sachsen erhält. Im Sommer 2024 war sie im Vorfeld der ostdeutschen Landtagswahlen für das Projekt der Universität Leipzig: Ways across the country: democracy in transforming landscape als eine von drei Überlandschreiberin in den ländlichen Regionen Sachsens unterwegs.
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