Deportiert
Löw, Andrea (27.03.2024)Deportiert · Löw, Andrea
»Immer mit einem Fuß im Grab« – Erfahrungen deutscher Juden | Eine kollektive Erzählung auf Basis Hu… mehr lesen
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- Verlag: S. FISCHER
- Autor: Löw, Andrea
- ISBN: 978-3-10-397542-0
- Veröffentlichung: 27.03.2024
- Produktform: Hardcover
- Umfang: 368 Seiten
- Maße: 131 x 29 x 210 (B/T/H)
- Gewicht: 450
- Sprache: deutsch
- Auflage: 1. Auflage
- MwSt: 7 %
- Lesemotiv: Auseinandersetzen
- Nebenlesemotive: Verstehen
- Produktart: Buch gebunden
- Produktform: Hardcover
Die erste große, vielstimmige Erzählung der Erfahrungen deportierter Jüdinnen und Juden
- Ein erschütterndes Zeugnis, das umso wichtiger ist, als die letzten überlebenden Opfer der Shoah bald nicht mehr selbst erzählen könnenAuf Basis Hunderter Briefe, Postkarten, Tagebücher,  Video-Aufzeichnungen und vieler weiterer Quellen verwebt Andra Löw die individuellen Geschichten zu einer großen, kollektiven ErzählungGeschichten von Menschen aus etlichen Städten, wie Berlin und Hamburg, Leipzig und München, Dresden, Stuttgart, Köln, Hannover, Wien, Breslau oder Stettin
Finalistin des Yad Vashem Buchpreises 2025
Die erste große, vielstimmige Erzählung über die Erfahrungen der Jüdinnen und Juden, die während des Nationalsozialismus aus dem Deutschen Reich ins besetzte Osteuropa deportiert wurden. Auf Basis Hunderter Briefe, Postkarten, Tagebücher, Video-Aufzeichnungen und vieler weiterer Quellen verwebt die Historikerin Andrea Löw die individuellen Geschichten zu einem erschütternden Zeugnis. Ein Zeugnis, das umso wichtiger ist, als die letzten überlebenden Opfer der Shoah bald nicht mehr selbst erzählen können.
Ab Herbst 1941 wurden die im Deutschen Reich verbliebenen Jüdinnen und Juden systematisch »nach Osten« deportiert. Der Deportationsbefehl war unerbittlich – ein Koffer war erlaubt, es blieb kaum Zeit, um alles zu regeln und Abschied zu nehmen. Dann wurden die Menschen aus ihrem bisherigen Leben gerissen.
Wer konnte, schrieb Briefe an Verwandte, in denen sie ihnen und sich selbst Mut machen, aber auch ihre Sorgen und Ängste thematisieren. Auch während des Transports, in den Ghettos und den Lagern schrieben die Menschen Briefe und Postkarten, es sind Tagebücher und Chroniken überliefert, die in der Situation selbst entstanden sind - das macht diese Zeugnisse so unmittelbar.
Aus den Stimmen der einzelnen Menschen komponiert Andrea Löw eine Erzählung, deren Lektüre die ganze Ungeheuerlichkeit des Verbrechens emotional bewusst macht. Indem sie selbst zu Wort kommen, werden die Menschen sichtbar – als Mütter, Kinder, Großeltern, als Liebende, als Junge und Alte.
Sie schildern ihre Ängste und Hoffnungen, die Stationen bis zur Abreise, den Transport, das Überleben im Ghetto. Die meisten erwartete am Ziel der sichere Tod, die Überlebenden berichten von Gefangenschaft, Flucht und Rettung. Sie alle waren Menschen, die Unfassbares erleben mussten – dieses Buch bringt sie uns ganz nah, mit all ihrem Mut und ihrem Leid.
Wer wissen möchte, was sich hinter den Namen und Orten auf den vielen Stolpersteinen in deutschen Städten verbirgt, findet die Geschichten der Menschen in diesem Buch. Aus Berlin und Hamburg, Leipzig und München, Dresden, Stuttgart, Köln, Hannover, Wien, Breslau oder Stettin und vielen anderen Orten.
Rezensionen „Deportiert"
Immer ist die Darstellung souverän und quellengesättigt, stehen die Opfer im VordergrundSüddeutsche Zeitung (Stephan Lehnstaedt)
Es ist eine souveräne Geschichtserzählung, wie sie selten in der Geschichtswissenschaft vorgelegt wird. Sie ist für den historischen Laien ebenso wertvoll wie für die Fachwissenschaftler.
Jüdisches Leben in Bayern (Angela Genger)
konzise, zugänglich und erfahrungsdicht […] An der Thematik Interessierte werden jedenfalls an diesem Buch nicht vorbeikommen.
H-Soz-Kult (Malte Grünkorn)
Andrea Löw, Expertin für Holocaust-Studien am Münchner Institut für Zeitgeschichte, hat eine beeindruckende Zahl von Zeugnissen zusammengetragen
Deutschlandfunk - Andruck (Otto Langels)
Ein Buch aus der Wirklichkeit, keine distanzierte Betrachtung.
Frankfurter Rundschau (Pitt von Bebenburg)
Andrea Löw verwebt die Geschichten der Juden, die von den Nazis verschleppt wurden, zu einer vielstimmigen, ungeheuerlichen Erzählung.
Focus (Pitt von Bebenburg)
ein wichtiges Buch, beeindruckend und schonungslos. Wichtig, weil es die zahlreichen Zeugnisse der Deportierten verdichtet und zu einem Strang der Erinnerung formt.
t-online (Marc von Lüpke)
nicht die Zeitzeugendokumente dienen hier der Geschichtsschreibung, sondern die Geschichtsschreibung den brutal zerrissenen Biographien der Opfer.
Der Tagesspiegel (Konstantin Sakkas)
Die Historikerin Andrea Löw hat eine eindrucksvolle historische Zusammenstellung vorgelegt
taz - Literaturbeilage (Konstantin Sakkas)
Biografie – Löw, Andrea
Dr. Andrea Löw, geboren 1973, war von 2004 bis 2007 an der Arbeitsstelle Holocaustliteratur der Universität Gießen tätig. Seit 2007 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Zeitgeschichte, seit 2025 als Leiterin des Zentrums für Holocaust-Studien. 2006 erschien ihr Buch ›Juden im Getto Litzmannstadt. Lebensbedingungen, Selbstwahrnehmung, Verhalten‹, 2013 publizierte sie zusammen mit Markus Roth ›Das Warschauer Getto. Alltag und Widerstand im Angesicht der Vernichtung‹.
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