Abbas Khiders Roman ist eine eindringliche Parabel über die schleichende Zerstörung von Freiheit und Unschuld unter totalitärer Herrschaft. Durch die Geschichte des vierzehnjährigen Taubenzüchters Noah und seiner Vögel zeichnet der Autor ein fesselndes Bild davon, wie politische Unterdrückung in den intimsten Bereichen des menschlichen Lebens eindringt. Das Werk verbindet poetische Bildsprache mit der Darstellung arabischer Lebenswelten in Zeiten extremer Gewalt.
Poetisch und parabelhaft: Wie totalitäre Herrschaft in den Alltag dringt
Mit dem jungen Noah, der die Tauben liebt, hat Abbas Khider eine unvergessliche Figur geschaffen
Eine mitreißende Geschichte voller eindringlicher Bilder – Abbas Khider war als Junge selbst Taubenzüchter
»Einer der besten deutschen Schriftsteller.« Anna Prizkau, F.A.S.
Eine mitreißende Parabel: Der große neue Roman von Abbas Khider – wie totalitäre Herrschaft in den Alltag dringt.
Noah ist vierzehn Jahre alt und Taubenzüchter. Eines Tages flattern seine geliebten Tiere unruhig durch die Lüfte, über der Stadt kreisen die Helikopter des Kalifats. Noah erlebt einen Sommer voller Umbrüche: Für seinen Vater muss er Frauenkörper auf Produktfotos schwärzen, sein älterer Bruder steigt zum Leiter einer Sicherheitsbehörde auf, seine Mutter und seine Schwester dürfen nicht mehr allein aus dem Haus – und bald schon steht das Leben seiner Tauben auf dem Spiel. Mit großer Zartheit und feinem Humor erzählt »Der letzte Sommer der Tauben« vom Verlust der Kindheit und vom Erwachsensein in einer von Willkür und Gewalt bestimmten Gesellschaft. Eine mitreißende Geschichte voller eindringlicher Bilder – ein großer neuer Roman von Abbas Khider, der als Junge selbst Taubenzüchter war.
Biografie
– Khider, Abbas
K
Khider, Abbas
Abbas Khider wurde 1973 in Bagdad geboren. Mit 19 Jahren wurde er wegen seiner politischen Aktivitäten verhaftet. Nach der Entlassung floh er 1996 aus dem Irak und hielt sich in verschiedenen Ländern auf. Seit 2000 lebt er in Deutschland und studierte Literatur und Philosophie in München und Potsdam. 2008 erschien sein Debütroman »Der falsche Inder«, es folgten die Romane »Die Orangen des Präsidenten« (2011) und »Brief in die Auberginenrepublik« (2013). Er erhielt verschiedene Auszeichnungen, zuletzt wurde er mit dem Nelly-Sachs-Preis, dem Hilde-Domin-Preis, dem Adelbert-von-Chamisso-Preis und dem Berliner Literaturpreis geehrt. Außerdem war er im Jahre 2017 Mainzer Stadtschreiber. Abbas Khider lebt zurzeit in Berlin. Bei Hanser erschienen von ihm »Ohrfeige« (Roman, 2016), »Deutsch für alle« (Das endgültige Lehrbuch, 2019), »Palast der Miserablen« (Roman, 2020) und »Der Erinnerungsfälscher« (Roman, 2022).