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Produktinformationen "Die Freundin meines Freundes"
  • Wallstein Erfolgstitel - Belletristik und Sachbuch
  • Tieck, Polly
  • 978-3-8353-6090-7
  • 04.03.2026
  • Hardcover
  • 362 Seiten
  • 125 x 33 x 210 (B/T/H)
  • 535
  • deutsch
  • 1
  • 7 %
  • Entdecken
  • Auseinandersetzen
  • Eintauchen
  • Buch gebunden
  • Hardcover
Die Wiederentdeckung einer vergessenen Berliner Autorin der 1920er Jahre, die in einem Atemzug mit Gabriele Tergit, Mascha Kaléko, Vicki Baum und Irmgard Keun zu nennen ist – Witzig, ironisch und kritisch! Die literarischen Arbeiten von Polly Tieck datieren aus den Jahren 1925 bis 1933 und sind, wie auch ihre Autorin, heute überwiegend unbekannt. Die Modeschöpferin, Journalistin und Feuilletonistin schrieb Prosatexte und Gedichte, die sie unter ihren Hauptpseudonymen Polly Tieck und Katta Launisch veröffentlichte. Im Fokus der witzig-ironischen, hintergründig-nachdenklichen, gelegentlich auch kritischen Feuilletons und lyrischen Beiträge stand die sogenannte »Neue Frau« und das, was sie bewegte: die Rolle und Stellung der Frau in der sich nach dem Ersten Weltkrieg verändernden Gesellschaft, das Verhältnis der Geschlechter zueinander, Liebe und Erotik und nicht zuletzt die (saisonale) Mode mit all ihren Facetten. In einem zweiten Teil des Bandes rekonstruiert Hans-Joachin Heerde trotz fehlender Korrespondenz mit ihren Zeitgenossen und nur spärlichen Äußerungen Dritter auf Grundlage von Archivrecherchen und zeitgenössischen Presseberichten Polly Tiecks Lebenslauf, der eine biografische Annäherung an diese außergewöhnliche Frau ermöglicht. Erstmals wird dem Leser eine Vita vorgelegt, die die entscheidenden Lebensabschnitte im jüdischen Berliner Bildungsbürgertum, die Zeit von 1933 bis 1939 sowie die Emigration nach Chile mit nachprüfbaren Daten und Belegen präsentiert.

Rezensionen „Die Freundin meines Freundes"

»Polly Tieck ist eine Entdeckung und ihre fraulich köstlichen Feuilletons, elegant und munter und frech im Ton, sind beste Unterhaltung.« (Stefan Berkholz, WDR 3 Lesestoff, 07.04.2026) »(Die Feuilletons) sind klug, humorvoll, dezidiert feministisch und von einer Ideologiefeiheit sowie einer grundliberalen Lässigkeit, die einen zu dem Gedanken verleiten könnte: Wir waren schon mal weiter.« (Tobias Schwartz, Berliner Morgenpost, 14.03.2026) »Dem Herausgeber ist es zu danken, dass er akribisch die Vita der vom Faschismus ins chilenische Exil vertriebenen Autorin rekonstruiert und die mit leichter Hand geschriebenen Feuilletons in einem Auswahlband offeriert und dem Vergessen entreißt.« (Christiana Puschak, Junge Welt, 10.04.2026) »Ihre Wiederentdeckung und posthume Würdigung – das Buch von und über Polly Tieck – ist wie ein kleiner Trost. Möge es viele LeserInnen finden.« (Judith Kessler, AVIVA, 29.04.2026) »Tiecks Ironie, ihre Beobachtungsgabe, ihre sprachliche Eleganz — all das spricht auch heutige Leserinnen und Leser an. Man kann diese Texte einfach genießen, sich an ihren Pointen erfreuen, sich von ihren Bildern tragen lassen. In einer Gegenwart, die oft von schnellen, zugespitzten Meinungen geprägt ist, wirkt diese Art des Schreibens fast wie ein Gegenentwurf: differenziert, offen, neugierig.« (kulturbuchtipps.de, 03.05.2026) »Hans-Joachim Heerde (…) ist es zu verdanken, dass jetzt die Feuilletons Polly Tiecks zwischen 1925 und 1933 gesammelt erscheinen konnten – eben nicht nur mit dem üblichen kleineren Begleittext versehen, in dem die Autorin einem geneigten Publikum vorgestellt und, ja, schmackhaft gemacht werden soll, sondern auch mit einer mit Belegen rund 90 Seiten umfassenden biografischen Rekonstruktion.« (Walter Delabar, Literaturkritik.de, 05.05.2026) »Ein ausführlicher Lebenslauf gibt nicht nur von (Polly Tiecks), sondern auch von den Schicksalen mit ihr verbundener Menschen Bericht.« (Erhard Schütz, der Freitag, 07.05.2026)


Biografie – Tieck, Polly

T
Tieck, Polly
Hans-Joachim Heerde, geb. 1953, studierte Germanistik, Politik und Erziehungswissenschaften in Göttingen. Ab 1987 war er an verschiedenen Editionsprojekten beteiligt, u.a. dem Lichtenberg-Briefwechsel und dem Projekt »Ins Stammbuch geschrieben. Studentische Stammbücher des 18. und 19. Jahrhunderts aus der Sammlung des Stadtarchivs Göttingen«, war Dozent bei der Gesellschaft für Fortbildung, Forschung und Dokumentation in Potsdam und 2007 bis 2018 Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Editionsprojekt der Kritischen Robert-Walser-Ausgabe in Basel. Er forscht zum 18. Jahrhundert (Gottfried August Bürger, Georg Christoph Lichtenberg) und den 1920er Jahren. Hans-Joachim Heerde lebt als Freier Autor in Berlin. Veröffentlichungen u.a.: Frank Warschauer. Medienkritiker [Tl. I] (2025); Rezeptionsdokumente zum literarischen Schaffen Robert Walsers 1898-1933 (2021); Robert Walser: Drucke in der Prager Presse (2018), Drucke in der Neuen Rundschau (2017), Die Rose (2016), Drucke in der Schaubühne/Weltbühne (2015), Drucke im Berliner Tageblatt (2013), Jakob v. Gunten (2013), Fritz Kocher’s Aufsätze (2010); Das Publikum der Physik. Lichtenbergs Hörer (2006); Der Weg zur Quelle (2002); Ins Stammbuch geschrieben. Studentische Stammbücher des 18. und 19. Jahrhunderts (2000).
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