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Die Nulllinie

Twardoch, Szczepan (15.04.2025)
Produktinformationen "Die Nulllinie"
  • Rowohlt Berlin
  • Twardoch, Szczepan
  • Kühl, Olaf
  • 978-3-7371-0209-4
  • 15.04.2025
  • Hardcover
  • 256 Seiten
  • 134 x 23 x 209 (B/T/H)
  • 303
  • deutsch
  • pol
  • 3. Auflage
  • 7 %
  • Auseinandersetzen
  • Buch gebunden
  • Hardcover
  • «Twardoch ist noch nicht einmal fünfunddreißig und hat einen Roman geschrieben, der in seiner Wucht und Anschaulichkeit alles hinter sich lässt, was im Genre des zeithistorischen Romans üblicherweise angeboten wird … Ein literarisches Ereignis.» Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung, über «Morphin»

Nominiert für den SPIEGEL Buchpreis 2025

Als einer von wenigen westlichen Autoren fuhr Szczepan Twardoch immer wieder an die Front in der Ukraine. Er brachte Material, war unterwegs mit Soldaten, sah die Schrecken des Krieges, war in Gefahr. Seine Erfahrungen hat er zu einem Roman verdichtet, der den Geist der Bücher von Remarque, Jünger oder Hemingway atmet.

Koń geht in den Krieg. Er meldet sich freiwillig zur ukrainischen Armee und erlebt bald die Wirklichkeit, den Kontrast vom reichen Kyjiw zum desolaten Donbass, die Kluft zwischen offiziellen Bildern und den wahren Zuständen der Armee mit Gleichgültigkeit, Vetternwirtschaft. An vorderster Front, der Nulllinie, in einem vom Dnipro abgeschnittenen Flecken Erde, suchen er und seine Gefährten nach dem Sinn, dem Licht, zwischen Drohnen, Verletzten und dem Tod. Hier, an der Nulllinie, bekommen Brüderlichkeit und Mut eine neue Bedeutung, Vernunft weicht der Intuition, Aberglaube dem Wissen. Es gibt Freiwillige und solche, die nie kämpfen wollten, und als einzige Verbindung zur alten Welt das Internet über Starlink. Koń denkt an seinen Großvater, der im Weltkrieg kämpfte, sucht auch bei seiner Geliebten Zuja der Verzweiflung zu entfliehen – und ahnt immer mehr, dass dieser Krieg für ihn nie enden wird.

Der Kampf ist ein Lebensthema im Werk Szczepan Twardochs. Hier erzählt er den gegenwärtigen Krieg in Europa mit bestechender Authentizität wie mit epischer Wucht, blickt, mit Thukydides, in ein 21. Jahrhundert im Zeichen des Krieges. Eine existenzielle Reflexion über Gewalt, Mut, Freiheit und das Menschsein.

Rezensionen „Die Nulllinie"

Twardoch hat in der Tradition von Ernest Hemingways ‹Wem die Stunde schlägt› vermutlich den einen Roman über den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine geschrieben. Den einen, der den Krieg erklärt, der bleibt, auch wenn der Krieg irgendwann vorbei sein sollte.
Der Spiegel (Nora Zukker)

Intensiv ... Die Szenen in diesem Roman sind scharf wie Splitter. Was durch sie auf Leser und Leserin eindringt, schwärt weiterhin.
Frankfurter Rundschau (Nora Zukker)

Ein gegenwärtiger Kriegsroman, der das Zeug zum Klassiker des Genres hat.
Der Spiegel (Nora Zukker)

Unheimlich aktuell.
Berliner Zeitung (Nora Zukker)

Literarisch grandios gestaltet.
Tages-Anzeiger (Nora Zukker)

Ein wichtiges Buch ... Twardoch durchleuchtet in diesem Grenzraum der existenziellen Verdichtung die Kraft des Menschlichen im Angesicht von Gewalt, Tod und Endlichkeit.
Der Standard (Nora Zukker)

Dies ist der Roman zur Stunde, ein Roman aus dem Krieg in der Ukraine, ein Roman direkt von der Front ... ein Protokoll in literarischer Form.
WDR (Nora Zukker)

Ein vielschichtiger, verstörender Text, ein Frontroman, der dort spielt, wo alles auf null gesetzt ist.
Deutschlandfunk (Nora Zukker)

Krieg gehört zu den extremsten Grenzerfahrungen … Was Twardoch uns in seinem Roman aufzeigt, bleibt geradezu physisch haften. Das schafft nur starke Literatur.
Neue Zürcher Zeitung (Nora Zukker)

Twardoch ist einer der bedeutendsten Literaten seines Landes und hat den Roman der Stunde über den Krieg geschrieben.
ZDF aspekte (Nora Zukker)

Ein großer Roman vom großen Polen, der immer wieder an die Front in der Ukraine gereist ist: Er ... erforscht, wie der Krieg die Seelen zerrüttet.
Focus (Nora Zukker)

Ein mitreißender Roman, vielleicht das beste Prosawerk ... über diesen Krieg.
Frankfurter Allgemeine Zeitung (Gerhard Gnauck)

Wenn jeder Krieg, den es nie hätte geben dürfen, einen großen Roman hervorbringt, dann ist es nicht unwahrscheinlich, dass es für die Ukraine nach 2022 «Die Nulllinie» sein wird.
Die Zeit (Gerhard Gnauck)

Biografie – Twardoch, Szczepan

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Twardoch, Szczepan

Szczepan Twardoch, geboren 1979, ist einer der herausragenden Autoren der Gegenwartsliteratur. Seine Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet worden, Twardoch erhielt u.a. den Polityka-Passport-Preis, den Brücke-Berlin-Preis (mit seinem Übersetzer Olaf Kühl), den Samuel-Bogumił-Linde-Preis und den Usedomer Literaturpreis. Zuletzt erschien Die Nulllinie. Roman aus dem Krieg. Die NZZ schrieb: «Dem Sog seines Erzählens kann man sich schwer entziehen.» Twardoch lebt mit seiner Familie in Pilchowice/Schlesien.

Olaf Kühl, 1955 geboren, studierte Slawistik, Osteuropäische Geschichte und Zeitgeschichte und arbeitete lange Jahre als Osteuropareferent für die Regierenden Bürgermeister von Berlin. Er ist Autor und einer der wichtigsten Übersetzer aus dem Polnischen und Russischen, u.a. wurde er mit dem Karl-Dedecius-Preis und dem Brücke Berlin-Preis ausgezeichnet. Sein zweiter Roman, «Der wahre Sohn», war 2013 für den Deutschen Buchpreis nominiert.

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