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Die Unzertrennlichen

Beauvoir, Simone de (19.10.2021)
Produktinformationen "Die Unzertrennlichen"
  • Rowohlt
  • Beauvoir, Simone de
  • Thoma, Amelie
  • 978-3-498-00225-1
  • 19.10.2021
  • Hardcover
  • 144 Seiten
  • 132 x 19 x 210 (B/T/H)
  • 300
  • deutsch
  • Les inséparables
  • fre
  • 5. Auflage
  • 7 %
  • Entspannen
  • Eintauchen
  • Buch gebunden
  • Hardcover

Zu intim für ihre Zeit. Ein unveröffentlichter Roman von Simone de Beauvoir. 

  • Das Frühwerk einer Ikone des Feminismus, erstmals publiziert.Ein Stimmungsbild aus dem Paris der zwanziger Jahre, ein literarisches Juwel.Bislang unveröffentlicht, im Nachlass entdeckt.«Eine unvergessliche Begegnung.» The New York Times «Ein neuer Blick auf die ersten Lebensjahre von Simone de Beuavoir.»  Elle«Autofiktion, leidenschaftlich und tragisch.» Vanity fair«Die Rebellion der Frauen gegen konservative Werte.» The Times«Könnte man sich überhaupt eine Simone de Beauvoir ohne Zaza vorstellen?»  El País«Ein bewegender Roman über eine Frauenfreundschaft.» The Guardian

Ein unveröffentlichter autofiktionaler Roman, leidenschaftlich und tragisch, über die Rebellion junger Frauen: Sylvie (Simone de Beauvoir) und Andrée (Zaza) sind unzertrennliche Freundinnen. Gemeinsam kämpfen sie gegen den erstickenden Konformismus einer bürgerlichen Gesellschaft, in der Küsse vor der Ehe und freie Gedanken für Frauen verboten sind.

Sylvie bewundert Andrée: Sie scheint so selbständig – und doch gerät gerade sie immer tiefer in die Falle ihrer ach so tugendhaften Familie. Diese trennt Andrée von dem Jungen, den sie liebt. Sylvie will ihrer Freundin helfen. Aber wie?

Als de Beauvoir das Manuskript Sartre zeigte, befand der es zu intim für eine Veröffentlichung. Es blieb in der Schublade. Fast siebzig Jahre später hat de Beauvoirs Adoptivtochter diesen kurzen Roman nun freigegeben und macht damit einen Urtext des frühen Feminismus zugänglich, mehr noch – eine Liebeserklärung de Beauvoirs an ihre Freundin, die so jung sterben musste.

«Eine unvergessliche Begegnung, die Simone de Beauvoirs Sexismus-Kritik mitgeprägt hat.» The New York Times

Rezensionen „Die Unzertrennlichen"

Das kleine Werk ist das Herzzentrum all ihrer Bücher.
Die Zeit (Iris Radisch)

Sachlich-empört (diese Mischung gibt es nur bei de Beauvoir) beschreibt sie die vernichtende Kraft der Tradition, nüchtern-poetisch die Reize französischer Landschaften, den Genuss raffinierter Speisen und die Schönheit einer Stimmung.
SWR 2 "Lesenswert" (Brigitte Neumann)

Beauvoirs Roman wirkt erstaunlich aktuell.
Der Tagesspiegel (Franziska Wolffheim)

Es ist das bisher fehlende und eindrückliche Puzzleteil in der Emanzipationsbiografie von Simone de Beauvoir.
Tages-Anzeiger (Nora Zukker)

Die Philosophin als große Liebende.
Süddeutsche Zeitung (FELIX STEPHAN)

So etwas nennt man ein literarisches Schätzlein.
Hamburger Abendblatt (FELIX STEPHAN)

Die Unterdrückung der weiblichen Entwicklung, die sie bei Zaza hautnah miterlebt hat, haben sie erst recht dazu gebracht, sich mit den Fragen nach der Rolle der Frau in der Gesellschaft auseinanderzusetzen. Das mündete in ihren berühmt gewordenen Satz: Man wird nicht als Frau geboren, man wird dazu gemacht.
Deutschlandfunk Kultur "Lesart" (FELIX STEPHAN)

An Zazas Seite hat die frühe Existenzialistin Simone de Beauvoir in den Abgrund des Frauseins geschaut, aber sie hat sich anders entschieden. Sie hat ihr Leben in die Hand genommen – und hat die Partie gewonnen.
Spiegel Literaturbeilage BESTSELLER (Alice Schwarzer)

Biografie – Beauvoir, Simone de

B
Beauvoir, Simone de

Geboren am 9.1.1908 in Paris. Ihre ursprünglich wohlhabenden Eltern lebten nach dem Ersten Weltkrieg aufgrund von Fehlspekulationen unter wenig üppigen Verhältnissen in der Rue de Rennes. Mit fünfeinhalb Jahren kam Simone an das katholische Mädcheninstitut, den Cours Désir, Rue Jacob; als Musterschülerin legte sie dort den Baccalauréat, das französische Abitur, ab. 1925/26 studierte sie französische Philologie am Institut Sainte-Marie in Neuilly und Mathematik am Institut Catholique, bevor sie 1926/27 die Sorbonne bezog, um Philosophie zu studieren. 1928 erhielt sie die Licence, schrieb eine Diplomarbeit über Leibnitz, legte gemeinsam mit Merleau-Ponty und Lévi-Strauss ihre Probezeit als Lehramtskandidatin am Lycée Janson-de-Sailly ab und bereitete sich an der Sorbonne und der École Normale Supérieure auf die Agrégation in Philosophie vor. In ihrem letzten Studienjahr lernte sie dort eine Reihe später berühmt gewordener Schriftsteller kennen, darunter Jean-Paul Sartre, ihren Lebensgefährten seit jener Zeit. 1932-1936 unterrichtete sie zunächst in Rouen und bis 1943 dann am Lycée Molière und Camille Sée in Paris. Danach zog sie sich aus dem Schulleben zurück, um sich ganz der schriftstellerischen Arbeit zu widmen. Zusammen mit Sartre hat Simone de Beauvoir am politischen und gesellschaftlichen Geschehen ihrer Zeit stets aktiv teilgenommen. Sie hat sich, insbesondere seit Gründung des MLF (Mouvement de Libération des Femmes) 1970, stark in der französischen Frauenbewegung engagiert. 1971 unterzeichnete sie das französische Manifest zur Abtreibung. 1974 wurde sie Präsidentin der Partei für Frauenrechte, schlug allerdings die «Légion d'Honneur» aus, die ihr Mitterrand angetragen hatte. Am 14.4.1986 ist sie, 78-jährig, im Hospital Cochin gestorben. Sie wurde neben Sartre auf dem Friedhof Montparnasse beigesetzt.

Amelie Thoma, geboren 1970 in Stuttgart. Sie studierte Romanistik und Kulturwissenschaften in Berlin und arbeitete als Lektorin, ehe sie die Übersetzerlaufbahn einschlug. Neben Leïla Slimanis Romanen und Essays übertrug sie u. a. Texte von Marc Levy, Joël Dicker und François Sagan ins Deutsche.

Sylvie Le Bon de Beauvoir, geboren 1943, ist die Adoptivtochter von Simone de Beauvoir. Professorin für Philosophie. Sie veröffentlichte das Manuskript «Die Unzertrennlichen» von Simone de Beauvoir und schrieb auch ein Vorwort dazu.

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