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Die Welt im Rücken

Melle, Thomas (26.08.2016)
Produktinformationen "Die Welt im Rücken"
  • Rowohlt Berlin
  • Melle, Thomas
  • 978-3-87134-170-0
  • 26.08.2016
  • Hardcover
  • 352 Seiten
  • 131 x 28 x 209 (B/T/H)
  • 431
  • deutsch
  • 10. Auflage
  • 7 %
  • Entspannen
  • Auseinandersetzen
  • Buch gebunden
  • Hardcover

Die Chronik einer manisch-depressiven Erkrankung: erzählerisch funkelnd, autobiografisch radikal

Thomas Melle leidet seit vielen Jahren an der manisch-depressiven Erkrankung, auch bipolare Störung genannt. Nun erzählt er davon, erzählt von persönlichen Dramen und langsamer Besserung – und gibt einen außergewöhnlichen Einblick in das, was in einem Erkrankten so vorgeht. Die fesselnde Chronik eines zerrissenen Lebens, ein autobiografisch radikales Werk von höchster literarischer Kraft.

«Wenn Sie bipolar sind, hat Ihr Leben keine Kontinuität mehr. Die Krankheit hat Ihre Vergangenheit zerschossen, und in noch stärkerem Maße bedroht sie Ihre Zukunft. Mit jeder manischen Episode wird Ihr Leben, wie Sie es kannten, weiter verunmöglicht. Die Person, die Sie zu sein und kennen glaubten, besitzt kein festes Fundament mehr. Sie können sich Ihrer selbst nicht mehr sicher sein. Und Sie wissen nicht mehr, wer Sie waren. Was sonst vielleicht als Gedanke kurz aufleuchtet, um sofort verworfen zu werden, wird im manischen Kurzschluss zur Tat. Jeder Mensch birgt wohl einen Abgrund in sich, in welchen er bisweilen einen Blick gewährt; eine Manie aber ist eine ganze Tour durch diesen Abgrund, und was Sie jahrelang von sich wussten, wird innerhalb kürzester Zeit ungültig. Sie fangen nicht bei null an, nein, Sie rutschen ins Minus, und nichts mehr ist mit Ihnen auf verlässliche Weise verbunden.»

Rezensionen „Die Welt im Rücken"

Wie Thomas Melle sein eigenes Zerreißen zwischen überfunkenden Nervenenden und nicht mehr kontrollierbaren Synapsenabstürzen als körperlichen wie geistigen Prozess beschreibt, ist schlicht umwerfend.
taz

Eine Poetik des Authentischen, ein eindringliches Dokument.
FAZ.NET

Das Buch hat mich berührt wie lange keines.
Der Spiegel (Tobias Becker)

Ein erschütterndes, komisches, großartiges Buch.
Der Spiegel (Volker Weidermann)

Ich gratuliere Thomas Melle, ganz gleich, wer den Deutschen Buchpreis erhalten hat, zum besten deutschen Roman der letzten Jahre.
Moritz von Uslar (Volker Weidermann)

Es ist das Buch eines echten Dichters … Seine Sätze können wirklich alles, können warm, flüssig und verletzlich auf der Buchseite liegen oder schon nach dem ersten heißen Kontakt ungeheuer rasch abkühlen und erstarren zu dramatischen Bleigießfiguren im Gedächtnis. Ich weiß nicht, wie er das macht. Ich kann mich nur, auch wenn das kitschig klingen mag, verbeugen vor diesem Talent.
Clemens J. Setz (Volker Weidermann)

Ein Wahnsinnsbuch, das Gedanken zündet wie leuchtende Petarden.
WOZ - Die Wochenzeitung (Volker Weidermann)

Thomas Melle ist ein Buch gelungen, das mehr ist, als einfach nur verdammt gute Literatur.
Spiegel Online (Kathrin Wessling)

Dies ist kein Roman, dies ist das Leben.
B.Z. (Kathrin Wessling)

Blitzhelle Stroboskop-Prosa.
Süddeutsche Zeitung (Kathrin Wessling)

Karl-Ove Knausgard nimmt sich neben Thomas Melle in literarischer Hinsicht fast wie ein Waisenknabe aus. Bei Melle ist all das, was beim Norweger roh und unbehauen bleibt, in eine Form gebracht ... Das tief beeindruckende Zeugnis der Rückgewinnung von Souveränität über das eigene Leben durch das Erzählen.
BR (Kathrin Wessling)

Ein Sprachwunder ... ein großes erzählerisches Werk ... Weil Melle seine und unsere Zeit mit Scharfsinn und Durchblick ausleuchtet, ist in dieser Einzelfallgeschichte trotzdem unsere ganze Gegenwart anwesend.
Die Zeit (Kathrin Wessling)

Ein ungemein berührendes Buch ... Wer es liest, gewinnt: an Einsicht, an Verständnis, an einer neuen Sicht der fragilen menschlichen Psyche.
dpa (Kathrin Wessling)

Ich habe lange kein Buch gelesen, in dem ich so viel über das Leben gelernt habe ... Das ist wirklich ein Buch, für das ich dankbar bin.
RBB Radioeins (Marie Kaiser)

Ein Buch, das sich jeder Einordnung entzieht.
RBB Radioeins (Thomas Böhm)

Genial, weil wahnsinnig? Das könnte man denken, bevor man den autobiographischen Roman des Manisch-Depressiven liest – denn dann wird einem klar: Die Leistung eines Thomas Melle liegt darin, dass er nicht wegen, sondern trotz des Wahnsinns ein Genie ist.
ZDF "Aspekte" (Thomas Böhm)

Melle beschreibt schonungslos und mit beeindruckender Sprachkraft die bipolare Störung, an der er seit seiner Studienzeit leidet ... Hier haben wir es ohne Zweifel mit großer Literatur zu tun.
Die Welt (Thomas Böhm)

Man meint, bisweilen selbst durch alle Höhen und Tiefen mitzugehen - so nahe geht die Lektüre, bei aller reflektierenden Distanz Melles, so wuchtig ist dieses Buch.
Der Tagesspiegel (Thomas Böhm)

Thomas Melle sprengt alle Muster.
Zeit Online (Thomas Böhm)

Von einer analytischen Schärfe, der man selten begegnet ... Große Literatur.
Zeit Online (Thomas Böhm)

Das ist kein Roman, das ist der Hammer ... Grandiose Literatur.
Berliner Zeitung (Thomas Böhm)

Die Welt im Rücken ist ein fesselndes Buch ... Melle weiß, wie er die Worte, Sätze und Szenen zu setzen hat. In sehr guter Prosa hat er sein Lebensbuch geschrieben.
Hamburger Abendblatt (Thomas Böhm)

Eines der aufregendsten Bücher des Jahres.
Frankfurter Neue Presse (Thomas Böhm)

Der Weltliteratur nahe ... Plastischer war Depression höchstens mal bei David Foster Wallace.
Die Welt (Elmar Krekeler)

Das eindringlichste Leseerlebnis des Herbstes.
Stern (Elmar Krekeler)

Schonungslos und wortgewaltig. Ein mutiges Buch.
Frankfurter Allgemeine Woche (Elmar Krekeler)

Eine enorme literarische Kraft.
Deutschlandfunk (Elmar Krekeler)

Melles Sprache hat es in sich. Wie sie mit furioser Energie und doch zärtlich die menschliche Existenz erfasst, das packt den Leser und lässt ihn nicht mehr los.
Marcel Beyer (Elmar Krekeler)

Biografie – Melle, Thomas

M
Melle, Thomas

Thomas Melle, 1975 geboren, studierte Vergleichende Literaturwissenschaft und Philosophie in Tübingen, Austin (Texas) und Berlin. Er ist Autor vielgespielter Theaterstücke und übersetzte u. a. William T. Vollmanns Roman «Huren für Gloria». Sein Debütroman «Sickster» (2011) war für den Deutschen Buchpreis nominiert und wurde mit dem Franz-Hessel-Preis ausgezeichnet. 2014 folgte der Roman «3000 Euro», der auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis stand. 2015 erhielt Thomas Melle, der in Berlin lebt, den Kunstpreis Berlin.

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