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Frausein

Kiyak, Mely (17.08.2020)
Produktinformationen "Frausein"
  • Hanser, Carl
  • Kiyak, Mely
  • 978-3-446-26746-6
  • 505/26746
  • 17.08.2020
  • Hardcover
  • 128 Seiten
  • 132 x 17 x 210 (B/T/H)
  • 246
  • deutsch
  • 11
  • 7 %
  • Auseinandersetzen
  • Buch gebunden
  • Hardcover

Mely Kiyak untersucht in diesem preisgekrönten Essay die Spannung zwischen weiblicher Identität und künstlerischem Anspruch. Mit scharfsinniger Analyse und persönlichen Reflexionen hinterfragt die Autorin gesellschaftliche Erwartungen an Frauen und deren Vereinbarkeit mit einem selbstbestimmten Leben. Das Werk verbindet dabei Fragen von Migration, Fremdheit und kultureller Zugehörigkeit zu einer prägnanten Debatte über weibliche Autonomie.

  • Ehrlich, lebendig, klug: Die bekannte Kolumnistin erzählt ihre sehr persönliche Geschichte
  • Wie ich wurde, was ich bin: Ein beispielhaft gelungenes Nachdenken über Herkunft, Armut, Familie, Körper, Sexualität
  • Ein positives, zugewandtes Plädoyer für ein selbstbestimmtes Frauenbild
»Ich wollte keine Frau sein, die Kinder hat und schreibt. Keine, die eine Ehe führt und schreibt. Keine, die eine andere Tätigkeit ausübt und auch schreibt. Ich wollte nicht von allem etwas, sondern von dieser einen Sache alles. Wenn mich jemand fragt, was machst du, wollte ich antworten: Ich schreibe.« Mely Kiyak wagt eine Kartografie der Entscheidungen. Poetisch, unprätentiös, beeindruckend.

Rezensionen „Frausein"

"Ihr kluges Buch, mit großer Kraft, viel Humor und einer Portion Melancholie erzählt, zeigt, wie sie sich die verschiedenen Fragmente ihrer Biografie nach und nach aneignete. [] Es geht hier nicht ums 'Frausein', sondern ums Menschsein eine Hommage an die Würde eines jeden Menschen, gleichgültig welcher Herkunft. Alexandra Senfft, Der Freitag, 24.09.2020 "'Frausein' will kein Appell sein, keine Kampfschrift, keine Abrechnung. Vielmehr ist es eine Art autobiografische Prosa, eine Mischung aus Erinnerungen, Analysen, die Kiyaks Augenkrankheit, ihr Aufwachsen zwischen den Kulturen, aber auch das eigene Frauwerden, ganz persönliche Aspekte geschickt in den gesellschaftlichen Kontext einbettet - und dadurch auch etwas übers Frausein in Deutschland verrät. Ein vielschichtiges, glänzend geschriebenes Bekenntnis, das außerdem zeigt, dass einen die eigene Herkunft eben nur zum Teil ausmacht und man sie manchmal auch loslassen muss." Carolin Gasteiger, Süddeutsche Zeitung, 10.09.20 "Ein radikales, zärtliches und glänzend geschriebenes Buch. [] Es ist das von Kiyak völlig souverän und minimalistisch inszenierte Hin und Her zwischen Rollen, Ländern, Erzähltraditionen, die ihr Buch so unglaublich dicht machen. [] So ist Mely Kiyaks 'Frausein' ein Buch, das einen hinreisst in seiner strahlenden, ruhigen, aber keineswegs versöhnlichen Menschlichkeit. Milo Rau, WOZ - Die Wochenzeitung, 03.09.20 "Man liest einen Essay, der in seiner sprachlichen Klarheit und Schönheit an die großen Essayistinnen des angelsächsischen Raums denken lässt, an die Didions, Cusks und Solnits. Da schillert es sprachlich, und obgleich Kiyak aus ihrem Leben erzählt, ist der literarische Formwillen spür- und lesbar. Marlen Hobrack, taz, 29.08.20 "'Frausein' ist eine Folge von Beobachtungen, von Szenen und Dialogen. Umwerfend komisch ist die Schilderung ihrer Großmutter, die sich gerne in Schimpfkanonaden hineinsteigerte, in verbale Vernichtungsfeldzüge, die aus ihr eine einsame Frau machten. [...] Wie Mely Kiyak das erzählt! [] Sie weiß, wie man ein Publikum unterhält, ja es in Spannung versetzt und wie man damit untrennbar verbunden schöne Literatur macht. Das ist ihr noch niemals so geglückt wie in diesem Buch, das ihr persönlichstes und ihr weltoffenstes zugleich ist." Arno Widmann, Frankfurter Rundschau, 24.08.20 "'Frausein' ist ein schmales Buch, das sich nicht auf eine Textart einengen lässt: Es ist Poetik, Autobiographie und ein Schatz an Anekdoten. Mely Kiyak gräbt nach Erinnerungen und hält sie wie Scherben gegen das Licht. Und man kann nicht anders, als hinzusehen, und sich mitreißen zu lassen, um dann immer wieder zu blinzeln und ins Nachdenken zu kommen." Kristine Harthauer, SWR2 am Morgen, 18.08.20 "Kiyaks Spurensuche zielt nicht auf verallgemeinerbare Thesen, sondern auf das Individuelle. Auf die Genese eines weiblichen Ichs, das sich jenseits der üblichen Emanzipationskoordinaten nichts anders wünscht als eine frei gewählte Existenz. [] Diesem äußerlich kleinen, in klarer und melodischer Sprache verfassten Buch ist etwas Großes gelungen: Die sanfte Rückeroberung des weiblichen Ich aus der Macht der Normen." Ursula März, Deutschlandradio Kultur Lesart, 17.08.20


Biografie – Kiyak, Mely

K
Kiyak, Mely
Mely Kiyak ist Autorin von Büchern und Theatertexten. Bei Zeit Online erscheint ihre Serie „Gute Momente“, für das Gorki-Theater schreibt sie „Kiyaks Theater Kolumne“. Für ihre Arbeit wurde Mely Kiyak vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Theodor-Wolff-Preis und dem Kurt-Tucholsky-Preis. Zuletzt erschienen bei Hanser „Frausein“ (2020) und „Werden sie uns mit FlixBus deportieren?“ (2022).
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