Große Kunst
van den Berg, Karen (03.12.2025)Große Kunst · van den Berg, Karen
Hyperwachstum in der Studiopraxis
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Produktdetails
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Produktnummer:
9783911804028
Verlag: tentare Verlag
Autor: van den Berg, Karen
ISBN: 978-3-911804-02-8
Produktform: mit Klappen
Veröffentlichung: 03.12.2025
Verlag: tentare Verlag
Autor: van den Berg, Karen
ISBN: 978-3-911804-02-8
Produktform: mit Klappen
Veröffentlichung: 03.12.2025
Produktinformationen "Große Kunst"
- Verlag: tentare Verlag
- Autor: van den Berg, Karen
- ISBN: 978-3-911804-02-8
- Veröffentlichung: 03.12.2025
- Produktform: mit Klappen
- Umfang: 384 Seiten
- Maße: 130 x 3.1 x 210 (B/T/H)
- Gewicht: 484
- Sprache: deutsch
- Auflage: 1
- Lesealter: 1. FACHPUBLIKUM: Kunstwissenschaftler:innen und -theoretiker:innen | Kurator:innen und Museumsfachleute | Galerist:innen und Kunsthändler:innen | Dozent:innen und Studierende der Kunstwissenschaften | Kunstkritiker:innen und -journalist:innen -------------------- 2. KUNSTSCHAFFENDE: Etablierte Künstler:innen mit Interesse an zeitgenössischen Produktionsmodellen | Emerging Artists, die verschiedene Arbeitsweisen erkunden | Studioassistent:innen in Künstlerateliers | Art Fabricators und spezialisierte Handwerker:innen im Kunstbereich -------------------- 3. KUNSTINTERESSIERTE: Sammler:innen und Mäzene | Regelmäßige Museums- und Galeriebesucher:innen | Kulturmanager:innen und -politiker:innen | Mitglieder von Kunstvereinen und Förderkreisen -------------------- 4. ALLGEMEIN KULTURINTERESSIERTE LESER:INNEN: Menschen mit Interesse an Gegenwartskunst & ihren Produktionsbedingungen
- MwSt: 7 %
- Lesemotiv: Entdecken
- Produktart: Taschenbuch
- Produktform: Taschenbuch
Für die Kunstbiennalen des 21. Jahrhunderts sind spektakuläre und raumgreifende Installationen stilprägend. Seither gleichen Künstlerstudios mehr und mehr mittelständischen Unternehmen. Darüber hinaus entstanden hochgradig spezialisierte Fabrikationsbetriebe, in denen Heerscharen von Künstler:innen und Handwerker:innen den international gefeierten Stars zuarbeiten.
Karen van den Bergs Große Kunst gewährt Einblicke in den Maschinenraum der gegenwärtigen Kunstfabrikation. Das Buch zeichnet die Folgen und Effekte des managerial turn in den Künsten nach und legt Fallstudien zur Studiopraxis von El Anatsui, Olafur Eliasson, Katharina Grosse, Damien Hirst, Jeff Koons und einzelnen Kunstfabrikationsfirmen vor. Dabei zeigt sich, dass die schieren Größendimensionen immer neue Professionalisierungsschübe zur Folge haben und nicht nur den Produktionsapparat verändern, sondern auch die Idee selbstbestimmter künstlerischer Arbeit überhaupt.
Rezensionen „Große Kunst"
Beate Scheder: Das Atelier, der mächtige Produktionsapparat. In ihrem Buch »Große Kunst« untersucht die Kunsthistorikerin Karen van den Berg das »Hyperwachstum in der Studiopraxis« (Rezension auf den Kulturseiten der taz, erschienen am 15.01.2026) (Auszug:) Karen van den Berg ist Professorin für Kunsttheorie & inszenatorische Praxis an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen. Die Kunsthistorikerin hat selbst zahlreiche Ausstellungen kuratiert und forscht insbesondere zu den Produktionsbedingungen von Kunst. In früheren Publikationen hat sie sich etwa mit Formen politischer Kunst beschäftigt. Für ihr neues Buch hat sie gemeinsam mit der Soziologin Ursula Pasero über einen Zeitraum von sechs Jahren zahlreiche Interviews geführt und Studiobesuche unternommen. Dabei widmete sie sich insbesondere jenen „unsichtbaren Händen“, die dafür sorgen, dass aus einem künstlerischen Konzept ein spektakuläres Werk wird, wie auch all den hochspezialisierten Dienstleistungs- und Fertigungsbetrieben, die daran beteiligt sind. Aufschlussreich ist van den Bergs Buch vor allem da, wo sie an konkreten Beispielen untersucht und kritisch zuspitzt, wie sich heutige Mega-Künstler:innen organisieren. Katharina Grosse wird dort aufgeführt, die selbst von ihrem „Apparatus“ spricht, dem sie stets ausführliche „Credits“ zuteilkommen lässt und dessen Zentrum sie selbst als Künstlerin bildet. Sie nennt auch El Anatsui und sein Studio im nigerianischen Nsukka. Dort knüpfen Assistent:innen in Abertausenden Stunden Handarbeit Rohmaterial – von recycelten Aluminiumschraubdeckeln bis zu Schnapsflaschen – zu riesigen Gobelins zusammen. Das Studio sei „durch eine geteilte lebensweltliche Tiefe“ geprägt, „die es mit den Kleinbetrieben, Gebrauchsgegenständen und Alltagspraktiken der Umgebung verbindet“. Oder Ólafur Elíasson, der mittlerweile drei GmbHs betreibt, eine dreistellige Zahl an Mitarbeiter:innen in slicken Design-Labor-ähnlichen Büro-Werkstätten beschäftigt und der „beinahe alles, was in seinem Studio passiert, zur experimentellen Forschung“ erklärt. All das hat vielschichtige Gründe, die van den Berg nachzuzeichnen versucht. Was bei alldem mitschwingt, ist die Frage, was es mit der Kunst macht, wenn sie in immer stärker durchprofessionalisierten Zusammenhängen entsteht. „Womöglich verliert sie nicht nur ihren Reiz, sondern auch ihre gesellschaftliche Funktion“, überlegt van den Berg. Und eine gewisse Freiheit. Hier finden Sie die vollständige Rezension: https://taz.de/Buch-ueber-XXL-Kunst/!6145478/
Themen:
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