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Produktinformationen "Hain"
  • Suhrkamp
  • Kinsky, Esther
  • 978-3-518-46951-4
  • ST 4951
  • 10.04.2019
  • Taschenbuch
  • 287 Seiten
  • 110 x 20 x 190 (B/T/H)
  • 266
  • suhrkamp taschenbuch (4951)
  • deutsch
  • 1
  • 7 %
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  • Taschenbuch
  • Taschenbuch
  • Ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2018Platz 1 der SWR-BestenlistePlatz 1 der ORF-BestenlisteDüsseldorfer Literaturpreis 2018Fulminante Presse

Esther Kinskys Streifzüge und Wanderungen sind ›Italienische Reisen‹ eigener Art. Sie erkunden äußeres Terrain und führen doch ins Innere, zu Abbrüchen der Trauer und des Schmerzes und zu Inseln des Trostes. Der einfühlsame, präzise Blick der Reisenden entlockt jedem Gelände, was eigentlich im Verborgenen liegt: Geheimnis und Schönheit.

Drei Reisen unternimmt die Ich-Erzählerin in Esther Kinskys Geländeroman. Alle drei führen sie nach Italien, doch nicht an die bekannten, im Kunstführer verzeichneten Orte, sondern in abseitige Landstriche und Gegenden. Zwischen diesen Geländeerkundungen im Gebirge und in der Ebene führt die dritte Reise die Erzählerin zurück in die Kindheit: Wie bruchstückhafte Filmsequenzen tauchen die Erinnerungen an zahlreiche Fahrten durch das Italien der Siebzigerjahre auf, dominiert von der Figur des Vaters.

Rezensionen „Hain"

»Auch wer schreibt, bewegt sich auf undefiniertem Gelände ... Esther Kinsky ist bisher vor allem als Lyrikerin und Übersetzerin hervorgetreten. Und vielleicht sind diese Nuancen der äusseren und inneren Landschaften nur einer Übersetzerin möglich, jemandem, der am Gewicht der Worte trägt und jeden Satz auf die Goldwaage legt, bis er so leicht wie eine Vogelfeder geworden ist.«
Neue Zürcher Zeitung (Andrea Köhler)

»[Hain] beeindruckt mit diesem bedingungslosen Existieren, mit einer Ziellosigkeit, die nicht deprimierend ist, sondern eine Form von Freiheit.«
Frankfurter Rundschau (Judith von Sternburg)

»Tatsächlich entwickelt Hain einen Sog, den man als Leser vielleicht von Wanderungen kennt, auf denen man die Orientierung verloren hat, wo es hinter einem kein Zurück mehr gibt und vor einem nur die Hoffnung auf ein Zeichen, irgendeinen Hinweis, der einen wieder auf die Spur bringt.«
taz. die tageszeitung (Uwe Rada)

»[Esther Kinsky] hat unendlich viele Wörter und Wendungen dafür, ein fast schon unheimlich ausdifferenziertes Vokabular für die Brache, das Marschland, den Hain, das Gehölz, für jenes botanisch-geologisches Dazwischen, das auch ein Dazwischen der Bedeutung ist … So viel Abwesenheit in der Anwesenheit der Wörter war selten, und es ist eine große Kunst.«
Süddeutsche Zeitung (Hubert Winkels)

»Wie ein Landschaftsmaler, der Tag für Tag seine Staffelei im Freien aufstellt, schaut Esther Kinsky auf das ›Gelände‹, studiert es zu verschiedenen Tageszeiten und bei wechselndem Wetter, sucht seine Anatomie wie seinen Gebrauch durch den Menschen zu verstehen.«
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (Bettina Hartz)

»Wer in diesen Tagen (noch) nicht mitkann in die Frühlingsfreude, wer vielleicht zwischen Trauer und Neuanfang steckt, könnte sich bei Esther Kinsky gut aufgehoben fühlen.«
Die Presse am Sonntag (Anne-Catherine Simon)

»Von diesem genauen Hinsehen lebt das Buch ... – und vom gelungenen Versuch der Erzählerin, sich zu dem Gesehenen in Beziehung zu setzen.«
Der Sonntag, Sachsen (Jürgen Israel)

»Manche Leute berichten, wenn sie streng fasteten, werde ihre Wahrnehmung immer prägnanter ... Entsprechend hängt kein Gramm Fett an diesem asketischen Textkörper.«
DIE ZEIT (Ijoma Mangold)

»Nicht die Schönheit der Natur. Es ist die Schönheit des Unscheinbaren, manchmal auch Hässlichen, dem Esther Kinsky ihre eigene Ästhetik entlockt. Ein Naturewriting der Heimatlosigkeit. Zu allem hält die Erzählerin Distanz und bezaubert zugleich in ihren Bildbeschreibungen den Leser.«
WDR (Terrance Albrecht)

»Kinskys Sprache ist immer auch ein phonetisches Wunder. Kinsky reiht schnalzende Konsonanten und atmende Vokale aneinander, ihre Sätze haben einen Sound, man kann sich ihm ergeben. Kinsky ist im Grunde Musikerin, statt Noten benutzt sie Buchstaben.«
Rheinische Post (Philipp Holstein)

Biografie – Kinsky, Esther

Autorenbild
Kinsky, Esther
Esther Kinsky wurde in Engelskirchen geboren und wuchs im Rheinland auf. Für ihr umfangreiches Werk, das Lyrik, Essays und Erzählprosa ebenso umfasst wie Übersetzungen aus dem Polnischen, Russischen und Englischen, wurde sie mit zahlreichen namhaften Preisen ausgezeichnet.
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