Höhenrausch
Jähner, Harald (16.08.2022)Höhenrausch · Jähner, Harald
Das kurze Leben zwischen den Kriegen
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- Verlag: Rowohlt Berlin
- Autor: Jähner, Harald
- ISBN: 978-3-7371-0081-6
- Veröffentlichung: 16.08.2022
- Produktform: Hardcover
- Umfang: 560 Seiten
- Maße: 140 x 215 (B/H)
- Gewicht: 777
- Sprache: deutsch
- Auflage: 4. Auflage
- MwSt: 7 %
- Lesemotiv: Auseinandersetzen
- Nebenlesemotive: Entdecken
- Nebenlesemotive: Verstehen
- Produktart: Buch gebunden
- Produktform: Hardcover
Fünfzehn Jahre wie ein Jahrhundert – ein aufregend neuer Blick auf das kurze Leben zwischen den Kriegen
- Die zwanziger Jahre sind uns nah wie kein anderes Jahrzehnt. Harald Jähner eröffnet einen aufregend neuen Blick auf diese einzigartige Epoche.  Eine umfassende Gesamtschau dieser so energiegeladenen, reichen Zeit, wie es sie bislang nicht gibt. Alltags-, Mentalitäts-, Kultur-, Politik- und Ereignisgeschichte in einem: Von der Revolution und Inflation über die Erfindung der Freizeit im Tanzclub, Warenhaus und Sportpalast bis zu den Parolen der Straße und zum Untergang; von den Verkehrsformen im Alltag über Mode und Vergnügungskultur bis hin zum neuen Wohnen, zur neuen Bürowelt und dem pulsierenden Großstadtleben.  Harald Jähners «Wolfszeit» war einer der herausragenden Sachbucherfolge der letzten Jahre. Ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse, monatelang auf der «Spiegel»-Bestsellerliste, erschien es in mehreren Ländern, darunter USA und England, und soll als Serie verfilmt werden.  «Ein begnadeter Erzähler.» Deutschlandfunk
Deutschland 1918. Ende des Ersten Weltkriegs, Revolution, Sieg der Demokratie. Zugleich beginnt ein Siegeszug befreiter Lebensweisen. Die Inflation bringt die überlieferten Werte ins Wanken. Alles soll von Grund auf anders werden: die «Neue Frau», der «Neue Mann», «Neues Wohnen», «Neues Denken». Als es Mitte der Zwanziger auch wirtschaftlich aufwärtsgeht, wird Deutschland ein anderes Land. Frauen erobern die Rennpisten und Tennisplätze, gehen abends alleine aus, schneiden sich die Haare kurz und denken nicht ans Heiraten. Unisex kommt in Mode, Androgynes und Experimentelles. Jähner erzählt von der Erfindung der Freizeit, von Boxhallen und Tanzpalästen, und von den Hotspots der Neuen Zeit, vom Büro und Großstadtverkehr, vom Warenhaus als Glücksversprechen oder der Straße als Ort erbitterter Kämpfe. So vieles wirkt heute verblüffend modern. Die Vorliebe für Ironie, das Gradlinige und Direkte. Aber auch die Angst vor der «Entwertung aller Werte», der Herrschaft des Billigen. Ein großer Teil der Deutschen fand sich im Aufbruch nicht wieder. Als das Geld knapper wurde und die Zukunft düsterer, offenbarte sich die tiefe Spaltung der Gesellschaft und die Unfähigkeit, sie auszuhalten.
Harald Jähner liefert eine Gesamtschau dieser so pulsierenden, reichen Zeit – und zeichnet das Bild eines zerrissenen Landes voll gewaltiger und erschreckender Energien. Es ist uns irritierend ähnlich und – hoffentlich – doch ganz anders.
Rezensionen „Höhenrausch"
Stil, Blick und subtiler Witz: Kristallklare Essays über Autorendasein und Fotografie, Wahrnehmung und die beste Form – wie macht er das nur?Die Zeit (Alexander ; Ulrich ; Iris ; Elke Camman ; Greiner ; Radisch ; Schmitter)
So wurde dieses Jahrzehnt noch nicht beschrieben ... so gut, so neu und aufregend ... Die Hermeneutik des Alltags lässt vergangene Erfahrungen so fühlbar werden wie selten.
Süddeutsche Zeitung (Gustav Seibt)
Harald Jähner zeichnet eine Blaupause aus der Zwischenkriegszeit so erkenntnisreich, schlau und Wissensblitze schleudernd, dass ich ihm lesend gern gefolgt bin: ein Vergnügen von einem Buch!
Denis Scheck (Gustav Seibt)
Harald Jähner schreibt hinreißend neu über die Weimarer Republik ... ein großartiges Buch.
Cicero (Ulrike Moser)
Ein fesselnd zu lesendes Panorama.
Welt am Sonntag (Ulrike Moser)
Es gibt viele Bücher über die Weimarer Republik, viele sehr gute sogar, aber keines erklärt die Mechanismen, Entwicklungen, Phänomene und Strukturen so virtuos, tiefgreifend, allumfassend und spannend wie Höhenrausch.
Art (Ulrike Moser)
Ein tolles Buch (...) fantastisch geschrieben.
HR 2 Kultur (Ulrike Moser)
Ein grandioser Erzähler. Das Buch liest sich spannend wie ein guter Roman ... Harald Jähner ergründet, was die rasante Zeit mit den Menschen machte.
Neue Zürcher Zeitung (Ulrike Moser)
Ein begnadeter Geschichten- und Geschichtserzähler ... kundig und souverän.
Frankfurter Allgemeine Zeitung (Ulrike Moser)
Jähner erkundet Warenhäuser und Tanzpaläste, begleitet Frauen beim Kampf um Emanzipation – und offenbart dabei die zunehmende Spaltung der Gesellschaft, die in der Katastrophe endet. Erschreckend aktuell.
Sachbuch-Bestenliste der Zeit, DLF und ZDF (Ulrike Moser)
Höchst lebendig ... griffig und schlüssig ... Ein gehaltvolles Lesebuch, das eine verstörende Epoche in ungewohntes Licht rückt.
Deutschlandfunk "Andruck" (Ulrike Moser)
Harald Jähner hat es fasslich gemacht, das Gefühl in dieser Zeit, in diesem kurzen Leben zwischen den Kriegen.
Deutschlandfunk Kultur (Ulrike Moser)
Ein glänzend geschriebenes Buch.
Badische Zeitung (Ulrike Moser)
Harald Jähners Art, die Vergangenheit aufzuschließen, trifft bei vielen Menschen einen Nerv.
Berliner Zeitung (Ulrike Moser)
Ein brillant geschriebenes Buch ... so sinnlich und plastisch.
Markus Lanz (Ulrike Moser)
Harald Jähner zeichnet eine Blaupause aus der Zwischenkriegszeit so erkenntnisreich, schlau und Wissensblitze schleudernd, dass ich ihm lesend gern gefolgt bin: ein Vergnügen von einem Buch!
Denis Scheck (Ulrike Moser)
Lebensnah und tiefgründig erkundet Harald Jähner eine ganze Epoche: Näher an Zeitreisen kann man nicht kommen!
RBB (Volker Wieprecht)
Dieses temporeich geschriebene, exzellente Buch über ein weit zurückliegendes Kapitel deutscher Geschichte lässt einen nachdenklich auf unsere Gegenwart schauen.
BR24 (Knut Cordsen)
Harald Jähner gelingt es bravourös, die Komplexität der Zeit in all ihren Widersprüchen und Diskontinuitäten zu fassen ... Ein großes Leseerlebnis.
SRF (Knut Cordsen)
Ein begabter, ja ein begnadeter Erzähler.
Deutschlandfunk (Knut Cordsen)
Biografie – Jähner, Harald
Harald Jähner, geboren 1953 in Duisburg, war bis 2015 Feuilletonchef der «Berliner Zeitung», zugleich Honorarprofessor für Kulturjournalismus an der Universität der Künste Berlin. 2019 erschien das Buch «Wolfszeit. Deutschland und die Deutschen 1945-1955», das mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet wurde; es wurde in zahlreichen Ländern veröffentlicht, darunter USA und England, wo es für den renommierten Baillie-Gifford-Preis nominiert war. 2022 erschien «Höhenrausch. Das kurze Leben zwischen den Kriegen», ebenfalls ein «Spiegel»-Bestseller und in viele Sprachen übersetzt. Die «Neue Zürcher Zeitung» schrieb: «Ein grandioser Erzähler. Das Buch liest sich spannend wie ein guter Roman.»
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