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Ich will Wirklichkeit

Seghers, Anna (11.11.2025)
Produktinformationen "Ich will Wirklichkeit"
  • Aufbau
  • Seghers, Anna
  • 978-3-351-04250-9
  • 11.11.2025
  • Hardcover
  • 464 Seiten
  • 125 x 45 x 215 (B/T/H)
  • 692
  • deutsch
  • 1. Auflage
  • 7 %
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  • Buch gebunden
  • Hardcover
  • Großer Presseschwerpunkt

Die literarische Sensation: die Liebesbriefe der jungen Anna Seghers – nach 100 Jahren erstmals veröffentlicht 

»Ich will Wirklichkeit ... und ich weiß außer uns nichts Wirkliches.«

Als Anna Seghers’ Enkel, Jean Radvanyi, Familienunterlagen sortierte, stieß er auf eine Schachtel – und darin auf etwas völlig Unerwartetes: über 400 Briefe, die seine Großmutter an ihren späteren Mann geschrieben hat. Dieser Schatz wird jetzt erstmals zugänglich gemacht. Wir erleben die Studentin, Suchende, Liebende in einer Zeit, über die bisher kaum etwas bekannt ist, und erhalten erschütternde Einblicke in eine Phase der Neuorientierung, der zunehmenden Bedrängung durch die äußeren Zustände – und lernen sie zugleich als eine junge Frau voller Aufbruchsstimmung, Leidenschaft und großer Hoffnungen kennen. 

»Sei nicht ungehalten, dass ich Dich so mit der Post quäle, doch wenn ich ohne Nachricht bin, bin ich unfähig zu allem.« Netty Reiling, 1921


Rezensionen „Ich will Wirklichkeit"

»Denn das ist eine echte Sensation für die Literaturgeschichte [...] Es sind unglaublich schöne, poetische, zarte, strenge, literarische Briefe, die wir hier entdecken dürfen.« Volker Weidermann
DIE ZEIT

»Ein Geschenk, in vielerlei Hinsicht. Das Unmittelbare, Ungefilterte, Leidenschaftliche machen den Reiz dieser Briefe aus.« Roland Gutsch
Podcast Prog & Prosa

»Ein Geschenk in vielerlei Hinsicht. Das Unmittelbare, Ungefilterte, Leidenschaftliche machen den Reiz dieser Briefe aus.« Roland Gutsch
Mediatop Radio

»eine bemerkenswerte Entdeckung; [...] sie beleuchten die bislang unbekannte Jugend einer Schriftstellerin, die später zu einer der wichtigsten des 20. Jahrhunderts in deutscher Sprache werden wird.« Rose-Maria Gropp
Frankfurter Allgemeine Zeitung

»diese Briefe [vermitteln] doch einen äußerst lebendigen, teils bisher nicht gekannten und unverstellten Eindruck von den Anfängen einer mehr als fünfzig Jahre währenden Partnerschaft « Mathias Iven
Das Blättchen

»Der Band ergänzt das Werk [...] um eine fragile, eindringliche Dimension und zeigt, dass literarische Haltung nicht erst im fertigen Werk entsteht, sondern im gelebten Leben.« Andrea Zisler
Rhein-Neckar-Zeitung (Andrea Zisler)

»Mehr als schillernd sind in den Briefen die fliessenden Übergänge zwischen der bisweilen drohenden Rhetorik Nettys und ihrer intimen Sanftheit.« Paul Jandl
Neue Zürcher Zeitung (Andrea Zisler)

»ergreifend ehrliche Briefe« Johanna von Festenberg
ELLE (Andrea Zisler)

»das berührende Zeugnis einer jungen Liebe, an der Anna Seghers ein Leben lang festhalten wird« Margarete Kreuzer
RBB Fernsehen (Andrea Zisler)

»Anna Seghers grosses Gespür für Ästhetik und Tiefgang, ihr Talent, auch im privaten Schreiben spontane Kunstwerke zu erschaffen, verstärken zudem die Faszinationskraft dieses grossartigen Buches.« Pascal Moser
Neue Zürcher Zeitung am Sonntag (Andrea Zisler)

»ein ebenso wichtiges wie beeindruckendes Zeugnis. Zwar verändern [die Briefe] unser Bild von Anna Seghers nicht grundlegend, aber zweifellos erweitern und intensivieren sie es.« Tobias Schwarz
Berliner Morgenpost (Andrea Zisler)

»nicht nur ein wichtiges Dokument für das germanistische Fachpublikum. [...] ein Fund für alle, die hinter einer literarischen Ikone des 20. Jahrhunderts einen Menschen kennenlernen wollen.« Josipa Grubeša
schauinsblau (Josipa Grubeša)

»[Die Briefe] offenbaren Erstaunliches über Anna Seghers und ihren späteren Mann, ihre Anfänge als Schriftstellerin und die Zeit der Weimarer Republik.« Sara Maleš
SWR Kultur (Josipa Grubeša)

»Toll! [...] Das sind schöne, poetische Briefe. [...] wirklich berührend zu lesen.« Elke Schlinsog
Deutschlandfunk Kultur (Josipa Grubeša)

»anrührendes Dokument« Jörg Schieke
MDR Kultur (Josipa Grubeša)

»Die romanhafte ›Werden sie sich trotzdem kriegen?‹-Spannung beflügelt die Lektüre.« Judith Heitkamp
NDR Kultur (Josipa Grubeša)

Biografie – Seghers, Anna

Autorenbild
Seghers, Anna

Netty Reiling wurde 1900 in Mainz geboren. (Den Namen Anna Seghers führte sie als Schriftstellerin ab 1928.) 1920-1924 Studium in Heidelberg und Köln: Kunst- und Kulturgeschichte, Geschichte und Sinologie. Erste Veröffentlichung 1924: „Die Toten auf der Insel Djal“. 1925 Heirat mit dem Ungarn Laszlo Radvanyi. Umzug nach Berlin. Kleist-Preis. Eintritt in die KPD. 1929 Beitritt zum Bund proletarisch- revolutionärer Schriftsteller. 1933 Flucht über die Schweiz nach Paris, 1940 in den unbesetzten Teil Frankreichs. 1941 Flucht der Familie auf einem Dampfer von Marseille nach Mexiko. Dort Präsidentin des Heinrich-Heine-Klubs. Mitarbeit an der Zeitschrift „Freies Deutschland“. 1943 schwerer Verkehrsunfall. 1947 Rückkehr nach Berlin. Georg-Büchner-Preis. 1950 Mitglied des Weltfriedensrates. Von 1952 bis 1978 Vorsitzende des Schriftstellerverbandes der DDR. Ehrenbürgerin von Berlin und Mainz. 1978 Ehrenpräsidentin des Schriftstellerverbandes der DDR. 1983 in Berlin gestorben.

Romane: Die Gefährten (1932); Der Kopflohn (1933); Der Weg durch den Februar (1935); Die Rettung (1937); Das siebte Kreuz (1942); Transit (1944); Die Toten bleiben jung (1949); Die Entscheidung (1959); Das Vertrauen (1968). Zahlreiche Erzählungen und Essayistik.

Jean Radvanyi wurde in Paris geboren und ist emeritierter Professor. Er studierte Geografie an der Sorbonne und Russisch am Institut National des Langues et Civilisations Orientales (INALCO). Von 2008 bis 2012 leitete er das Centre français d'études en sciences sociales in Moskau. Er hat zahlreiche Werke über die Geografie und Geopolitik des Kaukasus und Russlands verfasst. Als Spezialist für sowjetisches Kino ist er Autor mehrerer Bücher über das georgische und armenische Kino. Er ist Vorsitzender des Filmfestivals „Une autre Russie“ in Paris, wo er heute wieder lebt. Als Enkel von Anna Seghers kümmert er sich als Sprecher der Familie um das literarische Erbe seiner Großmutter.

Christiane Zehl Romero ist in Wien geboren und studierte an der Universität Wien Germanistik und Anglistik. Weitere Studien in Vergleichender Literaturwissenschaft in Paris (Sorbonne) und in den USA (Yale University). Sie lebt in Winchester in der Nähe von Boston und ist „Professor of German and International Literary and Cultural Studies“ und „Goldthwaite Professor of Rhetoric Emerita“ der Tufts Universität, Medford, Massachusetts. Zahlreiche Aufsätze zur deutschen und vergleichenden Literatur und zum Film sowie Biographien über Simone de Beauvoir und Anna Seghers, auch als Herausgeberin tätig, u. a. die Briefe von Anna Seghers in 2 Bänden (2008 und 2010) sowie „Anna Seghers. The Challenge of History“ (2020).

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