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Produktinformationen "Kollektive Unschuld"
  • Hentrich und Hentrich Verlag Berlin
  • Salzborn, Samuel
  • 978-3-95565-359-0
  • 01.02.2020
  • mit Klappen
  • 136 Seiten
  • 129 x 200 (B/H)
  • deutsch
  • 1
  • 7 %
  • Auseinandersetzen
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  • Taschenbuch
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Die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und der Shoah galt lange als bundesdeutsche Erfolgsgeschichte. Dieses Image beginnt mit der zunehmenden Rechtsradikalisierung in Politik und Gesellschaft mehr und mehr zu bröckeln. Das vorliegende Buch zeigt, dass in diesem bundesdeutschen Selbstbild immer schon die Geschichte der Schuld- und Erinnerungsabwehr, der Täter-Opfer-Umkehr, der Selbststilisierung als Opfer und der antisemitischen Projektion ausgeblendet wurde. Eine (selbst-)kritische Aufarbeitung der Vergangenheit hat auch 75 Jahre nach der Niederschlagung des Nationalsozialismus auf gesellschaftlicher Ebene kaum stattgefunden: durch die Abwehr der Shoah im deutschen Erinnern manifestiert sich vielmehr ein Selbstbild, das um den Mythos kollektiver Unschuld kreist.

Rezensionen „Kollektive Unschuld"

„Der Politikwissenschaftler Samuel Salzborn knöpft sich in einem erhellenden Essay das Konfliktfeld zwischen Geschichtsvergessenheit und Geschichtsversessenheit in Deutschland vor.“ Deutschlandfunk Kultur, 23. März 2020 „Die Schuld kann nicht geteilt werden. Sie lässt sich nicht vergleichen. […] Das formuliert Samuel Salzborn mit der nötigen Schärfe in seiner abrechnenden Analyse.“ Der Freitag, 31. März 2020 „In einem pointierten Essay bündelt Salzborn zentrale Erkenntnisse der sozialwissenschaftlichen und historischen Antisemitismusforschung.“ Der Tagesspiegel, 28. April 2020 „Samuel Salzborn hat eine scharfe Abrechnung über die Deutschen und ihren ‚Opfermythos‘ verfasst.“ Süddeutsche Zeitung, 26. April 2020 „Samuel Salzborns Buch ‚Kollektive Unschuld‘ zeigt, dass im bundesdeutschen Selbstbild immer schon die Geschichte der Schuld- und Erinnerungsabwehr, der Täter-Opfer-Umkehr, der Selbststilisierung als Opfer und der antisemitischen Projektione ausgeblendet wurde.“ radioeins rbb, 5. Mai 2020 „Salzborn verschont niemandem in diesem Essay. Seine harte Rhetorik und seine starken analytischen Fähigkeiten resultieren in einem ungemein dichten und provokativen Werk. Dieses Buch hat großen Symbolcharakter: Salzborn stößt eine lange verdrängte und nie wirklich offen ausgetragene Diskussion an.“ Portal für Politikwissenschaft, 5. Mai 2020 „Salzborns zentrale These ist radikal - und gerade deshalb leistet der Essay einen wichtigen Beitrag zum verantwortungsvollen Umgang mit der Shoah.“ Belltower News, 7. Mai 2020 „Eine aufschlussreiche und detailreiche Analyse um den Nationalsozialismus und die Shoah in der Erinnerungskultur der Bundesrepublik.“ bnr.de, 8. Mai 2020 „Auf Ärmel aufgenähte ‚Ungeimpft‘-Sterne, an KZ-Kleidung angelehnte Kostümierungen sowie die Instrumentalisierung Anne Franks auf sogenannten Hygienedemos zeugen von Geschichtsvergessenheit, mangelndem Respekt und missbrauchen die Verantwortung gegenüber jüdischen Mitbürgern. Angesichts dieser Entwicklungen erscheint die Publikation Samuel Salzborns als dringend notwendige Warnung.“ Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16. Juni 2020 »Die interessierte Leserschaft erhält mit dem schmalen Band einen kompakten Überblick und einen zugespitzten Kommentar zur andauernden kollektiven Schuldabwehr in der Bundesrepublik. Ohne eine klarsichtige Bestandsaufnahme der deutschen Opferinszenierung können weder der neue Aufstieg der extremen Rechten noch die grassierende Israelfeindlichkeit tatsächlich verstanden werden.« ZfG - Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 68 (2020) "[Es] bleibt festzuhalten, dass mit dem rezensierten Taschenbuch gerade für die politische Bildung ein wichtiger Baustein in der gegenwärtigen Diskussion um die Gefährdung unserer Demokratie durch den Rechtsextremismus geliefert wird. Salzborn legt eine breit angelegte Darstellung des Diskurses zur Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit vor und bezieht einen klaren Standpunkt gegen Tendenzen, diesen Teil der Geschichte zu ,entsorgen‘." Horst-Alfred Heinrich, Neue politische Literatur, 17. September 2020 »Dieser Essay ist eine scharfe Abrechnung und eine harte Analyse […] [Salzborns] Text fordert von uns einiges ab und lässt uns fast ratlos zurück.« Medaon 15 (2021) »Salzborn legt eine breit angelegte Darstellung des Diskurses zur Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit vor und bezieht einen klaren Standpunkt gegen Tendenzen, diesen Teil der Geschichte zu ,entsorgen‘.« Neue Politische Literatur (2020) 65 „Seine Botschaft zu übersehen, kann sich die deutsche Leserschaft schlichtweg nicht leisten.“ Jahrbuch Extremismus & Demokratie 2021


Biografie – Salzborn, Samuel

S
Salzborn, Samuel
geboren 1977 in Hannover, ist Antisemitismus- und Rechtsextremismusforscher und lehrt Politikwissenschaft an der Universität Gießen. Er ist u.a. Leiter einer Nachwuchsforschungsgruppe zum NSU-Prozess und wurde 2015 ausgezeichnet mit dem Preis der Stiftungsrates der Universität Göttingen in der Kategorie „Wissenschaft und Öffentlichkeit“ für den „vorbildlichen Transfer aktueller wissenschaftlicher Themen in eine breite Öffentlichkeit“.

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