M. Der Mann der Vorsehung
Scurati, Antonio (18.09.2021)M. Der Mann der Vorsehung · Scurati, Antonio
Roman
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- Verlag: Klett-Cotta
- Autor: Scurati, Antonio
- Übersetzer: Koskull, Verena von
- ISBN: 978-3-608-98457-6
- Veröffentlichung: 18.09.2021
- Umfang: 640 Seiten
- Maße: 135 x 215 (B/H)
- Gewicht: 877
- Sprache: deutsch
- Originaltitel: M. L’uomo della provvidenza
- Originalsprache: ita
- Auflage: 1. Aufl. 2021
- MwSt: 7 %
- Lesemotiv: Auseinandersetzen
- Lesemotiv: Entspannen
- Nebenlesemotive: Eintauchen
- Produktart: Buch gebunden
- Produktform: Hardcover
»Der zweite Teil des beispiellosen literarischen Unterfangens von Antonio Scurati.« La Stampa
- 200.000 verkaufte Exemplare in Italien- Fortsetzung des gefeierten Weltbestsellers »M. Der Sohn des Jahrhunderts« - Platz 1 der italienischen Bestsellerliste
»Der zweite Teil des beispiellosen literarischen
Unterfangens von Antonio Scurati.« La Stampa
Antonio Scurati setzt sein weltweit gefeiertes Epos über den Faschismus fort: Zu Beginn des Jahres 1925 siecht Benito Mussolini seinem Ende entgegen. Das jahrelange Tauziehen um den obersten Posten des Landes fordert offenbar seinen Tribut. Doch der jüngste Premierminister in der Geschichte Italiens weigert sich, an einem einfachen Magengeschwür zu verenden.
Das Bild des glorreich siegenden Duce, der sich den Mord an Matteotti wie einen Verdienst ans Revers geheftet hat, scheint in weite Ferne gerückt. Zur Befriedung der Zänkereien zwischen seinen Gefolgsleuten setzt er andere ein; die ungestüme Tochter Edda verheiratet er kurzerhand mit Galeazzo Ciano; Badoglio und Graziani werden mit der afrikanischen Mission betraut, die im Grauen von Giftgas und Konzentrationslagern mündet. Antonio Scurati schreibt den Weg von »M. Der Sohn des Jahrhunderts« auf beeindruckende Weise fort: Mit Hilfe der Verflechtung von Erzählung und Originalquellen entreißt er die Schlüsselfiguren und -ereignisse der Jahre 1925 bis 1932 dem Vergessen und findet einen ebenso intimen wie transparenten Zugang zur Person Mussolini. Der Roman endet mit dem zehnten Jahrestag der Revolution, als M. das gespenstische Denkmal für die faschistischen Märtyrer errichten lässt, das mehr noch als an vergangene Tote an heraufziehende Katastrophen zu gemahnen scheint.
Rezensionen „M. Der Mann der Vorsehung"
»Faschismus ist eine Radikalisierung der Idee vom ‚nationalen Interesse‘ und als solche der Demokratie näher, als es deren Verteidiger manchmal wahrhaben wollen. Wie dieses Prinzip im Fall Benito Mussolinis funktioniert, im Alltag, in kleinen und großen politischen Entscheidungen, in den jeweiligen Funktionsträgern – davon handelt letztendlich dieses Werk, und dafür braucht es tatsächlich drei dicke Bände.« Thomas Steinfeld, Süddeutsche Zeitung, 09. Dezember 2021Süddeutsche Zeitung (Thomas Steinfeld)
»Worum es im Text Scuratis geht, ist die Macht – und die Frage, wie es einem aufgeblasenen Journalisten und den Bohemiens um ihn herum gelingen konnte, in nur drei Jahren an die Herrschaft in Italien zu kommen. Und diese Herrschaft auch zu behalten.« Claudius Seidl, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 08.03.2020
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (Claudius Seidl)
»Ein Verdienst Scuratis ist, dass er den perfiden Mechanismus eines gesellschaftlichen Umbruchs vermittelt […] Durch die multiperspektivische Aufsplitterung vermittelt Scurati, in wie viele Richtungen sich die Geschehnisse hätten entwickeln können.« Maike Albath, Süddeutsche Zeitung, 27.02.2020
Süddeutsche Zeitung (Maike Albath)
»Seine Detailgenauigkeit, die das allmähliche Kippen der politischen Lage zum Vorschein bringt, macht ihn lesenswert und oft verblüffend aktuell.« Jutta Person, Die Zeit, 20.02.2020
Die Zeit (Jutta Person)
»M. ist keine Glorifizierung, sondern ein wuchtiges Mahnmal gegen die Anfänge des Faschismus.« Judith Innerhofer, Buchreport, 15.07.2020
Buchreport (Judith Innerhofer)
»Die letzten Tage Italiens vor der Diktatur hat man in so wuchtiger und aufwühlender Bandbreite noch nicht vorgeführt bekommen.« Peter Burri, Basler Zeitung, 29.04.2020
Basler Zeitung (Peter Burri)
»Eine erschreckend aktuelle Kampfschrift gegen die Rückkehr des Faschismus in Europa.« Stern, 05.03.2020
Stern (Peter Burri)
»Das Buch […] macht […] aber auch deutlich, wie verletzlich Demokratie ist. […] Insofern fühlt man sich neu motiviert, die politischen Strömungen der Gegenwart besonders aufmerksam zu beobachten.« Christine Gorny, Radio Bremen, 03.03.2020
Radio Bremen (Christine Gorny)
»Antonio Scurati gelingt das Kunststück, den Instinktpolitiker Mussolini lebendig werden zu lassen. Dabei bleibt er den historischen Fakten treu und zieht – unaufällig aber unübersehbar – Verbindungslinien in unsere Gegenwart.« Andreas Lueg, Titel Thesen Temperamente, 01.03.2020
titel thesen temperamente (Andreas Lueg)
»Das Buch […] auf eingängige, fast thrillerhafte Weise von einer Epoche handelt, die in Zeiten weltweiter rechtsextremer Terrorakte wieder unheimlich aktuell erscheint.« Marc Reichwein, Die Welt, 22.02.2020
Die Welt (Marc Reichwein)
Biografie – Scurati, Antonio
Antonio Scurati, 1969 in Neapel geboren, ist Professor für vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Mailand und schreibt für die Zeitungen Corriere della Sera and El País. Seine Romane sind in viele Sprachen übersetzt und wurden mehrfach mit Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Premio Mondello und dem Premio Campiello. Sein großes Romanprojekt zum Aufstieg des Faschismus in Europa machte ihn international berühmt. Alle drei erschienenen Bücher standen auf Platz eins der italienischen Bestsellerliste. Für »M. Der Sohn des Jahrhunderts« erhielt den wichtigsten Literaturpreis Italiens, den Premio Strega; »M. Der Mann der Vorsehung« wurde mit dem Prix du Livre Européen ausgezeichnet.
Verena von Koskull, geboren 1970, studierte Italienisch und Englisch für Übersetzer sowie Kunstgeschichte in Berlin und Bologna. Seit 2002 ist sie als Literaturübersetzerin tätig, außerdem übersetzt sie für die Wochenzeitung DIE ZEIT.
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