Putins Krieg gegen die Frauen
Oksanen, Sofi (08.02.2024)Putins Krieg gegen die Frauen · Oksanen, Sofi
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- Verlag: Kiepenheuer & Witsch
- Autor: Oksanen, Sofi
- Übersetzer: Plöger, Angela & Murmann, Maximilian
- ISBN: 978-3-462-00691-9
- Veröffentlichung: 08.02.2024
- Umfang: 336 Seiten
- Maße: 120 x 29 x 193 (B/T/H)
- Gewicht: 405
- Sprache: deutsch
- Originalsprache: fin
- Auflage: 2. Auflage
- MwSt: 7 %
- Lesemotiv: Auseinandersetzen
- Produktart: Buch gebunden
- Produktform: Hardcover
Sofi Oksanen über sexuelle Gewalt als Kriegswaffe
Der russische Angriffskrieg in der Ukraine ist in hohem Maße ein Geschlechterkrieg: Russland setzt sexuelle Gewalt in der Ukraine als Waffe ein, aber Frauenfeindlichkeit ist auch ein Instrument der internen Zentralisierung der Macht in Russland. Und sie ist ein Werkzeug des Imperialismus. Das Grauen, das Familien des Baltikums bereits einmal erleben mussten und das bis heute Wunden in den Familien hinterlassen hat, Deportationen, Besetzungen, Terror, Folter, Nazibeschuldigungen, Vergewaltigung, wiederholt sich, aber wie nie zuvor können Kriegsverbrechen dokumentiert werden, weil Journalistinnen, Richterinnen, Staatsanwältinnen und Anwältinnen beteiligt sind. Die Hoffnung besteht, dass die Straffreiheit Russlands ein Ende haben wird.
In diesem sorgfältig recherchierten Essay zeigt sich Sofi Oksanen erneut als absolute Kennerin Russlands, seiner Geschichte und seiner strategischen Frauenfeindlichkeit.
Rezensionen „Putins Krieg gegen die Frauen"
»Oksanens feministische und baltische Perspektive auf den Ukraine-Krieg ist erhellend.«NZZ am Sonntag (Gina Bachmann)
»Ihr gedruckter Versuch, gehört zu werden, ist ‒ anders als es der Titel vermuten lässt ‒ keine reine Analyse von Putins Misogynie, sondern eine hilfreiche Erklärung über die Beweggründe Russlands und die Hintergründe eines Krieges, der zwar für den Westen, aber keineswegs für die nord- und osteuroäischen Länder überraschend entbrannte.«
FAZ (Sarah Obertreis)
»schnörkellos und wütend«
NZZ (Nadine A. Brügger)
»Oksanen konfrontiert uns mit erschütternden Szenen und verstörenden Wahrheiten.«
Frankfurter Neue Presse (Michael Kluger)
»In ihrem neuen, sehr erschütternden Buch beschreibt und analysiert die finnische Schriftstellerin die genozidale, sexuelle Gewalt in der Ukraine.«
Der Standard (Gerhard Zeillinger)
»Die finnisch-estnische Schriftstellerin Sofi Oksanen zeichnet die Tradition Russlands als Kolonialmacht nach, analysiert den systematischen Einsatz sexueller Gewalt ‒ und liest dem Westen die Leviten.«
Tages-Anzeiger, Schweiz (Martin Ebel)
»[Oksanen] vollbringt das Kunststück, durchaus emotional ihrer Wut Ausdruck zu verleihen und gleichzeitig sehr kühl und durch viele Quellen belegt, den Krieg in der Ukraine und vor allem auch dessen Vorgeschichte zu analysieren.«
Kölner Stadtanzeiger (Anne Burgmer)
»Sofi Oksanens Essay arbeitet gegen die Ignoranz, die auch in Deutschland lange komfortabel schien.«
Der Freitag (Lennart Laberenz)
»Sofi Oksanens Buch ›Putins Krieg gegen die Frauen‹ ist ein nachdenklich stimmender, mutiger Essay [...] Zugleich analytisch scharf und historisch von einer Hellsicht, die uns Beobachtern im Westen leider lange Zeit abgegangen ist.«
Deutschlandfunk Büchermarkt (Ulrich Rüdenauer)
»In ›Putins Krieg gegen die Frauen‹ dokumentiert Sofi Oksanen, wie Misogynie, also Frauenfeindlichkeit, nicht nur ein Instrument des Krieges in der Ukraine ist, um das Land auszulöschen, sondern auch ein Instrument russischer Innenpolitik.«
SWR 2 (Christine Hamel)
»Sofi Oksanen hat mit kaltem Zorn und akribischer Recherche ein Buch zur Stunde geschrieben.«
Die Zeit (Iris Radisch)
»Kaum jemand in Finnland schreibt so politisch wie sie an den Schmerzlinien der Geschichte entlang, um die Gegenwart zu verstehen und in die Zukunft zu blicken.«
WDR Westart (Hilka Sinning)
Biografie – Oksanen, Sofi
Sofi Oksanen, geboren 1977, Tochter einer estnischen Mutter und eines finnischen Vaters, studierte Dramaturgie an der Theaterakademie von Helsinki. Ihr dritter Roman, »Fegefeuer«, war monatelang Nummer eins der finnischen Bestsellerliste und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. dem Finlandia-Preis, dem Literaturpreis des Nordischen Rates und dem Prix Femina. Der Roman erschien in über vierzig Ländern und machte die Autorin auch in Deutschland zu einer der wichtigsten Vertreterinnen der internationalen Gegenwartsliteratur. Sofi Oksanen lebt in Helsinki.
Angela Plöger hat in Berlin, Budapest, Helsinki und Hamburg Finno-Ugristik und Slawistik studiert. Sie lebt als freiberufliche Übersetzerin vor allem finnischer Literatur und Dramatik in Hamburg. 2016 wurde sie für ihre herausragende Übersetzungsarbeit mit dem "Ritterkreuz des Orden des Löwen von Finnland" ausgezeichnet.
Maximilian Murmann, 1987 geboren, ist Literaturübersetzer und Sprachwissenschaftler. Er übersetzt aus dem Finnischen, Estnischen und Englischen ins Deutsche und lebt mit seiner Familie in München.
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