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Schwerkraft und Gnade

Weil, Simone (12.11.2020)
Produktinformationen "Schwerkraft und Gnade"
  • Matthes & Seitz Berlin
  • Weil, Simone
  • Kemp, Friedhelm
  • 978-3-95757-934-8
  • 12.11.2020
  • Hardcover
  • 249 Seiten
  • 124 x 204 (B/H)
  • 350
  • deutsch
  • La Pesanteur et la Grâce
  • fre
  • 3. Auflage
  • 7 %
  • Auseinandersetzen
  • Verstehen
  • Buch gebunden
  • Hardcover

Simone Weil, die große französische Philosophin, war in Frankreich fast vergessen und in Deutschland kaum bekannt, als sie 1943 starb. Ihr frühes Denken, das geprägt war durch ihr politisches Engagement als Gewerkschafterin, MarxKritikerin und Teilnehmerin am Spanischen Bürgerkrieg, machte später der Orientierung an christlicher Mystik und platonischer und buddhistischer Tradition Platz. Kurz vor ihrem Tod überreichte sie ihre Notizbücher und Briefe dem christlichen Philosophen Gustave Thibon, der daraus vier Jahre später den Band Schwerkraft und Gnade zusammenstellte. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs geschrieben, als sich Simone Weils Gesundheitszustand verschlechterte und ihr sozialer Aktivismus einer spirituellen Selbstbeobachtung wich, wurden die hier erhaltenen Aphorismen und die philosophischen und mystischen Betrachtungen zu einer der einflussreichsten Quellen der späteren französischen Philosophie. Mit dieser von Charlotte Bohn neu herausgegebenen und von Frank Witzel mit einem Nachwort versehenen Ausgabe wird Simone Weils wichtigstes Werk nach vielen Jahren wieder zugänglich.

Biografie – Weil, Simone

W
Weil, Simone

Simone Weil, 1909 in Paris als Tochter einer jüdisch-bürgerlichen Familie geboren, schloss 1925 das Gymnasium mit dem baccalauréat de philosophie ab, besuchte dann das Lycée Henri IV und absolvierte ein Philosophiestudium an der École normale superieure, das sie 1931 mit einer Arbeit über Descartes bei Léon Brunschvicq abschloss. Das politische Engagement als Gewerkschafterin, Marx-Kritikerin und Teilnehmerin am Spanischen Bürgerkrieg machte später der Orientierung an christlicher Mystik und platonischem und buddhistischem Denken Platz. Sie starb im Exil 1943 im englischen Ashford.

Frank Witzel veröffentlichte seit seinem ersten Lyrikband 1978 mehr als ein Dutzend Bücher, darunter den Roman Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969, für den er den Deutschen Buchpreis 2015 erhielt. Für das gleichnamige Hörspiel gewann er den Deutschen Hörspielpreis 2017. Für seinen Roman Direkt danach und kurz davor war er für den Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2017 nominiert, mit seinem Roman Inniger Schiffbruch war er 2020 erneut auf der Longlist des Deutschen Buchpreises. Er hatte die Poetikdozentur der Universitäten Heidelberg, Tübingen und Paderborn inne und war 2017/2018 Inhaber der Friederichs-Stiftungsprofessur an der Hochschule für Gestaltung Offenbach. Von seinen zahlreichen Hörspielen ist die vom BR 2018 produzierte Hörspielserie Stahnke, und das zuletzt 2024 vom HR gesendete Hörspiel Gerhart Preßler – Ein Leben im Ton, alle in der Regie von Leonhard Koppelmann, zu nennen. Die in Stuttgart aufgeführte Oper Dora von Bernhard Lang, für die Witzel das Libretto schrieb, wurde 2024 zur Uraufführung des Jahres gewählt. Im selben Jahr erhielt Witzel den Crespo Wortmeldungen Literaturpreis für seinen Essay Die Möglichkeit einer Micky Maus.

Friedhelm Kemp, 1914 in Köln geboren, wuchs in Aachen und Frankfurt auf, studierte in München, wo er 1938 bei Karl Vossler promovierte. Er übersetzte eine Vielzahl von Werken vor allem aus dem Französischen, u. a. von Maurice Scève, Charles Baudelaire, Simone Weil, Saint-John Perse, Marcel Jouhandeau, Georges Roditi. Er war aber auch Essayist sowie Herausgeber und Vermittler auch der deutschen Literatur, so gab er die Werke von Jean Paul, Rahel Varnhagen, Konrad Weiss heraus. Für sein reichhaltiges Werk wurde er mit vielen Preisen ausgezeichnet, 1963 mit dem Johann-Heinrich-Voß-Preis für Übersetzung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung für den »Vermittler fremder Literaturen, insbesondere der zeitgenössischen französischen«. 1998 erhielt er den Joseph Breitbach-Preis und 2007 den Horst-Bienek-Preis für Lyrik. Er starb 2011 in München.

Charlotte Bohn, geboren 1990 in Berlin, studierte Philosophie und Kulturwissenschaften in Berlin, Wien und Chicago. Sie arbeitet an einer philosophischen Dissertation zu Simone Weil und für verschiedene Projekte im Bereich Text und Bewegtbild.

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