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Von Barschen, Augustäpfeln und anderen Menschen

Becker, Artur (29.09.2025)
Produktinformationen "Von Barschen, Augustäpfeln und anderen Menschen"
  • Edition Faust
  • Becker, Artur
  • 978-3-949774-85-0
  • 29.09.2025
  • Taschenbuch
  • 384 Seiten
  • 130 x 190 (B/H)
  • 422
  • deutsch
  • 1
  • 7 %
  • Auseinandersetzen
  • Entspannen
  • Buch

»Ein großartiger Erzähler.« Klaus Hübner, Tagesspiegel 

Am Ufer des Gehlandsees steht das Erholungszentrum Rusałka – ein Ort voller Sehnsüchte, Ängste und Mythen. Hier herrscht Albrecht Butcher, ein Mann, den alle fürchten und den doch niemand aufhält. Man sagt, er habe Menschen im Wald verschwinden lassen und dass selbst Blitze ihn nicht töten können. Aber wer ist er wirklich – ein Tyrann, ein Geschäftsmann oder nur ein Kind seiner Zeit? 

In fünfzehn Erzählungen führt Artur Becker durch eine Welt zwischen Masuren und Deutschland, Vergangenheit und Gegenwart, Heimat und Exil. 

Er erzählt von Näherinnen, die Urlaub machen und von einem besseren Leben träumen, von einem Sohn, der in Zeiten des Umbruchs zu seiner sterbenden Mutter reist, von verlorenen Liebenden, gestrandeten Existenzen und einem Sozialismus, der sich selbst nicht mehr tragen kann. 

Mit Blick für das Tragische und das Absurde erzählt Becker von Schuld und Verdrängung, von Aufbruch und Verlust – und fragt, wo wir wirklich zu Hause sind. 

"Es ist eine der großen Leistungen Beckers, seinen Stoff jederzeit attraktiv zu halten, Spannungsbögen aufzubauen, Szenen zu schließen und trotzdem stets anschlussfähig zu gestalten." Christoph Schröder, ZEIT ONLINE

Rezensionen „Von Barschen, Augustäpfeln und anderen Menschen"

»So kam Artur Becker unter die Deutschen. Er erlernte die deutsche Sprache, studierte Slawistik und Germanistik. Während er das Polnische in seinen Romanen nicht aussterben lässt, bleibt das Deutsche eine Literatursprache, keine Heimat im Exil, kein ›portables Vaterland‹, wie Heinrich Heine sagte.« Michael Braun, Kölner Stadtanzeiger


„Die Dinge entwickeln sich niemals gradlinig, naheliegend, dass Becker verschiedene Erzähler zu Wort kommen lässt. Auch das ist der Kniff eines listigen Autors, wenn er als Erzähler in unterschiedliche Rollen schlüpft, mal als ausgefuchster Schelm, mal robuster Schwadroneur. Oder hier: der breitbeinige Berserker – demgegenüber der liebestolle Enthusiast. Beckers diverse Erzähler sind Grenzgänger. Der nimmt sich Übertretungen heraus, gewagte Vergleiche, Metaphern aus Überschwang.“ Christian Thomas, Frankfurter Rundschau


„Artur Becker ist ein fantastischer Autor.“ Carola Willmann, Hr2-kultur Podcast Neue Bücher


„Dass diese prallen Lebensgeschichten nicht ins Klischeehafte, Kitschige, abrutschen, darin sieht Literaturkritiker Christoph Schröder die große Klasse dieses beeindruckenden Autors, der in der Öffentlichkeit leider zu wenig Beachtung finde.“ Christoph Schröder, SWR


„Kaum ein Autor kann vom kleinen Glück im großen Weltunglück so schaurig-schöne und unglaublich wahrhaftige Geschichten erzählen wie Artur Becker.“ Michael Braun, Aachener Zeitung


„Diese Zerrissenheit ergreift einen. Der erwachsene Sohn sitzt fest in einer westlichen Metropole, einer „Stadt der hohlen Männer, die Staub in Gold verwandeln“, im Hotel. Seine betagte Mutter in einem kleinen Ort an der Nordsee hat eine schwere Herzoperation vor sich und es ist nicht sicher, ob sie die überlebt. Es ist die Zeit der Infektionen, Reise- und Kontaktverbote. Ohne dass der Name der Pandemie genannt wird, weiß man Bescheid. Und es ist die Zeit einer „Invasion“ im Osten. Kriegsflüchtlinge retten sich ins Hotel.“ Tomas Gärtner, Dresdner Neue Nachrichten


„Sein jüngster Erzählband ‚Von Barschen, Augustäpfeln und anderen Menschen‘ speist sich aus Erinnerungen an diese Zeit. Voller Absurditäten, Sehnsüchten und der Suche nach Identität in einer Welt zwischen Heimat und Fremde, Vergangenheit und Gegenwart thematisiert er das eigene Schicksal als Teil der Universalgeschichte.“ Meinolf Bunsmann, hr-2-kultur


„Er zeigt das pralle, nackte Leben, ist in der Form reflektiert und historisch bewandert. Becker hat (hoffentlich richtig gezählt!) neun Romane veröffentlicht, schreibt wunderbare Erzählungen – und segelt immer noch ein wenig unter dem Radar der Öffentlichkeit, die er verdient hätte.“ Journal Frankfurt


"Mal märchenhaft stilisiert, immer deftig zugeneigt und stets ohne gar zu langen Boxenstopp im Psychologisieren mäandert das Buch dem Verlust der Heimat hinterher, um sich dem Finden einer neuen zuzuwenden. Kraftvoll, sentimental und trotz aller Tiefschläge beim Unterwegssein optimistisch wird von und mit wachgehaltener Lebenslust erzählt. Das macht diese Texte so sympathisch.“ Ulrich Steinmetzger, FAZ


Biografie – Becker, Artur

Autorenbild
Becker, Artur
Artur Becker, geboren 1968 als Artur Bekier im polnischen Bartoszyce in Ermland-Masuren, lebt seit 1985 in Deutschland, in Frankfurt am Main. Er studierte in Bremen Kulturgeschichte Osteuropas und Deutsche Literatur- und Sprachwissenschaft. Writer in Residence in Kra- kau (1998), New York (2000), Olevano Romano bei Rom (2005), Venedig (2010), Santiago de Chile (2017) und Johannesburg (2018).
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