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Informations sur le produit "Die Last der Angst"
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Weil ihr keine Alternative einfiel, machte sich Donia im bitterkalten Winter auf den Weg zu Olena. Nicht allzu weit von deren Hütte entfernt, neben einer abgelegenen Straße, befand sich eine Grube. Dort würde Donia die Gefahr abwarten. Sie begann, wie ein Waldtier in einer engen kalten Höhle zu leben. Olena kam jeden Abend in der Dunkelheit durch den Wald und brachte ihr etwas zu essen. Bald war Donia mit Erde, Läusen und Käfern bedeckt. Ohne Tageslicht und abgeschnitten von den Menschen, die ihr nach dem Leben trachteten, fühlte sie, als wenn sich ihr Körper auflöste und einem Leichnam immer ähnlicher wurde. Ihr Tag bestand aus einer einzigen langen Nacht. Die Angst hörte nicht auf. Donia Rosen überlebte die mörderische Verfolgung durch die grenzenlose Hilfe von Frau Olena Hryhoryschin. Als Donia endgültig Rettung gefunden hatte, wurden die beiden getrennt – sie sahen einander nie wieder. Die ältere alleinstehende und in unvorstellbarer Armut lebende Olena war nicht die Einzige, die in der deutsch besetzten Ukraine nicht nur Mitgefühl zeigte, sondern die Entscheidung zu helfen mit jeder daraus resultierenden Konsequenz auf sich nahm. Die Menschen, die sich in der Ukraine der Verfolgung und Vernichtung von Juden in den langen Jahren von 1941 bis 1944 widersetzten und damit Leben retteten, waren in allen Schichten der Gesellschaft zu finden. Es waren Erzieherinnen, analphabetische Bauern, halbwüchsige Schulfreunde und deren Eltern, Fremde ohne Namen, Geistliche, Intellektuelle, Kommunisten, aber auch Angehörige der ukrainischen Hilfspolizei, die sich den Massenmorden an Juden wiedersetzten. Der Vernichtungsfeldzug des »Unternehmens Barbarossa« und die nationalsozialistische Besatzungspolitik betrafen alle Einwohner der Ukraine. Während die Juden der Ukraine mit der drohenden Auslöschung konfrontiert waren, blieb der übrigen Bevölkerung eine begrenzte Wahl zwischen Anpassung, Mitbeteiligung und Widerstand. Der vorliegende Band zeigt verschiedene Perspektiven und Dimensionen menschlicher Hilfe inmitten der tödlichen Verfolgung der ukrainischen Juden. Das allgegenwärtige Risiko der Todesstrafe und die langen Jahre der Angst trugen alle Beteiligten gemeinsam.

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