Adlergestell
Laabs, Laura (16.08.2025)Adlergestell · Laabs, Laura
Roman | Shortlist »Die schönsten deutschen Bücher" Stiftung Buchkunst
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- Verlag: Tropen
- Autor: Laabs, Laura
- ISBN: 978-3-608-50288-6
- Veröffentlichung: 16.08.2025
- Produktform: Hardcover
- Umfang: 240 Seiten
- Maße: 143 x 215 (B/H)
- Gewicht: 378
- Sprache: deutsch
- Auflage: 1. Auflage 2025
- MwSt: 7 %
- Lesemotiv: Entspannen
- Produktart: Buch gebunden
- Produktform: Hardcover
- Für Leserinnen und Leser von Anne Rabe und Charlotte Gneuß
Wie beginnt man ein Leben am Ende der Geschichte?
Drei Mädchen vom Stadtrand, Center Shock auf der Zunge, abgerissener Mercedesstern um den Hals. Das sechsspurige Adlergestell vor der Nase. Ostberliner Kindheit um 1990.
Sie sind frei. Das wird jedenfalls behauptet. Freier als ihre Mütter, die sich verlieren in den Wirren des Umbruchs. Freier als ihre Großmütter, die noch immer verfolgt werden von den Gespenstern der Vergangenheit. Die drei Mädchen wollen ihr Leben selbst in die Hand nehmen. Doch als sie merken, dass auch die neue Freiheit Grenzen hat, kommt es zum Knall.
Lenka, Chaline und die Erzählerin wachsen Tür an Tür auf, an der großen Berliner Ausfallstraße, dem Adlergestell. Beste Freunde, unzertrennlich, trotz oder wegen der völlig verschiedenen Milieus, aus denen sie kommen. Mit dem Schulanfang treten sie ein in das Chaos nach dem »Ende der Geschichte«. Das schmeckt so süß und prickelt so sauer wie die neuen Center Shocks. Doch die großen Erwartungen zerplatzen so schnell wie ihre Kaugummiblasen. Denn den Adler kümmert ihre Existenz wenig und ein Gestell gibt keinen Halt. 35 Jahre danach beginnt die Erzählerin eine Spurensuche. Warum haben sie sich verloren? Was hat ihre Vergangenheit, die ihrer Mütter und Großmütter, mit den
Verwerfungen von heute zu tun? Und hatten sie überhaupt eine Chance?
Ein furioser Nachwenderoman, der mitten in unsere Gegenwart führt.
»Laura Laabs schildert eine Gegenwart, die Anfang der 90er Jahre gerade in die Zukunft abrutscht. Und die Vergangenheit sitzt auch noch mit an der Kaffeetafel und trinkt Eierlikör. Ein Buch, das souverän durch die Zeiten spaziert.« Jenny Erpenbeck
Rezensionen „Adlergestell"
»Ein Buch, das den Geist einer Zeit greift, ohne nostalgisch zu sein, und in dem man das Wesen der eigenen Kindheit genauso spürt wie das historisch-politische Gewicht einer Umbruchszeit.« Alexander Eisenach, Süddeutsche Zeitung, 29. Dezember 2025Süddeutsche Zeitung (Alexander Eisenach)
»So wie Laabs bewegte Bilder beschreibt, wünscht man sich mehr Gegenwartsliteratur, ambitioniert, waghalsig, manchmal einen Schritt zu weit gehend, nie gleichgültig gegenüber ihrem Gegenstand. So kann man von der Zeit erzählen. So kann man sie ein bisschen besser verstehen.« Elena Witzeck, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 12. Oktober 2025
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (Elena Witzeck)
»Vieles in diesem Roman wirkt vertraut und fremd zugleich. Laabs erzählt kantig, splitternd und mit Ausflügen in eine Zukunft, die sich dem Glauben ans Gelingen entzieht.« Janina Fleischer, Leipziger Volkszeitung, 01. Oktober 2025
Leipziger Volkszeitung (Janina Fleischer)
»Laura Laabs vermittelt ein farbiges Mosaik der Nachwendezeit.« Claudia Ingenhoven, NDR Kultur, 22. September 2025
NDR Kultur (Claudia Ingenhoven)
»Das hier, geschrieben von der deutschen Filmregisseurin Laura Laabs, ist ein Siegertext, der bei der Jury in keine engere Wahl gelangte, weil er Teil eines fesselnden, bild- und atmosphäredichten, souverän und eskapadenfrei erzählten Romankunstwerks ist. Jeder Leser, jeder Verlag wünscht sich so etwas.« Heinz Sichrovsky, News.at, 02. Juli 2025
News.at (Heinz Sichrovsky)
»Laabs erzählt von einer Mädchenfreundschaft direkt nach der Wende, zentrales Symbol: die neuen Süßigkeiten, die es auf einmal zu kaufen gibt. Der Center-Shock als materieller wie emotionaler Dreh- und Angelpunkt einer Geschichte, auch das: toll.« Xaver von Cranach, Der Spiegel Kultur, 29. Juni 2025
Spiegel Kultur (Xaver von Cranach)
»Laura Laabs ist ein einprägsamer "Wenderoman" gelungen, in dem zugleich viel Aktuelles steckt.« Irmtraud Gutschke, nd, 10. Dezember 2025
nd (Irmtraud Gutschke)
»Geprägt ist der Roman durch den lakonisch-kessen Ton, in dem die kindliche Erzählerin auf ihre Umwelt blickt. […] Wie unterschiedlich die Lebenswege verlaufen, die in den 1990ern am Adlergestell so dramatisch begannen, das erzählt Laura Laabs so eindrücklich wie unvergesslich.« Christina Tilmann, MOZ, 08. September 2025
Märkische Oderzeitung (MOZ) (Christina Tilmann)
»[Laura Laabs fügt] großartige Frauenporträts ein: schnippische Westtante, überforderte Lehrerin, Chalines misshandelte Mutter. Was für Schicksale! Diese rundumgelungenen Kapitel geben dem Roman eine zusätzliche Dimension. Sie bohren noch tiefer in die Geschichte und legen soziale Verwerfungen frei.« Karin Großmann, Sächsische Zeitung, 27. August 2025
Sächsische Zeitung (Karin Großmann)
Biografie – Laabs, Laura
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