Aufleuchtende Details
Nádas, Péter (11.10.2017)Aufleuchtende Details · Nádas, Péter
Memoiren eines Erzählers
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- Verlag: Rowohlt
- Autor: Nádas, Péter
- Übersetzer: Viragh, Christina
- ISBN: 978-3-498-04697-2
- Veröffentlichung: 11.10.2017
- Produktform: Hardcover
- Umfang: 1280 Seiten
- Maße: 150 x 57 x 220 (B/T/H)
- Gewicht: 1276
- Sprache: deutsch
- Originaltitel: Világló részletek
- Auflage: 1. Auflage
- MwSt: 7 %
- Lesemotiv: Auseinandersetzen
- Nebenlesemotive: Eintauchen
- Produktart: Buch gebunden
- Produktform: Hardcover
Aufleuchtende Details - Ein ergreifendes Zeitzeugnis und ein literarisches Meisterwerk von Péter Nádas
In seinen Lebenserinnerungen Aufleuchtende Details ergänzt Péter Nádas, einer der bedeutendsten Autoren unserer Zeit, sein gewaltiges Romanwerk durch ein ebenso persönliches wie zeitgeschichtliches Dokument von durchschlagender erzählerischer Kraft. Nádas folgt den weitgespannten Verflechtungen seiner Memoiren nicht chronologisch, sondern assoziativ, wie in seinen großen Romanen. Jedes Ereignis, so Nádas, wirkt auf alle anderen Ereignisse ein – ob in der Politik oder der privaten Lebensgeschichte.
Durch jede einzelne Episode zieht sich die geheime Frage: Wie bin ich zu dem geworden, der ich bin, wenn jede persönliche Erinnerung, jede Prägung, untrennbar mit der Geschichte verstrickt ist? Wenn jeder Moment des Lebens nur die Spitze eines Eisbergs ist? Nádas erzählt davon, wie Identität unter schwierigen Bedingungen wächst, während sie sich permanent im Strom der Zeit zu verlieren droht.
Einer der größten europäischen Erzähler blickt hier zurück auf sein Leben, das bis ins kleinste, leuchtende Detail verbunden ist mit den großen Schicksalswendungen eines Kontinents im gewaltsamen Umbruch. Aufleuchtende Details ist ein literarisches Meisterwerk und ein ergreifendes Zeitzeugnis über das Judentum, den Holocaust und die politischen Umwälzungen in Ungarn im 20. Jahrhundert.
Rezensionen „Aufleuchtende Details"
Péter Nádas ist der große Vermesser der europäischen Seelenlandschaften des 20. Jahrhunderts. (...) eben noch atemberaubend mikrokopisch, ein Fest der Details und Nuancen, im nächsten Augenblick epochal und essayistisch (...) ein unüberbietbares Kunstwerk (...).Die Zeit (Iris Radisch)
Ein Erinnerungsfeuerwerk, in dem jeder Funken eigene Leuchtkraft entfaltet und vor allem weitere Erinnerungen auslöst. (...) Dieses Meisterwerk (...) macht klar, wie aus dem Sohn einer geradezu schreibwütigen jüdischen Familie ein an permanenten Krisenzeiten geschulter Beobachter und dann einer der größten Schriftsteller unserer Zeit wurde.
Frankfurter Allgemeine Woche (Andreas Platthaus)
Wer in die Textfluten steigt, wird fortgetragen von einem Erzählen, das unermessliches Wissen mit unstillbarem Wissenwollen vereint. Aufleuchtende Details ist ein Meilenstein der Literatur. Kaum einer kann Stimmungen besser einfangen als Nádas.
Neue Zürcher Zeitung (Andreas Breitenstein)
[Der Roman] will verstören, und er verstört ... Er versenkt sich tief in die unheimlichen Korrespondenzen zwischen dem kollektiven Unbewussten des Ostens und der dunklen Sehnsucht seiner Intellektuellen nach Übertretung und Selbstauslöschung.
Zeit Literaturbeilage (Iris Radisch)
Eine vielstimmige und sprachgewaltige Erzählung über Gier und Großmut, Bosheit und Missgunst vor dem Hintergrund der katastrophisch erlebten Umwälzungen des Kommunismus auf dem Lande.
dpa (Gregor Mayer)
Péter Nádas erhellt in seinem gewaltigen Erinnerungsbuch Aufleuchtende Details ein düsteres Jahrhundert.
Stuttgarter Zeitung (Jörg Plath)
... sein Buch ist eine tiefe Geschichte der Ich-Erforschung, ein psychologischer Familienroman und, indem er ihn untrennbar mit Zeitgeschichte verwebt, eines der großen Grundbücher des 20. Jahrhunderts. ... Sein selektiver wie umfassender Blick erzeugt Bilder - Standfotos der Erinnerung -, die sich zu einem Riesengemälde des eigenen Lebens zusammenfügen, gezeichnet von den Verwundungen des 20. Jahrhunderts. ... ein Opus magnum nicht nur der Memoirenliteratur, sondern der Literatur überhaupt.
Der Standard (Gerhard Zeillinger)
Nádas' große Kunst besteht darin, seinen Entwicklungsroman und den historischen Roman Europas in einer einzigen großen Erzählung zusammenzuführen.
Falter (Tobias Heyl)
Mit dem Instrumentarium eines herausragenden Schriftstellers und der Präzision eines bis ins kleinste Detail fühlenden Menschen hat Péter Nádas nicht einfach eine Autobiografie geschrieben, sondern auf assoziative Erinnerungen basierende große Literatur. Die Memoiren eines ungarischen Autors, der zusätzlich zu seinen persönlichen Verletzungen auch noch die Last des Mordens und des Verrats im 20. Jahrhundert auf seinen Schultern trägt und für uns, die Leser, all das zu Weltliteratur sublimiert hat.
NDR (Tobias Wenzel)
Nádas erweist sich als sagenhafter Beobachter: Die in bestimmten Momenten wie verrutscht klingende Stimme des Vaters, die Augen der Großmutter, die welke Haut des Großvaters, unter der die Adern hervortreten (...). Nachgeborene Leser werden ihre eigene Welt, vor allem aber ihre Eltern und ihre Großeltern mit anderen Augen sehen.
FAZ.NET (Tilman Spreckelsen)
Hunderte Schicksale legt Nádas dar, um zu beschreiben, was in Ungarn und mit Ungarn geschehen ist. Aber zwischendurch hält er immer wieder inne und fragt sich, wie alles auch ganz anders hätte kommen können. Das ist nicht die Frage eines Chronisten, sondern die eines Erzählers. (...) Ein monumentales Erinnerungsbuch.
Süddeutsche Zeitung (Karl-Markus Gauss)
Biografie – Nádas, Péter
Péter Nádas, 1942 in Budapest geboren, ist Fotograf und Schriftsteller. Bis 1977 verhinderte die ungarische Zensur das Erscheinen seines ersten Romans Ende eines Familienromans (dt. 1979). Sein Buch der Erinnerung (dt. 1991) erhielt zahlreiche internationale Literaturpreise. Zuletzt erschienen der Roman Parallelgeschichten, seine Memoiren eines Erzählers: Aufleuchtende Details. und der Roman Schauergeschichten.
Unter anderem wurde Nádas mit dem Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur (1991), dem Kossuth-Preis (1992), dem Leipziger Buchpreis für Europäische Verständigung (1995) und dem Franz-Kafka-Literaturpreis (2003) ausgezeichnet. 2014 wurde ihm der Würth-Preis für Europäische Literatur verliehen. Péter Nádas lebt in Gombosszeg.
Christina Viragh, geboren 1953 in Budapest, wuchs in der Schweiz auf und lebt heute als Autorin und Übersetzerin in Rom. Sie ist korrespondierendes Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und Übersetzerin von Péter Nádas, Sándor Márai, Imre Kertész, Henri Alain-Fournier und anderen. 2012 gewann sie den Preis der Leipziger Buchmesse in der Rubrik "Übersetzungen", den Europäischen Übersetzerpreis und, zusammen, mit Péter Nádas, den Brücke-Berlin-Preis.
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