Berlin, Siegesallee
Annas, Max (30.01.2024)Berlin, Siegesallee · Annas, Max
Roman | "Max Annas ist in der oberen Gewichtsklasse der deutschen Krimiautoren angekommen." Frankfur… mehr lesen
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- Verlag: Rowohlt
- Autor: Annas, Max
- ISBN: 978-3-498-00316-6
- Veröffentlichung: 30.01.2024
- Produktform: Hardcover
- Umfang: 288 Seiten
- Maße: 131 x 25 x 209 (B/T/H)
- Gewicht: 389
- Sprache: deutsch
- Auflage: 1. Auflage
- MwSt: 7 %
- Lesemotiv: Entspannen
- Produktart: Buch gebunden
- Produktform: Hardcover
«Man freut sich, dass es Krimis gibt, in denen mehr aufgeklärt wird als ein Mord.» Stern
- Ein Kriminalroman aus dem kaiserzeitlichen Berlin, der an sehr gegenwärtige Diskussionen über Kolonial-geschichte anknüpftMax Annas wurde fünfmal mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet.
Das Reich im Sommer 1914: Der Völkermord in Deutsch-Südwest liegt Jahre zurück, in den Kolonien herrscht Ruhe, und überhaupt lebt man in prächtigen Zeiten. Da lernen sich in Steglitz bei Berlin drei junge Männer kennen. Joseph Ayang, Sohn eines Kameruner Kolonialbeamten, will Theologie studieren. Friedrich Smith ist der im Reich geborene Sohn eines schwarzen Amerikaners. Ernst, der dritte, wurde von seinem Herrn aus Südwest mitgebracht. Die drei beschließen, dass etwas getan werden muss, um die Verbrechen in den Kolonien zu rächen: Sie bringen nachts Soldaten um, erst einen, dann zwei. Ohne Wirkung.
Die Fabrikantentochter Florentine vom Baum hält es nicht aus in einer Gesellschaft, in der Frauen unfrei sind. Als sie über ihren Bruder die drei Männer kennenlernt, bietet sie ihnen ihre Hilfe an. Und die vier fassen einen ungeheuerlichen Plan: Der Kaiser soll sterben.
Ein Roman darüber, was Menschen dazu treibt, Gewalt anzuwenden. Er spielt in einer Vergangenheit, deren Wirkungen wir heute noch spüren.
Rezensionen „Berlin, Siegesallee"
So liefert das Buch vor allem einiges an Erkenntnisgewinn und hilft, so manche heutige Debatten besser zu verstehen.Goslarsche Zeitung
Annas, der Afrika-Experte, verschränkt virtuos Krimi- und Geschichtsschreibung
Welt am Sonntag
„Berlin, Siegesallee“ beschreibt das Leben in Berlin im Sommer 1914. Was sehr präsent ist, das ist der Alltagsrassismus, den die drei schwarzen Protagonisten zu spüren bekommen. Dass der Plan, die Genozide in Afrika unvergessen zu machen, scheitert, macht den Krimi nicht weniger spannend.
MDR 1 Radio Thüringen (Dagmar Weitbrecht)
Auf 288 Seiten Historienkrimi erzählt Annas, was Menschen dazu treibt, gewalttätig zu werden. Fiktion und Historie liegen hier schmerzhaft nah beieinander.
Der Tagesspiegel (Juliane Eva Reichert)
Max Annas schweift in die Historie und verfremdet diese mit Fiktion. Das macht er so geschickt, dass man nicht nur mitfiebert, sondern sich auch Fragen über die unselige koloniale Vergangenheit Deutschlands stellt
Bremer Nachrichten (Iris Hetscher)
Max Annas ist mittlerweile in der oberen Gewichtsklasse der deutschen Krimiautoren angekommen. Er hat seinen eigenen, klaren und schnörkellosen Stil entwickelt, ob er nun über Südafrika schreibt oder über Morde in der DDR.
Frankfurter Allgemeine Zeitung (PETER KÖRTE)
Die Geschichte ist stimmig, antirassistisch und so blutig, wie ein gut ausgedachter Krimi ruhig sein darf
taz (Andreas Rüttenauer)
In der Abteilung historische Kriminalromane ist der Autor Max Annas eine Klasse für sich. ... Sehr subtiler historischer Kriminalroman, der lange nachwirkt, weil so viel zwischen den Zeilen steht.
BR24 (Andreas Rüttenauer)
Biografie – Annas, Max
Max Annas, geboren 1963, arbeitete lange als Journalist, lebte in Südafrika und wurde für seine Romane Die Farm (2014), Die Mauer (2016), Finsterwalde (2018) und Morduntersuchungskommission (2019) sowie zuletzt Morduntersuchungskommission: Der Fall Melchior Nikoleit (2020) fünfmal mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet. Bei Rowohlt erschienen außerdem Illegal (2017), Der Hochsitz (2021) und Morduntersuchungskommission: Der Fall Daniela Nitschke (2022)
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