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Chronik des eigenen Atems

Zhadan, Serhij (19.11.2024)
Produktinformationen "Chronik des eigenen Atems"
  • Suhrkamp
  • Zhadan, Serhij
  • Dathe, Claudia
  • 978-3-518-12840-4
  • ES 2840
  • 19.11.2024
  • Taschenbuch
  • 124 Seiten
  • 109 x 9 x 178 (B/T/H)
  • 107
  • edition suhrkamp (2840)
  • deutsch
  • 2
  • 7 %
  • Entspannen
  • Taschenbuch
  • Taschenbuch

Es sollte ein weiterer Gedichtband werden, schreibt Serhij Zhadan, über die östliche Landschaft im Winter, den nahenden Schnee, die Stimmen in der Luft, die Weinberge, die Stadt am Horizont, die sich mit Lärm und Licht füllt. Doch am 24. Februar 2022, mit Beginn des großen Krieges in der Ukraine, brach die Zeit, verstummte die Poesie. Erst Monate später kehrte die Sprache zurück: »Zeit neue Gedichte zu schreiben / Bei den alten weint niemand mehr.«

50 + 1 untertitelt Zhadan seinen neuen Lyrikband, der das Davor und Danach und den Riss in der Mitte dokumentiert – datierte Gedichte, zwischen Ende 2021 und Sommer 2023 geschrieben.

Rezensionen „Chronik des eigenen Atems"

»Es ist ergreifend und aufschlussreich zu lesen, wie Zhadan sich dieser Aufgabe annimmt: als Fragender, Probierender, Lernender – ohne jeglichen literarischen Aktivismus, ohne Avantgarde- oder Pressesprecherpose.«
Jungle World (Max Zschorna)

»Zhadans Sprache, so einer ruppig-hingebungsvollen Poetik sie hier gehorcht, ist jedoch auch eine der Dokumentation ... Dazu eine, die sich ... als gleichermaßen kraftvoll wie poetisch erweist.«
Der Tagesspiegel (Gerrit Bartels)

»Zhadans Gedichte sind Botschaften aus einem gefährdeten Land und ein poetisches Nachdenken über die Wahrnehmung von Liebe und Leben.«
DIE WELT (Herbert Wiesner)

»[Der Gedichtband] enthält, in der sensiblen Übersetzung von Claudia Dathe, ›50 und 1 Gedicht‹ und erstaunt durch das Fehlen von Drastik, Wut und Hass. ... Zhadan spielt subtil auf [sprachlichen] Registern, in zärtlichen und mitunter polemischen Tonlagen, er flüstert und beschwört, ergeht sich in Metaphern und rhythmischen Wiederholungen.«
Neue Zürcher Zeitung (Ilma Rakusa)

»Im Lyrikband Chronik des eigenen Atems bekundet der ukrainische Dichter und Nationalgardist Serhij Zhadan eindrucksvoll das Recht auf poetische Selbstbehauptung.«
Der Standard (Ronald Pohl)

»Die Texte [in Chronik des eigenen Atems] sind zwischen Dezember 2021 und Juni 2023 entstanden; jene im ersten Teil des Buches vor Beginn des russischen Angriffskriegs, jene im zweiten Teil danach. ... Man kann ... abgleichen, wie sich die Sprache Zhadans verändert hat; man kann staunen, wie poetisch das Wiederfinden der Sprache klingen kann ...«
wochentaz (Jens Uthoff)

»[Ein] atemberaubender Gedichtband ...«
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (Jens Uthoff)

»Unbedingt empfehlenswert ...«
Kleine Zeitung (Klaus Kastberger)

»Eindrucksvoll und wichtig ist [Zhadans] neuer Lyrikband, der das Davor und Danach des russischen Überfalls dokumentiert.«
tz München (Klaus Kastberger)

Biografie – Zhadan, Serhij

Autorenbild
Zhadan, Serhij

Serhij Zhadan, 1974 im Gebiet Luhansk/Ostukraine geboren, studierte Germanistik, promovierte über den ukrainischen Futurismus und gehört seit 1991 zu den prägenden Figuren der jungen Szene in Charkiw. Er debütierte als 17-Jähriger und publizierte zwölf Gedichtbände und sieben Prosawerke. Für Die Erfindung des Jazz im Donbass wurde er mit dem Jan-Michalski-Literaturpreis und mit dem Brücke-Berlin-Preis 2014 ausgezeichnet (zusammen mit Juri Durkot und Sabine Stöhr). Die BBC kürte das Werk zum »Buch des Jahrzehnts«. 2022 erhielt er den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Zhadan lebt in Charkiw und ist seit Mai 2024 Soldat.


Claudia Dathe, geboren 1971, studierte Übersetzungswissenschaft (Schwerpunkt Russisch und Polnisch) am Institut für Angewandte Linguistik und Translatalogie der Universität Leipzig sowie in Pjatigorsk (Russland) und Krakau. Anschließend absolvierte sie ein Fernstudium der Betriebswirtschaftslehre. Für den Suhrkamp Verlag übersetzt sie Werke Serhij Zhadans aus dem Ukrainischen ins Deutsche und wurde unter anderem für ihre Übertragung seines Lyrikbands Antenne mit dem Drahomán-Preis ausgezeichnet.
Weitere Ausgaben:

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