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Der Architekt und sein Führer

Orengo, Jean-Noël (16.09.2025)
Produktinformationen "Der Architekt und sein Führer"
  • Rowohlt
  • Orengo, Jean-Noël
  • Denis, Nicola
  • 978-3-498-00766-9
  • 16.09.2025
  • Hardcover
  • 272 Seiten
  • 129 x 22 x 209 (B/T/H)
  • 322
  • deutsch
  • Vous êtes l’amour malheureux du Führer
  • fre
  • 2. Auflage
  • 7 %
  • Auseinandersetzen
  • Eintauchen
  • Buch gebunden
  • Hardcover
  • Nominiert für den Prix Goncourt, den Prix Renaudot und den Prix littéraire Le Monde; zahlreiche Übersetzungen

Ein Meister der Verführung: Jean-Noël Orengos Roman über Albert Speer, die Deutschen und ihre Schuld

1945: Albert Speer, Hitlers Architekt und Rüstungsminister, vollbringt auf der Anklagebank in Nürnberg ein Kunststück, das ihm das Leben rettet: Er behauptet, nichts von der «Endlösung» gewusst zu haben, erklärt sich «verantwortlich, aber nicht schuldig» – und man glaubt ihm bereitwillig.

1969: Speer veröffentlicht seine Memoiren, die sofort zu einem Bestseller werden. Er blickt darin zurück, von seinen Inszenierungen der Reichsparteitage über die Planungen zur «Reichshauptstadt Germania» bis zum Untergang Nazi-Deutschlands, und vollzieht eine schier unglaubliche Metamorphose, die seine zweite Karriere vorzeichnet: als Medienstar und Gewährsmann der deutschen Vergangenheitsbewältigung.

Wie war all das möglich? Jean-Noël Orengo fragt dort weiter, gräbt dort tiefer, wo Speer schwieg oder die Wahrheit verbarg. In seinem Roman ergründet er ein Phänomen, das viel über die Deutschen und ihr Verhältnis zur eigenen Schuld verrät – und damit weit über Speer selbst hinausreicht. Ein Lehrstück über das fatale Zusammenspiel von Politik und Propaganda, Fakt und Fiktion, Realität und Fake.

Rezensionen „Der Architekt und sein Führer"

Orengo zeigt den nach seiner Entlassung umjubelten Alt-Nazi als das, was er war: ein Meister der Inszenierung, der Blendung und der Lüge – und das lange, bevor es den Begriff «Fake News» gab.
Frankfurter Neue Presse

Orengo entlarvt den gefeierten Architekten als Meister der Täuschung – und blickt hinter das Image vom «guten Nazi».
juedische-allgemeine.de (Sibylle Peine)

Mit nüchterner Eindringlichkeit betrachtet Orengo das doppelte Leben eines Mannes, dem es gelungen ist, nach Krieg und Haft mit seinen die Wirklichkeit verleugnenden Narrativen gleich mehrfach Wiederauferstehung zu feiern.
Neue Zürcher Zeitung (Paul Jandl)

In seinem raffinierten Roman begibt sich Orengo in den Kopf von Albert Speer ... Eine formal überzeugende Auseinandersetzung mit einem historischen Akteur, der Bluff und Mystifikation in epischem Ausmaß und mit fulminantem Erfolg praktizierte.
Falter (Christoph Winder)

Orengo erinnert uns wortgewaltig an diese Figur, die eine nicht zu unterschätzende Facette des Dritten Reiches verkörpert: seine ästhetische Seite.
Die Welt (TILMAN KRAUSE)

Ein brennend aktuelles Buch. Wir reden jeden Tag über die Macht von Fake-News und Verschwörungstheorien ... Stoff für einen packenden Roman.
WDR Westart (Ulrich Hufen)

Biografie – Orengo, Jean-Noël

O
Orengo, Jean-Noël

Jean-Noël Orengo, geboren 1975, ist Filmkritiker und Schriftsteller. Sein Roman «La Fleur du Capital» (2015) stand auf der Shortlist für den Debütpreis des Prix Goncourt und wurde mit dem Prix de Flore ausgezeichnet. 2017 folgte der Roman «L’Opium du Ciel», 2019 «Les Jungles rouges». Orengos jüngster Roman «Der Architekt und sein Führer» war ebenfalls für den Prix Goncourt nominiert, zudem für den Prix Renaudot und den Prix littéraire Le Monde.

Nicola Denis wurde mit einer Arbeit zur Übersetzungsgeschichte promoviert. Im niedersächsischen Celle geboren, lebt sie seit über zwanzig Jahren im Westen Frankreichs. Dort übersetzt sie neben Klassikern wie Alexandre Dumas oder Honoré de Balzac französische Gegenwartsautoren wie Sylvain Tesson, Olivier Guez, Philippe Lançon oder Éric Vuillard. 2021 erhielt sie für ihr übersetzerisches Gesamtwerk den Prix lémanique de la traduction, 2023 den Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis. Im August 2022 erschien bei Klett-Cotta ihr literarisches Debüt Die Tanten.

Weitere Ausgaben:

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